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Geschäftsbericht

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Ein Geschäftsbericht (englisch: annual report) hat die Aufgabe, Informationen über den Geschäftsverlauf des vergangenen Geschäftsjahres eines Unternehmens zu vermitteln und insbesondere dessen Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang und Lagebericht - zu erläutern und zu ergänzen. Wenn ein Unternehmen eine Mischung aus Cash- und Kreditverkäufen hat, würde eine solche Aufschlüsselung nur im Anhang des Abschlusses oder im Abschnitt Management Discussion and Analysis (MD & A) des ein Jahresbericht eines börsennotierten Unternehmens oder Formular K. Allerdings haben wir diese Art der Offenlegung selten gesehen.

Inhaltsverzeichnis

Nach einer Fehlerfeststellung durch die DPR fragt diese zunächst bei dem betroffenen Emittenten nach, ob dieser mit der Darstellung des Sachverhaltes, des Fehlers und seiner Begründung einverstanden ist. Ist dies der Fall, teilt die DPR dies der BaFin mit, die dann die Veröffentlichung der Fehler anordnen wird, es sei denn, i es besteht kein öffentliches Interesse an der Veröffentlichung oder ii der BaFin kann nachgewiesen werden, dass ausnahmsweise überwiegende Interessen des Unternehmens der Veröffentlichung entgegenstehen.

Praktisch spielen die Ausnahmen keine Rolle, da das Gesetz von einem überwiegenden öffentlichen Interesse an der Veröffentlichung ausgeht. Nicht zuletzt um die eigenen Erfolgschancen in laufenden Verfahren oder auch im Rahmen von Vergleichsverhandlungen nicht zu schmälern, ist bisher häufig zu beobachten, dass Emittenten bei der Darstellung von Rechtsstreitigkeiten und der Abbildung von Prozessrisiken in den Jahresabschlüssen sehr zurückhaltend vorgehen.

Weitere Faktoren sind auch die mit Rechtsstreitigkeiten und Prozessrisiken häufig verbundenen Reputationsschäden. Mit Blick auf die für angekündigten Prüfungsschwerpunkte der DPR ist bei der Aufstellung der Jahresabschlüsse für nun aber besonderes Augenmerk auf diese Problematik zu richten: Zwar mag es im Einzelfall gelingen, die BaFin davon zu überzeugen, dass die Fehlerveröffentlichung in Bezug auf die Darstellung der Prozessrisiken überwiegende Interessen des Unternehmens verletzen würde.

Dies wird jedoch aus den angeführten Gründen die Ausnahme sein. Emittenten sollten daher bereits bei der Abschlusserstellung insbesondere auch auf ein konsistentes Gesamtbild bei der Finanzberichterstattung achten, da Ansatz und Bewertung von Rückstellungen für Prozessrisiken auch im Einklang mit der Berichterstattung im Konzern- Lagebericht stehen müssen.

Empfehlung Mit Blick auf die nun kommunizierten Prüfungsschwerpunkte der DPR für im Rahmen des Enforcement -Verfahrens ist allen Emittenten, die bedeutende Rechtsstreitigkeiten führen oder von relevanten Prozessrisiken betroffen sind, zu empfehlen, die Darstellung in den Jahresabschlüssen für nicht nur mit ihren Abschlussprüfern, sondern auch eng mit den die Prozessmandate begleitenden Rechtsanwälten und Kapitalmarktrechtsexperten abzustimmen.

Obwohl der Zweck des Konzernlageberichts nicht explizit im Gesetz definiert wird, ergibt sich dieser aus seiner Funktion als Berichtsinstrument und seinen Inhalten. Beurteilungen durch das Management dem Adressaten ein wirtschaftliches Gesamtbild des Konzerns zu vermitteln. Im Rahmen der externen Rechnungslegung hat der Konzernlagebericht aufgrund seines Rechenschafts- und Informationszwecks mit seiner gezielt zukunftsorientierten Berichterstattung signifikant an Bedeutung gewonnen.

Value-Reporting [29] die Zielsetzung, die Aktienkursentwicklung mittels einer anlegerfreundlichen Informationspolitik günstig zu beeinflussen und Informationsasymmetrien [30] zwischen Anlegern und dem Management des Konzerns zu reduzieren. Hierin hat der deutsche Gesetzgeber die Anforderungen an die Berichterstattung in Geschäftsberichten aus der 4. Dadurch wurde der Konzernlagebericht zu einem eigenständigen Berichtsinstrument.

Als weitere Berichtspflichten kamen Angaben zur Forschung und Entwicklung sowie zur weiteren Entwicklung neu hinzu.

