Königsdisziplin an den Finanzmärkten

Moderne Methoden zur Wechselkursprognose

Was ist die Theorie der Kaufkraft-Parität?.

Im Beispiel der Brotpreise in USA und Deutschland würde das bedeuten, wenn ein Laib Brot in Deutschland 1 Euro kostet, und in USA 0,5 US-Dollar, wäre das Preisverhältnis 1/0,5 und also der Wechselkurs von Euro zum US-Dollar nach Kaufkraftparitäten 2 – also müssten 1 Euro US-Dollar „kaufen“ können. wiesen, daß die Kaufkraftparität wegen der Anpassung der Preise an die Kurse und der quantitativen Dominanz von Kapitalbewegungen auch langfristig keinen eindeutigen Anker für die Wechselkurserwartungen bieten kann (Abschnitt 2).

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Banknoten oder Münzen, die an den fremden Bankschaltern umgetauscht werden, werden übrigens als Sorten bezeichnet. Auch wenn man damit schon im weitesten Sinne mit dem Devisenhandel in Berührung gekommen ist, werden auf dem Devisenmarkt — auch Forex-Markt genannt für Foreign-Exchange-Markt — lediglich Bankguthaben bzw.

Für den internationalen Devisenhandel, wie wir ihn heutzutage kennen, wurde der Grundstein im Jahre gelegt. Es bestand seitdem die Möglichkeit, ausländische Zahlungen auf einem eigenen Konto im Ausland gutschreiben zu lassen. In der Zeit von bis gab es — mit einer zeitweiligen Interruption nach dem ersten Weltkrieg — de facto einen Goldstandard. Die Währungen waren durch Goldbestände unterlegt, um sie durch diese Abdeckung zu sichern — das Geld war im wahrsten Sinne des Wortes Gold wert!

Das transportierbare, allgemein anerkannte und überaus wertbeständige Edelmetall sorgte durch diese Absicherung der Devisen für feste Wechselkurse. Im Jahre wurde das Bretton-Woods-Abkommen geschlossen, weil während des zweiten Weltkriegs mehr Geld gedruckt worden war, als durch Gold abgedeckt werden konnte — damit hatte der Goldstandard an Gültigkeit verloren.

Es wurde festgesetzt, dass bei einem gleich bleibenden Kurs von 35 US-Dollar eine Unze Gold umgetauscht werden könnte. Jahrhunderts immer als stabil gegolten hat, einen beispiellosen Siegeszug als Weltleitwährung angetreten. Jedoch wurde das Abkommen von Bretton Woods ausser Kraft gesetzt. Der Grund dafür lag unter anderem darin, dass unter dem damaligen US-Präsidenten Richard Nixon, im Rahmen einer expansiven Fiskalpolitik, die Notenpressen angeworfen wurden, um den Vietnam-Krieg zu finanzieren.

Dies hat zu einer Inflationierung des Dollars geführt; als einige Länder ihre Dollarreserven in Gold eintauschen wollten, konnten die USA ihren Verpflichtungen nicht mehr nachkommen. Daraus resultierten bis dahin nie da gewesene, starke Kursschwankungen bei Devisenkursen. Um diese in den Griff zu bekommen, übernahmen vor allem die grossen Geldinstitute und Zentralbanken die Abwicklung von Währungsgeschäften über den Telefonhandel.

Damit war der moderne Devisenmarkt in seiner heute bekannten Form geboren. Seitdem der Euro als Buchgeld eingeführt wurde, herrschen unter den bedeutendsten Währungen der Welt flexible Wechselkurse. Als Devisen werden Guthaben, Wertpapiere und Forderungen — innerhalb eines offiziellen Währungsgebiets — verstanden, die auf ausländischen Währungen beruhen.

Dazu zählen vor allem im Ausland geführte Konten wie auch im Inland geführte Fremdwährungskonten. Wie bereits erwähnt, wird ausländisches Bargeld banksprachlich als Sorten, entgegen dem allgemeinen Sprachgebrauch nicht als Devisen bezeichnet; Devisen beziehen sich also nur auf Buchgeld bzw. Der Forex-Markt ist der grösste Markt der Welt, der jedoch nicht an einem festgelegten Ort stattfindet. Devisen werden ausserbörslich bzw.

