Erklärung zum Begriff Tarifvertrag

Der Tarifvertrag

Unternehmen mit Tarifverträgen..

Was ist ein Tarifvertrag? Der Tarifvertrag regelt Rechte und Pflichten der Tarifvertragsparteien. Er regelt Löhne, Gehälter, die Arbeitszeit und weitere Arbeitsbedingungen von ArbeitnehmerInnen einer Branche oder eines Unternehmens. Next Story. Natalia Dzenkiv hat sich verdammt gut gehalten – und wird deshalb verhaftet.

Was ist ein Tarifvertrag?

Arbeitsrecht. Tarifvertrag. Ein Tarifvertrag ist ein schriftlicher Vertrag zwischen einem Arbeitgeberverband oder Arbeitgebern und einer Gewerkschaft zur Regelung von Rechten und Pflichten zwischen den Vertragsparteien.

Die Laufzeit eines Lohn- und Gehaltstarifvertrags ist kürzer als die eines Manteltarifvertrags oder eines Rahmentarifvertrags und beträgt in der Regel ein Jahr. Ein Flächentarifvertrag kann sowohl bei einer als auch bei mehreren Branchen Anwendung finden. Die bekanntesten Flächentarifverträge sind die der IG Metall und der Dienstleistungsgewerkschaft ver. So fällt DaimlerChrysler bspw. Spartentarifverträge sind Tarifverträge, die in einer Sparte eines Tarifgebietes Anwendung finden.

So wird der Bundesangestelltentarifvertrag BAT bzw. Es existieren Spartentarifverträge für die Beschäftigten des öffentlichen Nahverkehrs, für Beschäftigte von Krankenhäusern oder des Ordnungsdienstes, die sich zwar am BAT bzw. TVöD anlehnen, in einzelnen Punkten jedoch unterschiedlich ausgestaltet sein können.

Haus-, Firmen oder Werkstarifverträge werden auf der Arbeitgeberseite nur von einem einzelnen Arbeitgeber und nicht vom Arbeitgeberverband geschlossen und gelten daher nur für ein einzelnes Unternehmen.

Die Laufzeit eines solchen Vertrages wird im Vertrag geregelt. Ein Beispiel hierfür ist die Volkswagen AG. Sie unterliegt eigentlich dem Flächentarifvertrag der IG Metall. Volkswagen ist aber schon vor Jahren aus dem Flächenabkommen ausgestiegen und hat in separater Verhandlung mit der IG Metall einen viel beachteten Haustarifvertrag abgeschlossen.

In Deutschland haben etwa acht Prozent der Unternehmen einen Haustarifvertrag. So ist eine betriebsindividuellere Lösung möglich, ohne gleich in die Verhandlungen über einen Haustarifvertrag einsteigen zu müssen. Tritt ein Arbeitgeber aus dem Arbeitgeberverband aus, so hat für ihn der vorhandene Tarifvertrag weiterhin bindenden Charakter. Dies gilt so lange, bis eine andere Abmachung, z.

Auf Antrag einer Tarifpartei kann der Bundesminister für Arbeit mit der Zustimmung des Tarifausschusses einen Branchentarifvertrag für allgemein verbindlich erklären. Der Tarifausschuss besteht aus jeweils drei Vertretern der Arbeitgeber- und der Arbeitnehmerseite. Mit der Erklärung zur Allgemeinverbindlichkeit gilt ein Tarifvertrag auch für die Arbeitnehmer und Arbeitgeber einer Branche, bei denen der Tarifvertrag bisher nicht zur Anwendung kam, da der Arbeitgeber entweder nicht im Arbeitgeberverband, oder der Arbeitnehmer nicht in einer Gewerkschaft organisiert ist.

So geschehen in der Baubranche. Diese Pflicht gilt aber nur für Inhalte des Tarifvertrages, nicht aber für andere Forderungen. In diesem Zusammenhang gibt es auch immer wieder rechtspolitische Diskussionen, inwiefern ein Warnstreik, der oftmals noch in die Friedenspflicht fällt, zulässig ist.

Streitigkeiten über die Auslegung von Tarifverträgen, werden oftmals durch eine tarifliche Schieds- und Schlichtungsstelle beigelegt. Die Rahmenbedingungen dieser Stelle, wie Zusammensetzung und Zuständigkeit, werden entweder in den Einzeltarifverträgen oder in eigenen Schiedstarifverträgen geklärt. Die Schlichtung dient der Beilegung von Streitigkeiten bei den Tarifverhandlungen, sie ist ein tariflich geregeltes Instrument und kann beim Scheitern der Verhandlungen von beiden Verhandlungsseiten angerufen werden.

Sie setzt sich aus der gleichen Zahl von Vertretern der Verhandlungsparteien sowie einem oder zwei unparteiischen Vorsitzenden zusammen. Es besteht aber kein Zwang zur Schlichtung. In den meisten Tarifverträgen ist die Altersvorsorge durch Entgeltumwandlung geregelt. In den meisten Fällen muss sich der Arbeitgeber zusätzlich an der Finanzierung beteiligen. Beschäftigte haben allerdings nur dann Anspruch auf eine Entgeltumwandlung aus laufendem Lohn oder Gehalt, wenn diese Möglichkeit der betrieblichen Altersversorgung in einem verbindlichen Tarifvertrag genannt ist.

Andernfalls greift der so genannte Tarifvorrang. Diesem ist das Recht auf Entgeltumwandlung untergeordnet. Diese Einschränkungen gelten nur für Umwandlungen aus dem laufenden Entgelt. Für Sonderzahlungen und Urlaubs- oder Weihnachtsgeld gilt, dass sie in jedem Fall in eine Betriebsrente investiert werden dürfen. Ist der Vertrag abgelaufen, gilt das, was in ihm geregelt wurde, weiter "wirkt nach" , bis es durch eine andere Abmachung ersetzt wird.

Für die Mitglieder der Tarifvertragsparteien gelten die Regelungen des Tarifvertrages unmittelbar und zwingend, ohne dass sie nochmals vereinbart werden müssten und ohne dass sie verändert werden können.

Der Bundesarbeitsminister kann Tarifverträge auf Antrag der Tarifparteien durch Allgemeinverbindlichkeitserklärung auch auf nicht tarifgebundene Firmen und Beschäftigte übertragen, um gleiche Bedingungen in einer Branche zu schaffen und zu verhindern, dass Schmutzkonkurrenz durch Lohndrückerei Betriebe, die gute Arbeitsbedingungen bieten, kaputt machen.

Der Flächentarifvertrag gilt für die ganze Branche - einer Region oder auch bundesweit. Es gibt verschiedene Formen von Tarifverträgen: Lohn- und Gehaltstarifverträge regeln die tarifliche Grundvergütung in Lohn- und Gehaltstabellen. Lohn- und Gehaltsrahmentarifverträge legen die Lohn- und Gehaltsgruppen fest, definieren die Merkmale der Gruppen und regeln die Leistungsentlohnung. Manteltarifverträge regeln die Arbeitsbedingungen wie Kündigungsfristen, Dauer und Verteilung der Arbeitszeit, Urlaub.

Daneben bestehen spezielle Tarifverträge - zum Beispiel zu Rationalisierungsschutz, Sonderzahlungen, Altersteilzeit, vermögenswirksamen Leistungen oder Weiterbildung. Sie setzen Mindeststandards, die nicht unterschritten werden dürfen.

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Hallo Nina, nach 6 Stunden muss der Arbeitnehmer eine Pause machen.

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