Dezember 2018

Die Vereinten Nationen in Wien

Ihr Kontakt zur IHK.

Es wird eng auf den Wasserstraßen der Welt: Satellitendaten der norwegischen Raumfahrtbehörde zeigen, wo besonders viele Schiffe unterwegs sind. Die Bilder stammen von dem Nanosatelliten "AISSat. Trumps Kritik Wo Deutschland und China wirklich zu protektionistisch sind. US-Präsident Trump wettert im Handelsstreit gegen Deutschland und China.

Inhaltsverzeichnis

Trumps Kritik Wo Deutschland und China wirklich zu protektionistisch sind. US-Präsident Trump wettert im Handelsstreit gegen Deutschland und China.

Dies kann im Ergebnis die Inflation und die Geldpolitik beeinflussen. Dies trifft möglicherweise am ehesten für Palmöl zu, da geographisch sein Hauptanbaugebiet im Pazifikraum liegt. Diese Aussage wird etwas relativiert durch die mögliche Substitution von Palmöl durch Sojaöl. Die Auswirkung auf Energieversorgungsunternehmen ist abhängig von ihren Standorten, Wasserkraftwerke sind am anfälligsten, was in einigen Ländern zu einer verstärkten Nachfrage nach Strom aus Wärmekraftwerken führen kann.

Es kann auch zu Auswirkungen auf den Versicherungs- und den Einzelhandelssektor kommen. Dürren und Überschwemmungen setzten den Agrarrohstoffen stark zu und auch die Minen zum Abbau von Kupfer mussten aufgrund starker Regenfälle und dadurch ausgelöster Erdrutsche ihre Produktion unterbrechen.

Da sich die Wetterbedingungen durch die Anomalie stark von den üblich vorherrschenden Bedingungen unterscheiden, nehmen die Ernteerträge in vielen Fällen stark ab. Trockenes Wetter und lang anhaltende Dürren können Angebot und Preise ebenso beeinflussen wie deutlich steigende Niederschläge, extreme Temperaturschwankungen oder Umweltkatastrophen.

The reasons are not completely clear. Additional information is necessary beyond the ENSO indices ONI and SOI to capture the complexity of the interaction between agricultural production, climate and oceanic temperatures and currents. All these variables, in turn, interact with other dynamic variables of vegetation development.

The real numbers of variables are unknown, making the situation more complex, while atmosphere, ocean and crop dynamics interact at different moments of time.

Auf eher isolierte lokale bzw. Dies trifft häufig auf lokale Nahrungsmittelmärkte der Dritten Welt zu. So darf die Betrachtung der Wirkung von ENSO auf die Agrarmärkte nicht vergessen lassen, dass die Effekte von Naturunbilden auf teilweise oder vollkommen subsistent wirtschaftende Betriebe in wenig entwickelten Regionen deutlich gravierender sind, da diese nicht über kompensierende Möglichkeiten verfügen, die ein globaler Markt dessen Akteuren bietet.

Diese Differenzierung wird in Darstellungen der Wirtschaftspresse häufig vernachlässigt. Auch bei weltmarktgehandelten Rohstoffen ist zu unterscheiden zwischen den Auswirkungen von ENSO auf den Weltmarktpreis und denen, die die einzelnen Produzenten Produktionsgebiete betreffen, benachteiligend oder auch begünstigend.

In diesem Zeitraum ist die Verflechtung der Agrarmärkte über den Agrarhandel und die internationalen Terminmärkte erheblich gewachsen und damit auch die Reaktion der Märkte auf wirkliche oder auch nur erwartete Veränderungen in Produktion und Welthandel.

Unter beiden Bedingungen gibt es deutliche Unterschiede von einem gleichartigen Ereignis zum nächsten. Das Ergebnis dieses Papers wird aber nicht generell geteilt. Der Analyst Olaf Zinke agrarmanager So haben etwa ausgiebige Regenfälle vor der Aussaat oder während wichtiger Wachstumsphasen in Süd- und Nordamerika entsprechend positive Auswirkungen auf die Produktion.