Die Berichtsinhalte des Konzernlageberichts wurden wesentlich mit dem im Jahr in Kraft getretenen Bilanzrechtsreformgesetzes BilReG [40] erweitert. Mit dieser Reform wurde die europäische Modernisierungsrichtlinie [41] mit dem Ziel, den Informationsgehalt und die zwischenbetriebliche Vergleichbarkeit zu verbessern, in nationales Recht übernommen. Ebenso hat eine dem Umfang und der Komplexität der Geschäftstätigkeit gerecht werdende Analyse des Geschäftsverlaufs und der Lage zu erfolgen.

Die Risikoberichterstattung wurde um die Aufnahme der Chancen der zukünftigen Entwicklung erweitert, womit neben den negativen auch über positive Aspekte zu berichten war. Börsennotierte Aktiengesellschaften wurden im Jahr durch das Vorstandsvergütungs-Offenlegungsgesetz VorstOG [46] verpflichtet, die Grundzüge des Vergütungssystems für Vorstände und Aufsichtsräte im Konzernlagebericht anzugeben.

Zielsetzung dabei war es, im Kontext der damaligen Corporate-Governance-Diskussion mehr Transparenz für die Aktionäre zu schaffen. Hierin wurde die Versicherung der gesetzlichen Vertreter sog. Konzernlageberichtseid für bestimmte kapitalmarktorientierte Konzerne [52] eingeführt.

Zusammen mit dem Konzernlagebericht und dem Konzernjahresabschluss bildet die Versicherung der gesetzlichen Vertreter den Finanzbericht, welcher als Begriff mit dem Transparenzrichtlinie-Umsetzungsgesetz eingeführt wurde.

Mit dem Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz BilMoG [54] im Jahr erfolgte die Umsetzung der Abänderungsrichtlinie [55] und der Abschlussprüferrichtlinie [56] in deutsches Recht. Die Anforderungen an die Konzernlageberichterstattung wurden mit der Zielsetzung erweitert, die Transparenz zu erhöhen und damit das Vertrauen in die Lageberichterstattung zu stärken.

Zur Konkretisierung der gesetzlichen Anforderungen zur Konzernlageberichterstattung hat das Deutsche Rechnungslegungs Standards Committee e.

Mit der internationalen Harmonisierung der Managementberichterstattung, der Nachhaltigkeitsberichterstattung und der integrierten Berichterstattung sind drei wesentliche Entwicklungen zu beobachten, die zunehmend in der Praxis der Unternehmensberichterstattung an Bedeutung gewinnen.

Hierin sollen die Vorgaben der europäischen Bilanzrichtlinie [63] in nationales Recht umgesetzt werden. Für kapitalmarktorientierte Kapitalgesellschaften i. Die Konzernlageberichterstattung dient, wie zuvor beschrieben, dem primären Zweck entscheidungsrelevante Informationen an die Adressaten zu vermitteln. Eine Abgrenzung letzterer ist insofern erforderlich, da nicht alle Personen und Unternehmen mit Zugang zum Konzernlagebericht auch dessen Adressaten sind.

Zu dem Kreis der Adressaten zählen die Anteilseigner bzw. Investoren Shareholder des berichtenden Konzerns, da die bereitgestellten Informationen über die wirtschaftliche Lage und die Zukunftsperspektiven des Konzerns entscheidend für deren weitere Dispositionsentscheidungen sind.

Kreditinstitute, mit ihrem Interesse an der Werthaltigkeit ihrer Forderungen den Adressaten zugeordnet. Der breiten Öffentlichkeit und dem Staat ist ein schutzwürdiges Informationsinteresse in der Vergangenheit nicht zugestanden worden, da deren Interesse nicht konkret genug ist und einen eher allgemeinen Charakter im Sinne einer Empfängereigenschaft hat.

Wettbewerber besitzen kein schutzwürdiges Interesse an den Informationen des berichtenden Konzerns, [78] da sie nicht zum Erhalt des Unternehmens beitragen. Sie gehören demnach nicht zum Kreis der Adressaten. Als Konkurrenten sind sie Interessenten und damit auch Empfänger des Konzernlageberichts, da sie aus den Berichtsangaben eventuell Erkenntnisse über Pläne und Vorhaben sowie über die voraussichtliche Entwicklung gewinnen können. Dies beinhaltet die für die Geschäftstätigkeit bedeutsamsten finanziellen und nicht-finanziellen Leistungsindikatoren, die unter Bezugnahme auf den Konzernabschluss zu erläutern sind.

Für die formale Gestaltung des Konzernlageberichts gibt es keine gesetzliche Regelung, sie obliegt der Konzernleitung. Lediglich die Erklärung zur Unternehmensführung hat einen gesonderten Abschnitt im Bericht zu bilden.

