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Komparativer Vorteil

Inhaltsverzeichnis.

Ein Komparativer Vorteil ist Basis jedes Tauschhandels bzw. generell jedes Handels. Er besagt, dass ein Handel immer dann lohnenswert ist, wenn die zwei Vertragsparteien unterschiedliche Kostenstrukturen haben. Kerngedanke. Die Theorie des komparativen Kostenvorteils besagt, dass die Vorteilhaftigkeit des Handels zwischen zwei Ländern nicht von den absoluten Produktionskosten abhängt, sondern von den relativen Kosten der produzierten Güter zueinander.

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Das Ricardo-Modell wird auch Ein-Faktor-Modell genannt (oder kurz: 2x2x1 für 2 Länder, 2 Güter und 1 Produktionsfaktor). Es erklärt das Zustandekommen des Handels zweier Volkswirtschaften miteinander.

Preisvorteilen verwechselt werden, die den Wettbewerb innerhalb von Binnenwirtschaften, also innerhalb eines Währungsraums, wie auch innerhalb supranationaler Währungsräume, etwa der Eurozone, bestimmen. Aber auch im gegenwärtigen neoliberalen globalen Freihandel wird der Wettbewerb ganz überwiegend durch absolute Preisvorteile bestimmt, und zwar auf der Grundlage von US-Dollar-Preisen.

Deshalb erübrigt sich gegenwärtig der Vergleich von internen Preis verhältnissen zwischen Handelspartnern, weil sich der absolute Preisvorteil unmittelbar aus dem direkten US-Dollar-Preisvergleich identischer Produkte ergibt.

Dem soll hier mit einer möglichst gut verständlichen Darstellung auf die Sprünge geholfen werden. Preisverhältnisse in der Produktion von Gütern und Dienstleistungen, also ihre unterschiedlichen relativen Kosten bzw.

Unter den heutigen komplexen multilateralen Handelsbeziehungen kann das Ricardo-Theorem jedoch erst praktische Bedeutung erlangen, wenn der ins Endlose gehende Vergleich der Kostenverhältnisse von Produktpaaren mit sämtlichen Handelspartnern durch einen Vergleich der Preisverhältnisse von Produkten zum Durchschnittspreis aller Handelsprodukte, jeweils in Landeswährung, abgelöst wird.

Ein Land hat bei denjenigen Produkten einen relativen komparativen Vorteil, die es, im Vergleich zu bestimmten Handelspartnern, relativ zum Durchschnittspreis aller Handelsprodukte preisgünstiger herstellt. Auf diese Produkte kann sich ein Land spezialisieren, um sie an die bestimmten Handelspartner zu exportieren. Umgekehrt hat ein Land bei denjenigen Produkten einen relativen komparativen Nachteil, die es, im Vergleich zu bestimmten Handelspartnern, relativ zu seinem Durchschnittspreis teurer herstellt.

Diese Produkte kann ein Land von den bestimmten Handelspartnern importieren. Die obige Karikatur spielt auf die verheerenden Folgen des neoliberalen Freihandels an, der von absoluten statt relativen Preisvorteilen bestimmt wird. Die durchschnittlichen Produktionskosten aller in einem bilateralen Verhältnis zu handelnden Produkte lassen sich sehr einfach indirekt über die Preise ermitteln, indem jeder Handelspartner die Inlands preise dieser Produkte aufsummiert und die Summe durch die Anzahl der Produkte teilt.

Ein Vergleich der Produktionskosten, der sehr viel aufwendiger ist, erübrigt sich damit. Ein Handelspartner A hat dann zum Beispiel bei einem Produkt einen relativen komparativen Vorteil gegenüber einem Handelspartner B, wenn sein Produkt im Verhältnis zum inländischen Durchschnittspreis preisgünstiger ist als das identische Produkt beim Handelspartner B im Verhältnis zu dessen inländischem Durchschnittspreis.