Innerhalb der durch Wetterunsicherheiten gekennzeichneten Angebotssituation bei den oben erwähnten Rohstoffen spielen spezielle Wetterphänomene die Rolle eines Verstärkers. Erhöhte Regenfälle können je nach Region und Zeitraum positive Auswirkungen auf die Erträge haben, während sie in anderen Regionen und einige Wochen früher oder später den Wachstumsverlauf der Pflanzen negativ beeinflussen.

Die selbst erstellte Grafik basiert auf einer Datenreihe zu den Kokosölpreisen, die uns freundlicherweise von der früheren Spezialchemie-Firma Cognis zur Verfügung gestellt wurde, sowie auf den Zeitreihen zum MEI.

Da in Sommer- und Winterweizen unterschieden werden kann, müssen nicht nur die Ernte- und Anbaubedingungen im Sommer beobachtet werden, sondern auch die der Wintermonate. Gerade im Winter und Frühling ist der Niederschlag vor allem im Osten des Landes deutlich verringert und schmälert den Ernteertrag damit dramatisch, wobei der Eintrittszeitpunkt des Wetterphänomens entscheidend für das Ergebnis der Ernte ist.

Laut der Universität Queensland und dem dort entwickelten Modell zur Bestimmung der Ernteerträge in Australien könnte das diesjährige Wetter einen stark negativen Einfluss in der Winter- Weizensaison haben. Im folgenden Erntejahr normalisierten sich die Erträge wieder. Generell ist ein Ertragsrückgang der Weizenernte von fast 50 Prozent möglich.

Andererseits darf nicht übersehen werden, dass der Weizenertrag generell stark wetterabhängig ist, auch unabhängig von ENSO-Einflüssen. Die globalisierte Weizenproduktion mindert die Auswirkungen von geringeren Weizenerträgen auf die weltweite Versorgung. In diesem sogenannten Wechseljahr fiel die Ernte für Mais deutlich schwächer aus. Dies ist mit Abstand das schlechteste Szenario für die Erträge und Mais. Sie verdeutlicht, dass die Erträge in China und Indien zurückgehen, wohingegen der zusätzliche Niederschlag in Nord- und Südamerika die Erträge steigert.

The 5-year running mean method was used to calculate normal yield. The pie diagrams indicate the percentages of harvested area in the aforementioned areas. All data in the pie diagrams are normalized to the global harvested area in Hier gilt es allerdings zu differenzieren: Der für die Produktion benötigte Monsun lässt deutlich nach und kann zu einer Verringerung der Erträge führen.

Auch in Australien und Teilen von Afrika kommt es zu Dürren. Wenn das Wetter in Brasilien allerdings zu feucht ist, verwenden die Zuckerproduzenten das durchtränkte Zuckerrohr zur Ethanolherstellung, anstatt Rohzucker zu exportieren.

In der Hälfte der Fälle sinkt die weltweite Zuckerproduktion, in der anderen Hälfte kommt es zu höherer Produktion mit gleichbleibenden bis niedrigeren Preisen. Die Regenfälle verzögern die Verarbeitung. Zudem können die Zuckerrohrernten in Thailand und Australien durch Trockenzeiten sowohl negativ als auch positiv beeinflusst werden. Aufgrund des Preisrückgangs bei Agrarrohstoffen wurde die Kuchenherstellung immer preiswerter. Leider hat sich das Blatt im letzten Quartal gewendet. Die Preise für Agrarrohstoffe sind nämlich wieder gestiegen im Gegensatz zur Entwicklung bei Nicht-Agrarrohstoffen und insbesondere Erdöl, dessen Preis jüngst auf den tiefsten Stand seit Ende der globalen Finanzkrise gesunken ist.

Nur wenige Monate später zeichnet sich nun ein klareres Bild ab, da die Auswirkungen jetzt weltweit in allen wichtigen Anbauregionen zu beobachten sind. Angesichts der im 4.

So entsteht ein grob geflochtener Korb von Agrarrohstoffen, mit dem sich die Entwicklung der Kuchenherstellungskosten demonstrieren lässt wobei Palmöl stellvertretend für Butter benutzt wird. Da der Preis für Zucker — dem wichtigsten Bestandteil der meisten Kuchen — deutlich gestiegen ist, verwundert es nicht, dass auch die Preise sämtlicher Kuchen gestiegen sind.