OTC over the counter gehandelt. Die Schnittstelle für die Handelsvorgänge bildet der so genannte Interbanken-Markt. Dieser setzt sich aus Zentral- und Geschäftsbanken, Unternehmen sowie Maklern zusammen. Diese Marktteilnehmer bilden ein weltweites Netzwerk, das die Wechselkurse unter sich festlegt. Der Broker fungiert gewissermassen als Ersatz für einen Makler auf einem Börsenparkett, wobei das gesamte Marktgeschehen über elektronische Systeme abgewickelt wird. Im Gegensatz zu traditionellen Börsengeschäften existieren keine offiziellen Kurse.

Diese indikativen Kurse dienen quasi als Verhandlungsbasis für die Händler, die unter sich einen verbindlichen Preis festlegen. Bid, Ask, Pip Prinzipiell erfolgen die Transaktionen in Form von Währungspaaren, wobei eine Devise gekauft und die andere parallel verkauft wird.

Durch eine richtige Positionierung versucht der Händler, möglichst hohe Gewinne zu erzielen. Wie bei anderen Finanztiteln ebenfalls üblich, werden auch bei Devisen Geld- bid und Brief-Kurse ask gestellt. Der Geldkurs sagt aus, zu welchem Kurs der Händler ankauft, und der Briefkurs, zu welchem er verkauft. Die Spanne zwischen Geld- und Briefkurs wird Spread genannt. Die kleinste Einheit, die sich auf die vierte Nachkommastelle bezieht, wird als Pip bezeichnet. Der Trader beobachtet beim Handeln ständig die sich im Sekundentakt sowie im Zehntausendstelbereich ändernden Kurse.

Kassa- und Terminmärkte Beim Devisenhandel wird grundsätzlich zwischen Kassa- und Terminmärkten unterschieden. Beim Devisenkassahandel kommen Angebot und Nachfrage nach einer Währung zusammen; die Wechselkurse werden festgestellt und die Lieferung und Bezahlung fallen auf einen Zeitpunkt bzw.

Beim Terminhandel einigen sich die Marktteilnehmer ebenso heute auf einen Wechselkurs für das Tauschgeschäft bezüglich der zwei Währungen.

Die Lieferung und Bezahlung wird im Gegensatz zum Kassa- bzw. Spot-Markt zu einem Zeitpunkt getätigt, der in der Zukunft liegt. Risikomanagement B eim Begriff des Terminhandels schwingt oft der Unterton eines Spekulationsgeschäftes mit. Dabei dient er in der Realwirtschaft oft der Absicherung gegen Währungsschwankungen. Beispielsweise eine deutsche Fluggesellschaft, die ihren Treibstoff für die Flugzeuge, das Kerosin, für die Zukunft kaufen möchte, schliesst ein Devisentermingeschäft ab.

Da das Kerosin in US-Dollar bezahlt wird und die Gefahr besteht, dass das Wechselkursrisiko die Preise in Zukunft — unter Umständen ausserordentlich — in die Höhe treiben kann, bietet sich ein Termingeschäft an. Das Flugunternehmen fixiert heute schon einen Preis in US-Dollar für eine bestimmte Menge an Kerosin, die es in beispielsweise sechs Monaten kaufen möchte.

Der Devisenterminhandel ist also nicht nur reine Spekulation, sondern bietet auch handfeste Gründe im internationalen Wirtschaftsgebaren, um jenseits von künftigen Währungsrisiken vernünftige Planbarkeit erreichen zu können.

Ökonomische Faktoren Wie auf dem gesamten Kapitalmarkt werden auf dem Devisenmarkt ebenfalls Zukunftserwartungen gehandelt. Daher kommt einer robusten volkswirtschaftlichen Verfassung eines Währungsgebietes eine bedeutsame Rolle zu.

Denn in die damit verbundene Stabilität der jeweiligen Wirtschaft sowie deren Aussichten muss zunächst ein allgemeines Vertrauen herrschen. Wenn eine perspektivisch-optimistische Betrachtung tatsächlich einträfe, sollte sich der Wechselkurs solide und fester zeigen.

