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Author / Autor: Gerd Zeitler

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Ein komparativer Vorteil (v. lat.: comparare = vergleichen) besteht im Rahmen der volkswirtschaftlichen Theorie, wenn ein Land in der Lage ist, ein bestimmtes Gut zu geringeren Opportunitätskosten herzustellen, als ein anderes Land. Hinweis: Ich werde im nachfolgenden Text statt»komparativer Vorteil«immer»relativer komparativer Vorteil«schreiben, um eine Verwechslung relativer und absoluter Vorteile auszuschließen. In der wirtschaftswissenschaftlichen Literatur steht der Begriff»komparativer Vorteil«jedoch ohne Zusatz grundsätzlich für relative Vorteile.

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Im vorliegenden Beispiel haben die Vereinigten Staaten auch für das Gut Leinen den absoluten Vorteil, weil auch hier zur Produktion des Gutes weniger Leistung bereitgestellt werden muss. David Ricardo hingegen meinte, dass alle Länder und Staaten vom Freihandel profitieren können.

Somit sind nach der Theorie internationaler Handel und internationale Arbeitsteilung selbst für solche Länder von Vorteil, die alle Güter zu niedrigeren Kosten erzeugen können als das Ausland. In der Realität lässt sich dies vor allem auf Handelsbeziehungen zwischen hoch und niedrig industrialisierten Ländern anwenden. Die Theorie Ricardos beinhaltet generell eine Forderung nach einem weltweit freien Handel , der bei Spezialisierung der Staaten auf ihre komparativen Kostenvorteile zum Vorteil aller ist.

Dabei ist zu beachten, dass nichts über die Verteilung des Handelsgewinnes oder die Effekte der Spezialisierung ausgesagt wird. Die Theorie des komparativen Vorteils geht auf den Vertreter der klassischen politischen Ökonomie David Ricardo zurück. In Anlehnung an Adam Smiths Ansatz zur internationalen Arbeitsteilung, die den Handel zweier Länder durch ihre absoluten Unterschiede in der Produktionskosten begründet, erweiterte Ricardo seine Theorie hinaus, dass eine Spezialisierung selbst dann von Vorteil ist, wenn ein Land in allen Branchen über eine höhere Arbeitsproduktivität verfügt.

Diese hatte nämlich die Intention, die Importe bis auf notwendige Rohstoffe einzugrenzen und Exporte in andere Länder zu fördern. Hohe Schutzzölle wurden in dem Sinne eingeführt, um die inländische Wirtschaft vor ausländischen Importen abzusichern. Insbesondere die Einfuhr von landwirtschaftlichen Erzeugnissen, wie zum Beispiel dem von Weizen wurde beschränkt, was mehr dem Zweck der Einkünftesicherung der Landlords dienen sollte und weniger zum Schutz der britischen Wirtschaft, so Ricardo.

Begründet durch den Beginn der Industrialisierung und dem hohem Bevölkerungswachstum in England, sah er eine Spezialisierung auf landwirtschaftliche Produkte als uneffizient. Es ist eine einfache und grundlegendste Darstellung der Vorteilhaftigkeit von Freihandel für alle beteiligten Nationen.

Jedes Land sollte sich auf das Gut spezialisieren, das es relativ komparativ günstiger herstellen kann. Der Handel zwischen zwei Ländern ist immer vorteilhaft, wenn ein Land für ein produziertes Gut auf weniger Einheiten eines anderen Gutes verzichten muss als das andere Land niedrigere Opportunitätskosten. Die Hauptannahme besteht darin, dass Arbeit der einzige Produktionsfaktor ist.

Im einfachsten Fall werden komparative Preisvorteile auf komparative Kostenvorteile zurückgeführt. Sie unterscheiden sich in ihrer Faktorintensität. Es werden sich also Volkswirtschaften mit relativ viel Kapital auf kapitalintensive Produkte spezialisieren, während Staaten mit relativ vielen Arbeitskräften sich auf arbeitsintensive Produkte spezialisieren werden. Jedes Land exportiert also das Gut, bei dessen Produktion der relativ reichlich vorhandene Produktionsfaktor intensiv genutzt wird.

Dem Leontief-Paradoxon liegt eine Analyse von Strömen von Gütern und Dienstleistungen zwischen den produzierenden und verbrauchenden Sektoren einer Volkswirtschaft in einem bestimmten Zeitraum zugrunde.

Es verbindet "Wirtschaftstatsachen und Wirtschaftstheorie" miteinander, indem es die gesamte Ökonomie in einer einzigen Matrix Input-Output-Analyse darstellt. Diesen Ländern hat David Ricardo Mut gemacht, da er nachweisen konnte, dass nicht die absoluten, sondern die komparativen Kostenvorteile entscheidend seien. Mit Ricardos Theorem lässt sich zeigen, dass bei Spezialisierung das Weltsozialprodukt ansteigt, weil nun die Ressource Arbeit effizienter genutzt wird.