Etwas abgemildert wird dies durch die Tatsache, dass der Weizenpreis gefallen ist. Entsprechend wirken sich die Preissteigerungen bei Kakao und Kaffee in der entgegengesetzten Richtung aus. Allerdings ist dabei zu beachten, dass Schokoladenkuchen nicht einfach mit Kakao gleichzusetzen ist, denn seine Hauptzutat ist nicht Kakao, sondern Zucker. Schlechte Nachrichten also für den Kuchengenuss im neuen Jahr und für alle, die sich von ihrem nach Weihnachten noch übrig gebliebenen Geld mehr leisten wollen!

Im Gegensatz dazu ging aus den vor einer Woche veröffentlichten Daten der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen hervor, dass der Nahrungsmittelpreisindex für Dezember gesunken ist. Dieser Gesamtindex besteht aus fünf gewichteten Agrarrohstoffgruppen: Fleisch, Milchprodukte, Getreide, Pflanzenöle und Zucker.

Unabhängig davon, ob es dadurch zu einem Anstieg des gesamten Nahrungsmittelpreisindexes kommt, ist das Kuchenbacken in den letzten Monaten auf jeden Fall teurer geworden. Die globale Kakaoproduktion reagiert hochempfindlich auf klimatische Veränderungen. Die Preise für die Bohnen waren bei einer vierjährigen Rally bis um 60 Prozent nach oben geschossen. Im vergangenen Jahr hatte trockenes Wetter die Ernte belastet — auch in Westafrika, woher rund 70 Prozent des weltweiten Kakaobohnen-Angebots stammen.

Im Dezember stiegen die Terminkontrakte in London auf Pfund je Tonne — und damit auf den höchsten Wert seit Damals hatte ein Bürgerkrieg die Produktion an der Elfenbeinküste unterbrochen. Dies lag an der Tatsache, dass Afrika das Hauptanbaugebiet ist und es dort immer wieder zu geopolitischen, Finanzierungs- und Energieproblemen kam. Jeder Anstieg der Palmölpreise kann tendenziell durch eine erhöhte Sojabohnenproduktion in Nord- und Südamerika gebremst werden, da Palmöl durch Sojaöl ersetzt werden kann.

Energierohstoffe reagieren ebenfalls auf unterschiedliche Wetterbedingungen, da diese Auswirkungen auf die Produktionsmengen und auf die Nachfrage haben. Allerdings ist der Einfluss regional beschränkt. Im Spätjahr führte dies zu einem Preisrückgang bei Erdgas und Erdöl um ca. Entsprechend geringer gestalten sich der Heizbedarf und damit der Erdgasverbrauch. Die Asienkrise von reduzierte die Nachfrage nach Erdöl. Der El Nino setzte noch einen drauf, weil der niedrigere Heizbedarf sich nicht nur auf Erdgas, sondern auch auf den Ölpreis negativ auswirkte.

Auch im Jahr wirkt die asiatische Wirtschaft angeschlagen. Halten wir fest, dass das El-Nino Phänomen einen schwachen Ölpreis begünstigt.

Gewöhnlich gibt es auf den Metallmärkten nur geringe Einflüsse von Seiten des Wetters. Aber es gibt Ausnahmen. Vor der Küste Chiles, dem wichtigsten Kupferproduzenten der Welt, bilden sich durch die Erwärmung der Meeresoberfläche und das damit verbundene Tiefdruckgebiet Wolken und es kommt zu kräftigen Regenfällen.

Dadurch kann der Abbau und Transport von Kupfer verzögert bzw. Denkbar sind auch Erdrutsche oder Überschwemmungen, die die Minenproduktion kurzfristig unmöglich machen und die Angebotsseite belasten. Solche Angebotsausfälle können dem Kupferpreis Auftrieb geben.

Entsprechend ist hier nicht mit Beeinträchtigungen zu rechnen. Denn aufgrund von geringeren Regenfällen sind der Abbau und der Transport der Erze unproblematischer. Das höhere Angebot könnte auf den Preisen lasten. Andererseits kann es in manchen Regionen auch zu Niedrigwasser in Flüssen kommen, was den Abtransport der Rohstoffe erschwert und die Preise nach oben treibt. The Spokesman , Goldseiten. Bewässerung puffert die Auswirkungen des Klimas ab, und die Verbindungen zwischen ENSO und der Pflanzenproduktion sind deshalb weniger verbreitet, aber für Bewässerungskulturen oft komplexer als für Kulturen im Regenfeldbau.