Neben dem Wirtschaftswachstum und dessen Prognosen ist unter anderem das Zinsniveau eine sehr wichtige Einflussgrösse. Die Zentralbanken versuchen, durch das Drehen an der Zinsschraube die Wechselkurse in die von ihnen erwünschte Richtung zu beeinflussen. Dies ist an sich das schwächste zur Verfügung stehende Mittel.

Aber dass bei diesen Statements jedes Wort auf die Goldwaage gelegt wird, zeigt, wie wirkungsvoll diese Schritte sein können. Sogar jedes Wort, das weggelassen wird, kann äusserst wichtig sein — besonders in ausserordentlichen Zeiten wie bei der aktuellen Finanzkrise. Das stärkste Mittel hingegen, das den Zentralbanken zur Verfügung steht, ist eine Devisenmarktintervention. Damit werden durch gezielte Käufe und Verkäufe direkte Eingriffe in den Devisenhandel vorgenommen. Dies ist letztlich das Mittel, das eine gewisse Kontrollfunktion ausüben kann.

Die Zinsentscheidungen, die seitens der Zentralbanken getroffen werden, orientieren sich in erster Linie an makroökomischen Eckdaten.

Zum Zahlenwerk, welches hierbei herangezogen wird, gehören beispielsweise die Inflationsentwicklung, der Verbraucherpreisindex, die Arbeitslosenquote oder die Zahlungs- und Leistungsbilanz. Auf mikroökonomischer Seite beeinflussen die Wechselkurse übrigens jegliches Exportgeschäft sowie sämtliche internationale Investitionsprojekte und Kapitalanlageentscheidungen. Neben wirtschaftsbezogenen Fakten sind auch politische sowie soziale Entwicklungen zu analysieren. Vor allem in den Emerging Markets ist auf politische Tendenzen besonderes Augenmerk zu richten.

Denn in den aufstrebenden Ländern wirken sich Instabilitäten meist schneller auf die Wirtschaftsentwicklung aus. Ein besonderer Vorteil, der den Devisenmarkt von den anderen unterscheidet, ist, dass fünf Tage die Woche 24 Stunden lang gehandelt werden kann. Geschlossen ist der Markt lediglich an Feiertagen, dann aber auch nur für die Währung, in deren Land die Geldinstitute dann geschlossen sind. Da der Handel während der Handelswoche ohne Unterbrechung stattfindet, kann der Händler stets auf aktuelle Geschehnisse reagieren.

Der Trader braucht nicht auf eine Markteröffnung wie z. Somit fällt das Gap-Risiko — also die Gefahr, dass sich Kurslücken zwischen dem Schliessen und der erneuten Eröffnung der Börse auftun — im Wochenverlauf weg.

Diese kommt zustande, weil aufgrund des durchgängigen Handels jederzeit genügend Volumina generiert werden können. Die damit verbundenen engeren Spreads sorgen für eine schnelle Orderausführung sowie für eine niedrigere Differenz zwischen dem erwarteten und dem tatsächlichen Ausführungskurs einer Order — im Fachjargon als Slippage bezeichnet.

Diese positiven Effekte treffen auf die so genannten Majors bzw. Als Majors werden die Devisenpaare bezeichnet, welche die höchsten Handelsumsätze haben. Weitere Währungen, die im weiteren Sinne zu den Majors zählen, sind z.

Ungefähr 85 Prozent der Handelsaktivitäten beinhalten — neben den soeben genannten Währungen — noch den Australischen sowie Neuseeländischen Dollar. Je illiquider das jeweilige Währungspaar ist, insbesondere bei kleineren Währungen, desto grösser werden die Spreads. Die zudem steigende Schwankungsintensität verursacht höhere Slippage-Kosten. Damit stellen sie für den Trader, besonders im Vergleich zu den Majors, zunehmend unattraktivere Anlagemöglichkeiten dar.

Wie bei anderen Anlageklassen kommen sie naturgemäss beim Forex-Markt auch zum Einsatz. Zunächst zur Technischen Analyse: Im Vergleich zu anderen Asset-Klassen halten die Bewegungen in eine Richtung lange an und die Schwankungsbreiten bleiben niedrig. Dieser wurde in den er Jahren von Goichi Hosada entwickelt und gilt als einer der besten Indikatoren für derartig ausgeprägte Trends wie an den Devisenmärkten.