Neben den gesetzlichen Anforderungen an den Konzernlagebericht sind von den Konzernen die Deutschen Rechnungslegungsstandards zu berücksichtigen, von denen der DRS 20 im Folgenden genauer erläutert wird. Neben diesen Änderungen und erweiterten Anforderungsprofilen für einzelne Berichtsinhalte haben sich darüber hinaus einige grundlegende Unterschiede zum Vorgängerstandard ergeben, von denen einige im Folgenden kurz dargestellt werden: Grundsatz der Informationsabstufung, nur für kapitalmarktorientierte Unternehmende geltende K-Ziffern.

B6 und zum anderen durch die Formulierungen, wie z. Mutterunternehmen und Konzernleitung hervorgeht. Nach herrschender Kommentarmeinung wird eine Ausstrahlungswirkung des Standards auf den Jahresabschluss und damit auf den Lagebericht zum Jahresabschluss gesehen. Der Standard formuliert sechs Grundsätze der Konzernlageberichterstattung, zu denen neben Vollständigkeit, Verlässlichkeit und Ausgewogenheit, Klarheit und Übersichtlichkeit auch die Vermittlung der Sicht der Konzernleitung, Wesentlichkeit und Informationsabstufung zählt.

Die Beachtung dieser Grundsätze stellt die Rechenschafts- und Informationsfunktion sowie die formalen Rahmenbedingungen des Konzernlageberichts sicher.

Um dem Grundsatz der Vollständigkeit Folge zu leisten, fordert der Standard eine umfassende Darlegung sämtlicher relevanter Daten, die für den Adressaten zur umfassenden Beurteilung der Geschäftslage und der Verwendung der Ressourcen notwendig sind [] und zielt damit auf eine qualitative Vollständigkeit des Lageberichts ab. Der Erläuterungsbericht sollte einzelne Positionen der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung näher erklären bzw. Der Lagebericht hatte die Aufgabe, ein umfassendes Bild über die wirtschaftliche Situation und Entwicklung der Gesellschaft zu vermitteln.

Dies wurde insbesondere durch den Wirtschaftlichkeitsbericht erreicht, der die Lage und künftige Entwicklung des Unternehmens darstellen sollte. Darüber hinaus konnten im freiwilligen Sozialbericht, Risikobericht und ggf. Umweltbericht die sozialen Leistungen und ökologischen Verhältnisse der Gesellschaft beschrieben werden. Diese Funktionen des alten aktienrechtlichen Geschäftsberichtes haben heute der Lagebericht und der Anhang zum Jahresabschluss übernommen, weil sich die Legaldefinition des Geschäftsberichts nicht durchgesetzt hatte.

Dann muss der Geschäftsbericht zumindest den Lagebericht, den Jahresabschluss, den Gewinnverwendungsvorschlag soweit er sich nicht bereits aus dem Jahresabschluss ergibt , den Bestätigungsvermerk des Wirtschaftsprüfers zu Jahresabschluss und Lagebericht und den Bericht des Aufsichtsrates sowie die Entsprechenserklärung zum Corporate Governance Kodex beinhalten. Auch viele Unternehmen, die nicht publizitätspflichtig sind, veröffentlichen Geschäftsberichte.

Diese enthalten neben der Selbstdarstellung des Unternehmens in der Regel nur ausgewählte Zahlen zum Jahresabschluss. Die Hauptversammlung hat in den ersten acht Monaten des Geschäftsjahrs stattzufinden. Der Quartalsbericht gehört zur Zwischenberichterstattung und stellt die zwischen zwei Bilanzstichtagen im 3-Monats-Rhythmus stattfindende unterjährige Berichterstattung von Aktiengesellschaften dar.

Die Unterlagen müssen nach denselben Rechnungslegungsgrundsätzen erstellt werden wie der Jahresabschluss. Die in den Quartalsberichten veröffentlichten Zahlen werden häufig Quartalszahlen genannt. Der Quartalsbericht ist bereits in der Frühgeschichte der Industrialisierung nachzuweisen. So berichtet Georgius Agricola , dass die Anteilseigner im Bergbau in sogenannten Gewerken organisiert waren.

Über Thomas Mayrhofer

Zielsetzung dabei war es, im Kontext der damaligen Corporate-Governance-Diskussion mehr Transparenz für die Aktionäre zu schaffen.

Closed On:

Wichtig bei der Auswahl des richtigen Unternehmens ist dabei, die Geschäftsberichte der Hauptgesellschaft zu finden. Investoren Shareholder des berichtenden Konzerns, da die bereitgestellten Informationen über die wirtschaftliche Lage und die Zukunftsperspektiven des Konzerns entscheidend für deren weitere Dispositionsentscheidungen sind.

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