Empirische Untersuchungen zum erfolgreichen Downscaling saisonaler Vorhersagen auf Farmbasis zeigen noch immer uneinheitliche Ergebnisse hinsichtlich Erfolg und Nutzen.

Auch gibt es Forschungsaktivitäten, die die Nutzung und den Wert von ENSO -Informationen für die Landwirtschaft untersuchen und dabei modellbasierte Studien zum ökonomischen Wert bestimmter Managemententscheidungen einbeziehen.

Firmen, die in die landwirtschaftliche Wertschöpfungskette eingebunden sind z. Krankheitserreger, die menschliche Krankheiten verursachen, reagieren gewöhnlich stark auf ihre Umgebung, und das Klima spielt eine wichtige Rolle bei der Bestimmung ihres räumlichen und jahreszeitlichen Auftretens.

Klimasensitive Krankheiten zeigen oft eine von Jahr zu Jahr unterschiedliche Ausprägung. Ein Teil dieser Variabilität wird wahrscheinlich durch nicht-klimatische Faktoren verursacht. Es gibt deutliche Hinweise, die eine substantielle Wirkung auf bestimmte parasitische, virale und bakterielle Infektionskrankheiten in verschiedenen Regionen der Erde nahelegen.

The health implications are usually more intense in developing countries with fewer capacities to reduce the health consequences.

Part of the response will be to provide additional health services to those in need, such as increased surveillance and emergency vaccination. Immediate needs also require funds to provide treatments for severely malnourished children in many countries, such as Ethiopia. Gerade Infektionskrankheiten, welche die Gesundheitsprobleme armer Bevölkerungsschichten in — vorrangig tropischen — Entwicklungsländern dominieren, sind nicht nur stark klimaabhängig, vielmehr kann auch ihre Bekämpfung von einer verbesserten ENSO -Vorhersagbarkeit profitieren.

Dazu gehören die von Überträgern verbreiteten Krankheiten z. Es gibt intensive Untersuchungen zum Zusammenhang zwischen ENSO und Cholera , einer verheerenden, aber leicht heilbaren epidemischen Krankheit, die durch das Bakterium Vibrio cholera verursacht wird.

Die natürlichen Lebensräume dieses alten Krankheitserregers sind Fluss-, Küsten- und Mündungsökosysteme, wo es zusammen mit Plankton , vor allem Copepoden auftritt. ENSO ist vielfach als eine Ursache für das Auftreten von zyklischen Cholera-Epidemien in verschiedenen Teilen der Erde ausgemacht worden, und zwar über den Zusammenhang mit der Erwärmung der Meeresoberflächentemperaturen von Küstengewässern, die Algenblüten verursacht, womit dann das Cholera-Bakterium begünstigt wird.

Ganzheitliche Betrachtungen zeigen gelegentlich vielfältige Wirkungspfade auf, nicht zuletzt sind dies Niederschlagsextreme, soziale Verwundbarkeiten oder lokale geographische Gegebenheiten.

Eine beständige Herausforderung bei der ENSO-bezogenen Forschung zur menschlichen Gesundheit, die auf beobachteten Phänomenen beruht, ist die Überprüfung, ob die identifizierten Bezüge zufällig oder ursächlich sind. Dort wo markante Auswirkungen auf die öffentliche Gesundheit eindeutig auf die Meeresoberflächentemperaturen im äquatorialen Pazifik und deshalb auf ENSO-Ereignisse zu beziehen sind und wo die kausalen Mechanismen klar verstanden sind, ist es der Wissenschaftsgemeinschaft gelungen, saisonale Klimavorhersagen zu machen, die auf die Entscheidungsträger im Gesundheitswesen zugeschnitten sind.

Solche Vorhersagen können in krankheitsbezogenen Frühwarnsystemen eingesetzt werden, wie sie für Malaria bereits entwickelt sind. Im Zusammenhang mit der menschlichen Gesundheit müssen auch die hydrometeorologischen Katastrophen genannt werden, die sich direkt auf die körperliche Unversehrtheit auswirken können oder über die Zerstörung von Infrastruktur und indirekt über ökonomische Verluste.