Bei dieser Technik werden die gleitenden Durchschnitte der höchsten Hochs und der tiefsten Tiefs einer Periode als Parameter herangezogen. Selbstverständlich können auch andere Analysetechniken wie Trendlinien und -kanäle aus der Charttechnik eingesetzt werden. Daher stehen diejenigen Faktoren im Vordergrund, die in erster Linie auf volkswirtschaftlichen Kennzahlen und Statistiken sowie ferner auf politischen Einflussgrössen beruhen.

Dass die Daytrader die Technische Analyse bevorzugen und die mittel- bis langfristig orientierten Händler eher auf die Fundamentalanalyse zurückgreifen, mag bedingt stimmen. Diese Sichtweise verklärt, dass diese beiden Methoden auch in Verbindung genutzt werden. So spielt im Intraday-Handel das so genannte Newstrading eine wichtige Rolle. Dabei werden tagesaktuelle Nachrichten mit einbezogen, die schnelle und ausgeprägte Kursbewegungen versprechen. Der Händler muss, soweit möglich, ein Gespür dafür entwickeln, welche Nachrichten sich in der Wahrnehmung der Öffentlichkeit zurzeit besonders hervortun.

Forex-Trading setzt Konzentration, Disziplin sowie schnelles Reaktionsvermögen voraus, um sich sehr kurzfristig an schnell veränderte Umstände anpassen zu können. Als wissenschaftliche Ansätze für eine Prognose wurden von ökonomen eine Vielzahl von Modellen entwickelt. Zwei Gleichgewichtsmodelle, die bei der makroökonomischen Analyse als grundlegend angesehen werden, sind die Kaufkraftparität und die Zinsparität. Eine Kaufkraftparität liegt laut Theorie vor, wenn in zwei Verbreitungsgebieten von Währungen die Waren und Dienstleistungen für gleich hohe Geldbeträge angeschafft werden können.

In der Ausgangslage befinden sich die Märkte im Gleichgewicht. Inländischer Zins wird eindeutig über den Geldmarkt determiniert. Die Zins - und Kaukraftparität bestimmen den langfristig gleichgewichtigen WK. In diesem Fall müssen der in - und ausländische Zinssatz im Ausgangsgleichgewicht übereinstimmen. Die Notenbank hat im Modell von Dornbusch eine passive Rolle.

Eine Geldmengenausweitung kommt für die Marktakteure vollkommen unerwartet, da sonst die Anpassung des WK antizipiert werden würde. Nach einer Veränderung der Geldmenge glauben die Wirtschaftssubjekte an keine weiteren Schritte der Notenbank. Bei der nun anstehenden Analyse der Wechselkursreaktion nach einer einmaligen, unerwarteten Geldmengenerhöhung unterscheidet Dornbusch zwischen 3 Zeithorizonten.

Aufgrund der weltweiten Vernetzung, bei geringen Transaktionskosten, reagieren die Finanzmärkte relativ schnell, schon in der 1. Wegen angenommener Preisrigiditäten passen sich die Gütermärkte erst in der 2. Periode stellt sich das neue Gleichgewicht ein. Um die Zusammenhänge zu verdeutlichen gehen wir im folgenden davon aus, dass sich der neue, gleichgewichtige, durch die KKP determinierte Wechselkurs schon nach einer Periode einpendelt.

Der erwartete WK entspricht also dem zukünftigen langfristigen. Die Zinsparitätenbedingung wird entsprechend modifiziert.

Da die Reaktion des Gütermarktes wie angenommen Zeit braucht, spiegelt sich die Geldmengenausdehnung sofort in der Reaktion des Geldmarktes. Das Marktungleichgewicht wird unverzüglich mit niedrigerem Zinssatz beseitigt. Die Anlagen im Ausland werden durch sinkenden inländischen Zins attraktiver.

Es kommt zu Kapitalexporten. Die Kapitalbilanz zeigt Passivierungstendenzen, die Devisennachfrage ist höher als das Devisenangebot. Die Devise wertet auf. Die Abwertung der inländischen Währung hält so lange an bis sich wieder Aufwertungserwartungen einstellen. Würde der Wechselkurs nur bis zum neuen gleichgewichtigen WK gemäss der KKP wachsen, wäre die Zinsparität nicht erfüllt und das Ausland wäre immer noch wegen der höheren Zinsen attraktiver.