Wenn zwei Handelspartner zufällig identische Preisverhältnisse für ein Produkt aufweisen, kann sich ein möglicherweise sogar gegenseitiger Handel gleichwohl lohnen, wenn über den Preis hinaus zum Beispiel funktionelle Unterschiede ins Gewicht fallen, die bei beiden Partnern die Angebotsvielfalt erhöhen. Die Aussage des Theorems wird in der wirtschaftswissenschaftlichen Literatur oft auch in der für diese Disziplin typischen pseudowissenschaftlichen Art mit dem ökonomischen Begriff der Opportunitätskosten erklärt: Danach ist ein relativer komparativer Vorteil eines Produktes gleichbedeutend mit relativ niedrigen Opportunitätskosten, weil Länder bei der Produktion eines solchen Produktes im Vergleich zu bestimmten Handelspartnern auf relativ weniger Einheiten anderer Produkte verzichten müssen.

Produkte, die einen relativen komparativen Nachteil aufweisen, gehen dagegen mit relativ hohen Opportunitätskosten einher, weil Länder bei deren Produktion im Vergleich zu bestimmten Handelspartnern auf relativ mehr Einheiten anderer Produkte verzichten müssen. Ein relativer komparativer Vorteil bedeutet also in diesem Sinne, dass ein Land im internationalen Vergleich über eine relativ ertragreiche Produktionsalternative verfügt. Jahrhunderts ganz ähnlich veröffentlicht hat: Angenommen seien zwei Länder, England und Polen, die beide Hopfen und Tuch herstellen, allerdings mit unterschiedlichen Kosten verhältnissen.

Diese Unterschiede wollen die beiden Länder für einen gewinnbringenden Tauschhandel nutzen. Übrigens hatte auch Ricardo schon den störenden Einfluss ungeregelten Kapitalverkehrs auf komparative Vorteile und somit auf gewinnbringenden Handel erkannt. Die folgende Tabelle enthält die absoluten Gesamtkosten pro Einheit der zu handelnden Produkte.

Die Gesamtkosten kann man sich vereinfachend als aufzuwendende Arbeitsstunden für jede produzierte Einheit eines Produktes vorstellen:.

Jeder relative Wert gibt als Quotient an, in welchem Verhältnis die Kosten des einen zu den Kosten des anderen Produkts innerhalb eines Landes stehen.

Im Vergleich der beiden Länder in der Komparation hat England einen relativen Kostenvorteil bei Tuch 0,83 gegenüber 1,25 in Polen , Polen hat einen relativen Kostenvorteil bei Hopfen 0,8 gegenüber 1,2 in England.

Wenn sich jedes Land auf das Produkt spezialisiert, bei dem es einen relativen Kostenvorteil hat, und das jeweils andere Produkt vom anderen Land importiert, ergeben sich, bei insgesamt unveränderten Gesamtkosten in beiden Ländern, folgende Handelsgewinne:.

England konnte ursprünglich mit den Kosten einer Einheit Tuch nur 0,83 Einheiten Hopfen herstellen und kann jetzt bei Spezialisierung für jede nach Polen exportierte Einheit Tuch 1,25 Einheiten Hopfen importieren, ein Handelsgewinn von 0,42 1,25 minus 0,83 Einheiten Hopfen pro exportierter Einheit Tuch.

Polen konnte zuvor mit den Kosten einer Einheit Hopfen nur 0,8 Einheiten Tuch herstellen und kann jetzt für jede nach England exportierte Einheit Hopfen 1,2 Einheiten Tuch importieren, ein Handelsgewinn von 0,4 1,2 minus 0,8 Einheiten Tuch pro exportierter Einheit Hopfen. Schritt 2 Im zweiten Schritt gehe ich über Ricardos Darstellung hinaus und füge eine entscheidende Voraussetzung für einen zukunftsfähigen und gewinnbringenden internationalen Handel hinzu.

Zu demonstrieren ist, dass das Theorem auch in komplexen und stetigen Änderungen unterworfenen multi- bi lateralen Handelsbeziehungen und mit beliebig vielen Produkten anwendbar ist. Dazu erweitere ich die Tabelle um ein drittes Land und ein drittes Produkt.

Jetzt lassen sich die relativen Kosten der Produkte nicht mehr paarweise ermitteln, sondern müssen stattdessen an den Durchschnittskosten aller Handelsprodukte eines jeden Landes gemessen werden. Zudem muss der starre Tauschhandel durch eine Verrechnung der einzelnen Handelsbewegungen gegen Devisen ersetzt werden, damit jedes Land die Freiheit hat, seine Handelsströme jederzeit bedarfsgerecht und unabhängig von seinen Handelspartnern zu steuern.