People living with HIV are particularly vulnerable to food insecurity, their situation compounded by lack of access to treatment and other health services in many countries. Droughts also reduce employment and income opportunities, and income shocks explain up to 20 per cent of variation in HIV prevalence across African countries.

People living with HIV have increased nutritional needs and reduced appetites. They are less able to absorb nutrients and often have reduced access to food due to morbidity. Malnourished people living with HIV are two to six times more likely to die in the first six months of treatment. Food insecurity pressures households into unsustainable coping strategies and can lead to HIV-risk behaviour e. Food insecurity and limited food consumption also reduce adherence to antiretroviral therapy ART , which can lead to drug resistance and increases in transmission.

Uninterrupted access and adherence to treatment is crucial to prevent later multi-drug resistant tuberculosis TB and treatment failures that lead to expensive secondary treatment regimes. Significant gaps in treatment and adherence, as well as the high rate of co-morbidity with TB, complicate the situation. The Southern Africa region generally suffers from unavailability of comprehensive HIV data and consistent analysis.

Few countries have functional surveillance systems in place, and HIV-impact surveillance indicators are not being adequately linked to food and nutrition assessments. Overview of impact, projected humanitarian needs and response OCHA, Trade winds have weakened in the Eastern Pacific, disrupting the normal ocean circulation pattern and allowing the Western Pacific warm pool to propagate eastward.

The deeper pool of warm water has curtailed the usual upwelling of deep water nutrients to the surface of the Eastern Pacific. This loss of the usual nutrient supply is evident in declining concentrations of sea surface chlorophyll, the green pigment that indicates the presence of phytoplankton.

Shades of blue indicate less chlorophyll and less phytoplankton. NOAA's standard 4-month bleaching outlook shows a threat of bleaching continuing in the Caribbean, Hawaii and Kiribati, and potentially expanding into the Republic of the Marshall Islands. An extended bleaching outlook showing the threat of bleaching expected in Kiribati, Galapagos Islands, the South Pacific, especially east of the dateline and perhaps affecting Polynesia, and most coral reef regions in the Indian Ocean.

Einer nur auf den ersten Blick abwegig erscheinenden Auswirkung waren Wissenschaftler auf der Spur: Es geht dabei um die Gestalt der Erde, das Geoid. Dieses würde durch klimabedingte Verlagerungen von Wassermassen in den Meeren, in den Ozeanen und auf den Landmassen Veränderungen erfahren. Dadurch würden die Tage minimal länger, erklärte die Nasa am Mittwoch. Der längste Tag sei der 5.

Februar gewesen, der 0,6 Millisekunden länger gedauert habe als üblich. Da die Summe aus den Bewegungen der Atmosphäre und dem Drehmoment der Erde aber konstant bleiben müsse, drehe die Erde sich zum Ausgleich langsamer. Der Effekt wurde auch später belegt: Abarca del Rio et al. Der Zusammenhang lässt sich mit den starken und ausgedehnten Anomalien des zonalen Winds erklären: Aufgrund der Drehimpulserhaltung muss sich der Drehimpuls der festen Erde und somit deren Winkelgeschwindigkeit entsprechend umgekehrt verhalten.

Da das Phänomen damals noch nicht bekannt war, hatte natürlich auch niemand versucht, die Dürre damit in Verbindung zu bringen.

Da aber keine genauen Jahreszahlen vorliegen, lässt sich das schwerlich überprüfen. Nach einer Forschergruppe um Solomon M. Für ihre im Wissenschaftsmagazin "Nature" veröffentlichte Studie werteten die Wissenschaftler Bürgerkriege in dem jährigen Untersuchungszeitraum aus, bei denen jeweils mehr als 25 Menschen umkamen; der Hälfte der Konflikte fielen sogar mehr als tausend Menschen durch Kämpfe zum Opfer.

Der Zusammenhang bleibe "reine Spekulation". Die Leute hätten das Gefühl, nichts zu verlieren zu haben - und fingen Bürgerkriege an. Klimasimulationen kommen zu widersprüchlichen Ergebnissen. If they wanted to get things done, they could do them. There is nothing that prevents them from doing it. Für genauere Angaben bitte auf den jeweiligen Kontinent klicken oder unten weiterlesen.