Es wird weiter Kapital exportiert und die inländische Währung wertet weiter ab und zwar über das Niveau des langfristig gleichgewichtigen WK hinaus. Diese Entwicklung hält so lange an bis die Abwertungserwartungen hinsichtlich der Auslandswährung den Zinsnachteil des Inlands wieder ausgleichen. Die Annahme vollständiger Substituierbarkeit der Finanzanlagen, unter Berücksichtigung rationaler Erwartungen, erhöht noch zusätzlich die kurzfristige Dominanz des Kapitalmarktes.

Die kurzfristigen Effekte einer Geldmengenausdehnung werden durch verzögerte Gütermarktreaktionen korrigiert. Langfristig kommt es zu einer kaufkraftparitätischen Anpassung an das gleichgewichtige Preisniveau.

Die überzogene Abwertung verbessert die Wettbewerbssituation und erhöht die Nachfrage nach inländischen Gütern. Die zeitlich verzögerte quantitätstheoretische Anpassung des Preisniveaus in Verbindung mit der höheren Nachfrage auf dem Gütermarkt verknappt die reale Geldmenge. Die entstandene Zinsdifferenz wird durch den inländischen Zinsanstieg behoben.

Höhere Exporte und Zinsanstieg sorgen für eine Aufwertungstendenz. Der WK bewegt sich in Richtung des langfristig fundamental richtigen Niveaus. Das Modell lässt auch die Möglichkeit einer kurzfristigen Überbewertung offen. Die Anpassungsvorgänge der relevanten Märkte würden dann entgegengesetzt verlaufen. Wechselkurse sind volatiler als die den WK langfristig bestimmenden Fundamentalvariablen.

Makroökonomik flexibler und fester Wechselkurse. Die beschriebene Entwicklung des Devisenkurses ist charakteristisch für die Entwicklung seit dem Zusammenbruch des Bretton - Woods Systems. Es lassen sich in der Realität jedoch auch Gegenbeispiele finden, in welchen die Devisenkurse entweder überhaupt nicht oder in die falsche Richtung nach einer exogenen Datenveränderung reagiert haben.

Eine empirische Untersuchung der Wechselkursentwicklung zwischen dem Schweizer Franken und dem US - Dollar zwischen und liefert eine mögliche Unterstützung für das Modell. Es konnte eine kurzfristig überzogene Reaktion des Devisenmarktes nach einer Geldmengenerhöhung nachgewiesen werden.

Das Modell liefert auch eine Möglichkeit für eventuelle Abweichungen von der relativen Kaufkraftparität, da in der Phase nach dem Überschiessen die Wechselkurse trotz positiver Inflationsdifferenz aufwerten. Die inländischen Preise steigen bei konstantem ausländischen Preisniveau. Die angenommenen Output - und Preisrigiditäten auf dem Gütermarkt sind stark vereinfachende Annahmen. Eine mikroökonomische Fundierung dieses Phänomens ist höchst kompliziert. Empirische Relevanz des Dornbusch - Modells könnte erhöht werden, wenn das Überschiessen keine zwingende Konsequenz darstellen würde.

Wenn man die Annahmen modifiziert, so führt eine weitere Analyse zu unterschiedlichen Ergebnissen. Er muss es aber nicht zwingend. Werden Importzölle erhoben, so verteuert das die ausländischen Güter. Das Ungleichgewicht wird nur über den WK behoben.

Eine kaukraftparitätische Aufwertung im Zuge des gestiegenen ausländischen Preisniveaus ist die Folge. Die Entwicklung des Devisenkurses hängt entscheidend von der Art der Störung ab.

Die Substituierbarkeit der Finanzanlagen und die Geldpolitik der Notenbank spielen eine überragende Rolle in der Wechselkursbildung nach Dornbusch. Das Modell liefert jedoch keinerlei Informationen über die Zusammensetzung der Portfolios. Werden Risikoprämien für das Halten von Finanzaktiva verlangt, so hat die ungedeckte Zinsparität keine Gültigkeit.