Nun sind aber die Ängste vieler Menschen vor der Globalisierung nicht unberechtigt. Sie fühlen sich von der Entwicklung abgehängt. Ihre Kenntnisse werden nicht mehr gebraucht. Sie sehen, dass in ihrer Nachbarschaft Fabriken geschlossen werden. Der Versicherung, dass dafür an anderer Stelle hochwertige Arbeitsplätze entstünden, trauen sie nicht.

Donald Trump hat seine Wahl mit den Stimmen aus der Mitte Amerikas gewonnen, deren Bewohner sich von der Globalisierung abgehängt und von den bisherigen US-Präsidenten vernachlässigt fühlten. Überall in der Welt mobilisieren Lobbyorganisationen Hunderttausende gegen Globalisierung und weitere Freihandelsabkommen.

Diese Ängste können nicht einfach vom Tisch gefegt werden. Es wird übersehen, dass bei Ricardo nicht Nationen also volkswirtschaftliche Aggregate handeln, sondern Individuen, die so lange importieren und exportieren, bis die relativen Preise ausgeglichen sind.

Die Gewinne fallen bei den handelnden Individuen an. Daraus können wir nicht unmittelbar schliessen, dass auch die beteiligten Volkswirtschaften einen Vorteil davon haben. In Ricardos Modell vollziehen sich die bei internationalem Handel notwendigen Anpassungsprozesse mit unendlicher Geschwindigkeit, wobei Umschulung und Raumüberwindung, die mit einem hohen Zeitaufwand verbunden sein können, nicht berücksichtigt werden. Wir wissen mit Sicherheit, dass freier Handel und offene Märkte den Wettbewerb intensivieren und damit Produktivitätsfortschritte erzwingen, doch kann auch die Zahl der Konkurse in einem bestimmten Land zunehmen.

Aber auch das ist ein Beitrag zum weltweiten Produktivitätsfortschritt. Ein Blick auf die sozialpolitische Praxis, die Organisation der Arbeitslosenversicherung und des Arbeitsmarktes Kündigungsschutz und Abfindungen , auf Aus- und Weiterbildung und auf die Möglichkeiten zur Kapitalbildung lassen erwarten, dass Nationen vom wachsenden Freihandel unterschiedlich profitieren.

Es ist also nicht auszuschliessen, womöglich sogar wahrscheinlich, dass einige Länder und zumindest bestimmte soziale Schichten bei zunehmendem Freihandel abgehängt werden.

Jahrhundert ist der internationale Handel eher mit einem Krieg zu vergleichen vgl. Diese beabsichtigte nämlich, die Importe auf notwendige Rohstoffe zu begrenzen und Exporte in andere Länder zu fördern.

Diese beschränkte insbesondere die Einfuhr von landwirtschaftlichen Erzeugnissen, wie z. Hierdurch wurde der Getreidepreis künstlich hochgehalten. Wegen der beginnenden Industrialisierung und des hohen Bevölkerungswachstums in England hielt er eine Spezialisierung auf landwirtschaftliche Produkte für ineffizient. Neben Ricardo erkannten kurz vor bzw. Paul Samuelson , Nobelpreisträger und einer der bedeutendsten Ökonomen des Jahrhunderts, würdigte die Idee des komparativen Vorteils als das beste ihm bekannte Beispiel eines ökonomischen Prinzips, das bei all seiner unbestreitbaren Wahrheit selbst intelligenten Menschen nicht unmittelbar einleuchtet.

Dieser entwickelte Anfang des Jahrhunderts den Begriff des komparativen Vorteils. Es handelt sich dabei um eine Erweiterung bzw. Der komparative Kostenvorteil besteht im Rahmen der volkswirtschaftlichen Theorie, wenn ein Land, eine Region, ein Unternehmen oder eine Person fähig ist, ein bestimmtes Gut zu geringeren Alternativkosten Opportunitätskosten zu produzieren als die Konkurrenz.

Grundsätzlich ist demnach der Handel zwischen zwei Ländern immer vorteilhaft, wenn bei beiden Handelspartnern unterschiedliche Produktionskostenstrukturen existieren, d. In diesem Fall sollte jedes Land sich auf das Gut spezialisieren, das es relativ komparativ günstiger herstellen kann. In der Realität lässt sich dies vor allem auf Handelsbeziehungen zwischen hoch und niedrig industrialisierten Ländern anwenden.

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Die Wirtschaftswissenschaften nennen Güter, die international gehandelt werden können, deshalb auch handelbare Güter. In Anlehnung an Adam Smiths Ansatz zur internationalen Arbeitsteilung, die den Handel zweier Länder durch ihre absoluten Unterschiede in der Produktionskosten begründet, erweiterte Ricardo seine Theorie hinaus, dass eine Spezialisierung selbst dann von Vorteil ist, wenn ein Land in allen Branchen über eine höhere Arbeitsproduktivität verfügt.

Closed On:

In realer Hinsicht wären sowohl Sie als auch Ihr Nachbar reicher für die Spezialisierung - und die lokale Wirtschaft ist eine Produktionseinheit, die besser ist.

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