Die mittleren Breiten sind durch eine hohe interne Variabilität gekennzeichnet, die sich aus der chaotischen Natur der Atmosphäre ableitet. Da solche Zeitreihen nur an einigen wenigen Stationen vorliegen, wird der Zusammenhang zwischen Tropen und mittleren Breiten zunehmend auch anhand von Klimamodellrechungen untersucht.

Mehrere Studien zeigen zwar, dass ENSO-Extreme das Strömungsfeld im atlantisch-europäischen Raum verändern können, diese aber verglichen mit den Änderungen im nordpazifischen Sektor wesentlich schwächer sind. Unklar ist gegenwärtig ferner, welchen relativen Einfluss extratropische gegenüber tropischen Meeresoberflächentemperaturanomalien auf die atmosphärische Zirkulation in den mittleren Breiten haben und inwieweit dadurch möglicherweise der ENSO-Einfluss überdeckt wird.

Das bedeutet, dass z. Schweizer Forscher Brönnimann u. Hingegen erfährt das südliche Europa und der Mittelmeerraum feuchtere und mildere Winter. Eine neuere Studie Butler et al. The Köppen classification maps show six major groups and 27 sub-groups of climate zones across Australia. These climate zones are defined with the climatic limits of native vegetation in mind. This method of classification is based on the concept that native vegetation is the best expression of climate in an area.

The six major classes are identified predominantly on native vegetation type, with the additional sub-groups taking into consideration seasonal distribution of temperature and precipitation:.

Kurze Beschreibung der Klimasituation Australiens und der benachbarten Inselwelt. Generell bestehen in Australien starke Klimaschwankungen, und zwar in Abhängigkeit von der Southern Oscillation. Die dortigen Niederschlagsvariabilitäten gehören zu den stärksten weltweit. Der randtropische Nordrand und ein Teil der Ostküste erhalten ihre konvektiven Hauptniederschläge im Südsommer durch Seewinde.

Dazu kommt oft verheerender Starkregen aus den wandernden Zyklonen , die über der warmen Korallensee und der Arafura-See entstehen. Einzelne Zyklonen aus den mittleren Breiten bringen dort Winterregen.

Auf der Südhalbkugel, wo es jenseits des Im Südwinter dominiert die Hochdrucklage, und kalte Meeresluft von S gelangt bis ins Innere des Kontinents, wo sie jegliches Vordringen von feuchtwarmer Luft aus dem N blockiert. Im Sommer tritt normalerweise eine Schwächung der Hochdrucklage ein.

Es gibt aber auch Jahre, in denen dies infolge von Anomalien in der tropischen Zirkulation nicht geschieht, wie z. Während der Niedrigphasen der Südlichen Oszillation verbreitete Tiefdrucklage und warme Wassertemperaturen im äquatorialen und östlichen Pazifik geht die Zahl der Zyklonen über Nordaustralien und Indonesien zurück und die zuvor erläuterten Blockierungssituationen werden häufiger.

Während der Hochphasen der Südlichen Oszillation ausgeprägte Hochdrucklage und kalte Wassertemperaturen im Ostpazifik ist die Zyklogenese um Australien sehr aktiv. February 8th , a massive reddish-brown cloud advanced on the city of Melbourne.

Jährliche Variationen des Southern Oscillation Index. Aber die Effekte in Australien müssen nicht gleichfalls extrem ausfallen. Während damals Indonesien von schweren Dürren und Waldbränden betroffen war, blieben die Auswirkungen in Australien vergleichsweise schwach. Die Variabilität der Auswirkungen erschwert die Planungen hinsichtlich landwirtschaftlichem Anbau, hydrologischer Versorgungssicherheit oder Katastrophenvorsorge trotz der Möglichkeit der relativ zeitnahen Vorhersage eines ENSO -Ereignisses mit Hilfe des Monitorings von Southern Oscillation und Meeresoberflächentemperatur sowie der nachfolgenden Datenprozessierung in Klimamodellen.