Die erhöhten Kapitalexporte nach einer inländischer Zinssenkung verändern die Nettoauslandsposition der Inländer. Da Zinseinnahmen in der Dienstleitungsbilanz erfasst werden, bleibt dieser Zusammenhang im Dornbusch - Modell unberücksichtigt. Im ersten Teil der Arbeit wurden die zwei wichtigsten Erwartungsbildungshypothesen vorgestellt. In den meisten Modellen der Wechselkurstheorie werden rationale Erwartungen der Anleger angenommen.

Diese setzen das Verständnis der ökonomischen Zusammenhänge, und eines Modelles, welches diese beschreibt, voraus. Eine unendliche Informationseffizienz muss gegeben sein. Diese restriktiven Annahmen mindern die Aussagefähigkeit der Modelle. Zwar entwickelt sich die makroökonomische Theorie weiter, jedoch ist das perfekte Modell noch nicht entwickelt.

In der Praxis zweifelt man sehr stark an der Verfügbarkeit der Information. Die relevanten Information stellen ein wirtschaftliches Gut dar und stehen eben nicht jedermann gleichzeitig zur Verfügung Insiderinformationen. Eine Vereinfachung der Modelle ist wegen der zu beschreibenden Komplexität der Zusammenhänge jedoch unumgänglich.

Im folgenden soll die mögliche Existenz irrationaler Erwartungen als Ursache einer Abweichung des Devisenkurses vom fundamentalen Niveau untersucht werden.

Es stellt sich die Frage ob die Entwicklung des Dollarkurses in den igern mit rationalen Erwartungen vereinbar war. Der Dollar wurde trotz fehlender fundamentaler Unterstützung ständig aufgewertet. Die Wirtschaftssubjekte verfügten zwar über die Fundamentaldaten, werteten sie aber falsch aus oder vernachlässigten sie ganz einfach. Die daraus resultierenden Leistungsbilanzdefizite, Zinszahlungen und externe Verschuldung waren als haltbar bewertet worden.

Die Abwertungserwartungen dagegen fielen nicht so hoch aus wie durch die Fundamentaldaten gerechtfertigt. Krugman bezeichnet dieses Verhalten als irrational. Konkrete Aussagen über die erwartete und die tatsächliche Wechselkursveränderungsrate lassen sich nur bei Risikoneutralität der Anleger treffen. Werden Risikoprämien für das Halten offener Positionen verlangt, um das Wechselkursrisiko zu entschädigen, so fällt die Aufwertungserwartung höher als fundamental begründet aus.

Die Höhe der üblichen Risikoprämien in der Praxis rechtfertigt aber nicht eine Abweichung vom gleichgewichtigen Niveau über einen längeren Zeitraum. Eine Blase wird nach Gärtner durch exzessive, scheinbar unmotivierte und sich selbst verstärkende Wechselkursausschläge determiniert, die nicht mehr als einfaches Überschiessen interpretiert werden können.

Die Marktteilnehmer erkennen die Abweichung vom fundamentalen Wechselkursniveau, erwarten aber eine verstärkte Entwicklung in die falsche Richtung und versuchen vor der ebenso erwarteten Korrektur des Wechselkurses rechtzeitig aus der Währung auszusteigen.

Die Rationalität dieser Erwartungen soll im folgenden formal erläutert werden. Die Seifenblase ist für die Marktakteure durchaus real, nicht aber über den Zeitpunkt ihres Platzens. Der WK wird deshalb mit einer a - prozentigen Wahrscheinlichkeit auf dem fundamentalen Niveau erwartet und mit einer 1 - a - prozentigen Wahrscheinlichkeit wird eine weitere Entwicklung entlang des Bubble-Pfades angenommen.

Würde Sicherheit über das Platzen der Blase in der nächsten Periode vorliegen, so wäre[Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten] und eine Korrektur in Richtung des Fundamentalniveaus die Konsequenz[Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten] Eine weitere Abweichung in die falsche Richtung wäre bei[Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten].

Es lässt sich also belegen, dass trotz fundamentaler Abweichungen vom gleichgewichtigen WK - Niveau rationale Erwartungen vorliegen. Wenn jedoch Unsicherheit über die zukünftige Entwicklung vorliegt, [Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten] wird keine der beiden Entwicklungen ausgeschlossen. In dieser Konstellation stimmen der erwartete und der tatsächliche Devisenkurs nicht mehr überein. Der WK liegt zwischen dem gleichgewichtigen und dem durch den Bubble - Pfad determinierten.