Was im obigen Beispiel noch gedachte Arbeitsstunden stellvertretend für die Gesamtkosten waren, sind im folgenden Beispiel jetzt Preise in Landeswährung:.

Diese beschränkte insbesondere die Einfuhr von landwirtschaftlichen Erzeugnissen, wie z. Hierdurch wurde der Getreidepreis künstlich hochgehalten.

Wegen der beginnenden Industrialisierung und des hohen Bevölkerungswachstums in England hielt er eine Spezialisierung auf landwirtschaftliche Produkte für ineffizient. Neben Ricardo erkannten kurz vor bzw. Es erklärt das Zustandekommen des Handels zweier Volkswirtschaften miteinander.

In beiden Volkswirtschaften gibt es nur einen einzigen Produktionsfaktor, nämlich die menschliche Arbeitskraft gemessen in Arbeitsstunden , und es werden lediglich 2 Güter produziert. Da beide Volkswirtschaften nur eine vorgegebene Anzahl an Arbeitsstunden zur Verfügung haben und diese auf die Produktion der beiden Güter verteilen müssen, kann eine Einheit von Gut 1 nur zu Lasten von bspw.

Es entstehen Opportunitätskosten, die in den Ländern unterschiedlich hoch sind und so zu einem komparativen Vorteil bei der Herstellung des einen Gutes führen.

Es ist für beide Volkswirtschaften von Vorteil, wenn sie sich auf die Produktion des Gutes spezialisieren, bei dem sie über einen komparativen Vorteil verfügen, es exportieren und das andere Gut importieren.

Durch die Ausnutzung des komparativen Vorteils kommt es also zum Handel zwischen den beiden Volkswirtschaften.

Um das Modell nun etwas realitätsnaher zu gestalten, wird es auf die Produktion und den Handel mehrerer Güter ausgeweitet. Es werden weiterhin zwei Volkswirtschaften betrachtet, die über nur einen Produktionsfaktor menschliche Arbeitskraft verfügen, jetzt jedoch zahlreiche Güter produzieren. Das Prinzip des Ein-Faktor-Modells lässt sich allerdings übernehmen. Die beiden Länder produzieren und exportieren die Güter, bei deren Herstellung sie die geringsten Opportunitätskosten und somit einen komparativen Vorteil haben, und importieren die Güter mit den höchsten Opportunitätskosten.

Das Heckscher-Ohlin-Modell betrachtet zwei Volkswirtschaften, die jeweils zwei Güter produzieren und je zwei Produktionsfaktoren zur Verfügung haben kurz: Der komparative Vorteil ergibt sich also nicht nur aus der unterschiedlichen Arbeitsproduktivität der beiden Länder, sondern wird zusätzlich noch durch die unterschiedliche Ausstattung mit Ressourcen der Volkswirtschaften beeinflusst. Ein komparativer Vorteil kann sich also daraus ergeben, dass das eine Land über ein hohes Vorkommen an Gold, das andere Land jedoch über ein hohes Erdölvorkommen, verfügt.

Das Leontief-Paradoxon beschäftigt sich neben dem Heckscher-Ohlin-Theorem mit den Gründen für den internationalen Handel in der Aufnahme und der Bewegungsrichtung und ist eine der wichtigsten Erklärungen dafür. Es folgten nach der Veröffentlichung im Jahre zahlreiche und intensive Debatten über die Gründe und Widersprüche zwischen den beiden Theoremen.

Wodurch zahlreiche Fortentwicklungen der Modelle der Faktorproportionentheorie entstanden. Meist nehmen Skalenerträge mit wachsender Produktionsmenge zu; man geht deshalb nicht von konstanten Skalenerträgen aus. Dies bedeutet, dass die Verdopplung des Faktoreinsatzes die Produktionsmenge mehr als verdoppelt. Die komparativen Vorteile eines Landes werden durch sogenannte Handelshemmnisse behindert oder begrenzt. Es werden sich also Volkswirtschaften mit relativ viel Kapital auf kapitalintensive Produkte spezialisieren; Staaten mit relativ vielen Arbeitskräften werden sich auf arbeitsintensive Produkte spezialisieren.