Da der Indik Quellregion der Australien beeinflussenden Luftmassen ist, bewirken positive IOD-Phasen vor allem eine Verringerung der Niederschläge über dem Kontinent, negative eher eine Zunahme aufgrund erhöhter Konvektion über den wärmeren Meeresoberflächen. Jahrhundert und zu Beginn des Die Folgen des Regenmangels waren alleine schon gravierend für die im Wesentlichen auf Landwirtschaft basierende Gesellschaft der damaligen Zeit, sie wurden aber durch unangepasste Landnutzung noch zusätzlich verschlimmert.

Feuer in der Region Gippsland - Gemälde von John Longstaff In February , bushfires swept through the Gippsland region destroying farm lands and burgeoning townships. The fires were so fierce and extensive that observers dubbed it Black Monday comparing the severity of the event to the infamous Black Thursday fires 12 years earlier.

This succession of natural disasters demoralised rural communities and devastated agricultural endeavors. Die schlimmsten Fluten seit 50 Jahren haben im Spätjahr unter anderem das somalische Dorf Yagloo unter Wasser gesetzt. Hunderte Menschen ertranken, verhungerten, erlagen Krankheiten wie Cholera und Malaria oder wurden wurden von Krokodilen gefressen. Satellitenbild des überschwemmten Gebiets um den kenianischen Fluss Tana vom 6. Die Niederschläge trafen auf einen durch vorangegangene Dürren gehärteten Boden.

Zusätzlich mussten vorsorglich aus Staudämmen Wassermassen abgelassen werden. In hunderten Dörfen litten Menschen Not. The typical rainfall anomaly associated with ENSO is a dipole rainfall pattern: Eastern Africa is in phase with warm ENSO episodes, whereas southern Africa is negatively correlated with these events.

Humans have adapted to patterns of climate variability through land-use systems that minimize risk, with agricultural calendars that are closely tuned to typical conditions and choices of crops and animal husbandry that best reflect prevailing conditions. Rapid changes in this variability may severely disrupt production systems and livelihoods, leaving little room for adaptation.

Interannual variability of the African climate is determined by several factors. ENSO is the most dominant perturbation responsible for interannual climate variability over eastern and southern Africa. Although predictions of ENSO have improved over the years, a lot remains to be done before scientists are able to predict spatial patterns of impacts with certainty to allow adaptive responses to be developed.

The oceans seem to play an important role in affecting rainfall particularly for East Africa in the case of the Indian Ocean. Sea-surface temperatures are thus an important indicator for monitoring drought and heavy rain conditions over Africa. Dark colors show that the spatial extent of drought covers several countries in Southern Africa.

High temperatures and prolonged dryness occurred during January through March, which is when crops in the region reach critical pollination and grain-filling stages. The image shows plant growth during the growing season for the crop normally harvested in June and July. Where there were more leafy photosynthesizing plants than average, the image is green. Brown indicates that plants were sparser or growing less than average. Broad swaths of East Africa are brown, pointing to poor plant growth during the growing season.

Over the past three months, tens of thousands of people have died in Somalia, and, as the image shows, the current harvest is unlikely to bring relief. Based partly on satellite images like this one, FEWS NET predicts that famine conditions will spread across all of southern Somalia in the next month or two. The drought behind the crisis is the worst in the region in the last 60 years, with some areas experiencing one of the driest years on record.

Indian Institute of Tropical Meteorology. The All-India area-weighted mean summer monsoon rainfall, based on a homogeneous rainfall data set of raingauges in India is widely considered as a reliable index of summer monsoon activity over the Indian region. Long time series of this index since have revealed several interesting aspects of the interannual and decadal-scale variations in the monsoon as well as its regional and global teleconnections. This figure shows the time series evolution of AISMR anomalies, expressed as percent departures from its long-term mean, over more than a century in the past.

Prediction of the future evolution of the monsoon activity, at least a season in advance, remains a difficult challenge.

During the period , there were 19 major flood years, defined as years with AISMR in excess of one standard deviation above the mean i. During the period , there were 24 major drought years, defined as years with AISMR less than one standard deviation below the mean i.