Allein die Möglichkeit einer weiteren Abweichung veranlasst die Wirtschaftssubjekte die Währung zu halten. Die Gefahr einer Korrektur wird dabei rational eingeschätzt. Die Entwicklung entlang des Bubble - Pfads hängt vor allem von der eingetretenen Abweichung vom fundamental richtigen WK und von der Wahrscheinlichkeit des Platzens der Seifenblase ab.

Die Theorie der rationalen spekulativen Blasen ist in der Praxis sehr umstritten, da die ausgelösten Kursbewegungen sehr schwer zu messen sind und sich kaum von Wechselkursausschlägen, die durch irrationales Verhalten der Anleger ausgelöst werden, unterscheiden. Das Vorhandensein von Risikoprämien und rationale spekulative Blasen liefern trotzdem einen möglichen Erklärungsansatz für rationale Erwartungen der Anleger trotz falscher Beurteilung.

In jüngster Vergangenheit gerieten die Kurse des thailändischen Baht, des mexikanischen Peso oder der russichen Rubel stark unter Druck. Starke Abwertungen führten zu einer sehr instabilen wirtschaftlichen Lage und einer Beeinflussung des realwirtschaftlichen Sektors. Neuere Modelle der Wechselkurstheorie beschäftigen sich mit Ursachen von Währungskrisen.

Das von Krugman vorgestellte Modell untersucht mögliche Konsequenzen von anhaltend falscher Wirtschaftpolitik im System fester Wechselkurse. Unter restriktiven Annahmen bringt ein geldmengenfinanziertes Budgetdefizit die inländische Währung stark unter Druck. Nach kaufkraftparitätischen Überlegungen kann der feste WK, trotz eventueller Interventionen der Notenbank, in inflationären Volkwirtschaften nicht gehalten werden.

Wenn die kritische Masse an Devisenreserven erreicht ist, kommt es zu einer spekulativen Attacke. Geschieht das bevor alle Devisenreserven aufgebraucht sind, kommt es zu einer Abwertung, die über die Korrektur vorheriger Überbewertung hinausgeht.

Kommt es danach zu einer Stabilisierung der Wirtschaftspolitik, entstehen eventuell Wettbewerbsvorteile und damit eine Konsolidierung der Zahlungsbilanz. Schaltet man die Geldpresse dagegen nicht aus, so wird die Währung weiter sukzessive abgewertet. Neuere Modelle ziehen den Einfluss von Erwartungen mit in die Überlegungen ein. Die Anleger glauben nun an eine stabilitätswidrige Politik und es kommt zu einer Spekulationsattacke. Gelingt es der Notenbank nicht die Erwartungen zu beeinflussen ist eine Abwertung unabwendbar.

Generation von Währungskrisenmodellen sorgen sich selbst erfüllende Erwartungen im System fester WK für eine mögliche Abwertung. Steigender ausländischer Zins bringt die inländische Währung unter Druck, wenn im Inland das Beschäftigungsziel verfolgt wird.

Die inländischen Zinsen werden nicht erhöht, sondern der WK freigegeben. Unter diesen Annahmen kommt es zu einer zinsparitätischen Anpassung des WK. In Verbindung mit antizipierenden Verhalten sei das Phänomen des Herdenverhaltens erwähnt.

Die Konzentration des Kapitals bei institutionellen Anlegern führt bei ungünstiger Konstellation zum irrationalen Verhalten der Anleger. Das Abwertungsrisiko wird nicht rational bewertet, der Devisenkurs wertet über das fundamental begründete Niveau ab. In diesem Zusammenhang treten sich sehr stark verstärkende Effekte auf. Realwirtschaftliche Instabilität ist oft die Folge von überzogenen Wechelkursreaktioen.

Die jüngste Währungskrise im asiatische Raum wurde durch eine Finanzkrise ausgelöst. Makroökonomische Krisen führten zur Fehlallokation des Kapitals. Zu viel Liquidität aus dem Ausland und zu wenig lohnende Projekte destabilisierten den eher unterentwickelten Finanzsektor. Fehlendes Risikobewusstsein der Finanzintermediäre und nicht angemessene staatliche Garantien verursachten Überinvestitionen und stark überwertete Wechselkurse.