Jedes Land exportiert das Gut, bei dessen Produktion der relativ reichlich vorhandene Produktionsfaktor intensiv genutzt wird. Dem Leontief-Paradoxon liegt eine Analyse von Strömen von Gütern und Dienstleistungen zwischen den produzierenden und verbrauchenden Sektoren einer Volkswirtschaft in einem bestimmten Zeitraum zugrunde.

Es verbindet "Wirtschaftstatsachen und Wirtschaftstheorie" miteinander, indem es die gesamte Ökonomie in einer einzigen Matrix Input-Output-Analyse darstellt. Die Input-Output-Analyse liefert den Rahmen für eine exakte Beschreibung der Wirtschaftsstruktur und erlaubt Prognosen über die Auswirkungen wirtschaftspolitischer Eingriffe in dieser Struktur.

Meist nehmen Skalenerträge mit wachsender Produktionsmenge zu; man geht deshalb nicht von konstanten Skalenerträgen aus.

Dies bedeutet, dass die Verdopplung des Faktoreinsatzes die Produktionsmenge mehr als verdoppelt. Da beide Länder verschiedene Güter "differenzierte Produkte " produzieren, ist ein Handel zwischen ihnen möglich. Bisher wurde ein vereinfachtes Modell, in dem nur zwei Güter produziert und konsumiert werden, dargestellt.

In der Realität handeln Länder mit sehr vielen Gütern. Dies macht jedoch kaum einen Unterschied zu dem oben betrachteten vereinfachten Modell. Jedes Land spezialisiert sich auf die Produktion des Gutes, bei denen es die geringsten Opportunitätskosten hat und damit auch einen komparativen Vorteil. Der einzige Unterschied besteht darin, dass die relativen Löhne direkt anhand der relativen Nachfrage nach Arbeit bestimmt werden müssen.

Beim vereinfachten Modell hat man die relativen Löhne anhand der relativen Nachfrage nach Gütern ermittelt. Nehmen wir an, es gäbe nur 2 Länder: Frankreich und die Türkei. Frankreich hat 10 Brotbäcker. Jeder dieser Brotbäcker kann 20 Brote pro Tag herstellen. Das gleiche gilt für Fischer. Die Türkei hat 30 Brotbäcker und jeder kann 4 Brote pro Tag erstellen.

Zudem besitzt sie 10 Fischer, die 12 Fische pro Tag fangen. Wenn sich nun die beiden Länder auf das spezialisieren würden, wo sie am produktivsten sind, würden sie mit einem Austausch Handel in der Menge mehr produzieren. So erreichen beide eine Steigerung der Produktion, indem sie einen Teil der von ihnen produzierten Ware mit dem Handelspartner tauschen egal ob mittels Naturaltausch Ware gegen Ware oder mittels Geld.

Natürlich gibt es weit mehr als zwei Länder und zwei Waren. Die Handelsmöglichkeiten sind in der heutigen Zeit enorm. So kann ein Land von einem anderen etwas importieren ohne etwas exportieren zu müssen, so entsteht ein Kreislauf, siehe hierzu Abbildung rechts " Multilateraler Handel". Um bessere Resultate zu erzielen, braucht es viele verschiedene Handelsteilnehmer. Multilaterale Handelsabkommen sind in der heutigen Zeit unabdingbar, um die jeweiligen Ressourcen effizient zu nutzen.

Hohe Transportkosten sind ein Handelshemmnis, wenn sie den Kostenvorteil überkompensieren.

definition - Komparativer Kostenvorteil

Polen konnte zuvor mit den Kosten einer Einheit Hopfen nur 0,8 Einheiten Tuch herstellen und kann jetzt für jede nach England exportierte Einheit Hopfen 1,2 Einheiten Tuch importieren, ein Handelsgewinn von 0,4 1,2 minus 0,8 Einheiten Tuch pro exportierter Einheit Hopfen. Meist nehmen Skalenerträge mit wachsender Produktionsmenge zu; man geht deshalb nicht von konstanten Skalenerträgen aus.

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