Es folgte eine Kurskorrektur in zum Teil drastischen Ausmasse. Die in den Modellen vermutete Dominanz der Finanzmärkte bei der kurzfristigen Wechselkursbildung lässt sich in der Realität nachweisen. Wechselkursmodelle, die auf Gütermarkttransaktionen basieren werden in der neueren Wechselkurstheorie von Vermögensbestandansätzen immer weiter verdrängt.

Das Zinsparitätentheorem und das Grundmodell von Dornbusch stellen einen zentralen Baustein der neueren Entwicklung dar. Darauf aufbauende theoretische Arbeiten versuchen durch Modifikation der restriktiven Annahmen, die in der Realität vorgefundenen Verhältnisse besser zu beschreiben.

Vor allem die Aufgabe der vollkommenen Kapitalmobilität sowie der perfekten Subsituierbarkeit von Finanzaktiva erhöht die Aussagefähigkeit der Modelle. Eine breitere Datenbasis ermöglicht eine bessere Evaluation der Ergebnisse. Der empirischen Forschung wird in diesem Kontext eine immer bedeutendere Rolle zugesprochen. Die eher bescheidene empirische Relevanz der vorgestellten Modelle ist zusammenfassend vor allem auf folgende Ursachen zurückzuführen.

Die Notenbanken bevorzugten ein managed floating, in dem sich die WK innerhalb gesetzter Schwankungsbreiten bewegen durften. Ein ständiges Intervenieren beeinflusst die wichtigsten Determinanten des Devisenmarktes. Die Geldnachfragefunktion als ein weiterer wichtiger Bestandteil aller Wechselkursmodelle erwies sich über längere Zeitperioden als instabil.

Variationen der Geldnachfrage erhöhen die Komplexität der Wechselkursmodelle und mindern ihre Aussagefähigkeit.

Neuere Modelle der Wechselkurstheorie räumen der Unsicherheit und Erwartungen über die Entwicklung der Fundamentaldaten eine zentrale Rolle ein. Die Theorie der Erwartungsbildung ist eher unterentwickelt, da es trotz der enormen Bedeutung für die Wechselkursbildung an Befragungsergebnissen über die Wechselkurserwartungen mangelt. Eine Weiterentwicklung der Erwartungsbildungshypothesen wird die Genauigkeit prognostizierter Wechselkurse sicherlich erhöhen.

Ein Universalmodell, welches alle auf dem Devisenmarkt beobachteten Wechselkursreaktionen beschreibt, existiert allerdings noch nicht. Wechselkurserwartungen und Stabilität des Devisenmarktes. Wodurch werden Währungskrisen ausgelöst?

Soziologie - Medizin und Gesundheit. BWL - Investition und Finanzierung. Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen! Fordern Sie ein neues Passwort per Email an. Langfristige Determinanten des WK 1. Die bekanntesten Ansätze lassen sich folgenderweise unterteilen: Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten Jedoch sorgen Markineffizienzen im allgemeinen für einen verzögerten Effekt.

Kurzfristige Analyse des Devisenmarktes 2. Devisenmarkteffizienz und Stabilität des Devisenmarktes Ein Markt ist effizient, wenn es Marktteilnehmern nicht möglich ist, bei gegebenen Informationsstand, dauerhaft Arbitragegewinne zu realisieren. Kurzfristige Bestimmungsgründe des Wechselkurses Stromgrössenmodelle versuchen das Zustandekommen des gleichgewichtigen Wechselkurses durch Leistungsbilanztransaktionen zu erklären.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten 1 Das Gleichsetzten vom Inlands - und Auslandsertrag führt zum Zinsparitätentheorem: Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten durch Auflösen nach i folgt die häufig verwendete Näherungsformel:

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Höhere Exporte und Zinsanstieg sorgen für eine Aufwertungstendenz.

Closed On:

Somit veränderten sich schon allein aus der Tatsache einer Wechselkursverschiebung die Wettbewerbspositionen auf dem amerikanischen Automobilmarkt, ohne die Betrachtung produktionswirtschaftli-cher Belange.

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