Gehn wir nun vom Lande aufs Wasser, so bietet sich uns allein in den letzten zwanzig Jahren eine noch ganz anders durchgreifende Umwälzung. Das Schlachtschiff des Krimkriegs war der hölzerne Zwei- und Drei- decker von 60 bis Kanonen, der vorzugsweise noch durch Segel bewegt wurde und nur zur Aushülfe eine schwache Dampfmaschine hatte. Er führte hauptsächlich 32pfünder von etwa 50 Zentner Rohrgewicht, daneben nur wenige 68pfünder von 95 Zentner. Gegen Ende des Kriegs traten eisengepanzerte schwimmende Batterien auf, schwerfällige, fast unbewegliche, aber dem damaligen Geschütz gegenüber unverletzliche Ungeheuer.

Aber der artilleristische Fortschritt überholte bald die Panzerung; für jede Panzerstärke, die nach der Reihe angewandt wurde, fand sich ein neues, schwereres Geschütz, das sie mit Leichtigkeit durchschlug.

Das heutige Schlachtschiff ist ein riesiger gepanzerter Schraubendampfer von 8. Alle türkischen, fast alle russischen, die meisten deutschen Panzerschiffe sind in England gebaut; Panzerplatten von irgendwelcher Brauchbarkeit werden fast nur in Sheffield gemacht; von den drei Eisenwerken Europas, die allein imstande sind, die schwersten Geschütze zu liefern, kommen zwei Woolwich und Elswick auf England, das dritte Krupp auf Deutschland.

Wir dagegen haben durchaus keinen Grund, uns zu ärgern, wenn wir sehn, wie in diesem Wettkampf zwischen Panzer und Geschütz das Schlachtschiff bis zu der Spitze der Künstlichkeit ausgebildet wird, die es ebenso unerschwinglich wie kriegsunbrauchbar macht 2 , und wie dieser Kampf damit auch auf dem Gebiet des Seekriegs jene innern dialektischen Bewegungsgesetze offenbart, nach denen der Militarismus, wie jede andre geschichtliche Erscheinung, an den Konsequenzen seiner eignen Entwicklung zugrunde geht.

Indes, wozu das alles? Die Aufrichtung einer ökonomischen Herrschaft über die Dinge hat die politische, soziale und ökonomische Herrschaft des Menschen über den Menschen zur Voraussetzung gehabt.

Was möchte wohl die Kraft des einzelnen, die sich höchstens mit den Kräften der Familienhülfe ausgestattet sähe, für eine umfangreichere Ackerkultur bedeutet haben und bedeuten? In den spätern Perioden der Entwicklung ist diese Knechtung gemildert worden Auf der letztern beruht also die praktische Möglichkeit derjenigen Art des heutigen Reichtums, welcher sich in der umfangreicheren Bodenherrschaft und!

Selbstverständlich sind alle andern Gattungen des Verteilungsreichtums geschichtlich auf ähnliche Weise zu erklären, und die indirekte Abhängigkeit des Menschen vom Menschen, welche gegenwärtig den Grundzug der ökonomisch am weitesten entwickelten Zustände bildet, kann nicht aus sich selbst, sondern nur als eine etwas verwandelte Erbschaft einer frühern direkten Unterwerfung und Enteignung verstanden und erklärt werden.

Der Mann, der sich so gewaltig über den beschränkten Horizont der Universitätsprofessoren erbost, er steht auf dem Gebiet des deutschen Rechts noch heute höchstens da, wo die Professoren vor zwanzig Jahren standen. Im ganzen Orient, wo die Gemeinde oder der Staat Grundeigentümer ist, fehlt sogar das Wort Grundherr in den Sprachen, worüber sich Herr Dühring bei den englischen Juristen Rats erholen kann, die sich in Indien ebenso umsonst mit der Frage abquälten: Im Mittelalter herrscht in ganz Europa namentlich bei der Urbarmachung von Ödland die Bauernkultur vor, wobei es für die vorliegende Frage gleichgültig ist, ob und welche Abgaben diese Bauern an irgendwelchen Feudalherrn zu zahlen hatten.

In Australien und Neuseeland sind alle Versuche der englischen Regierung, eine Bodenaristokratie künstlich herzustellen, gescheitert. Wo er im Altertum auftritt, wie in Italien, macht er nicht Wüstland urbar, sondern verwandelt das von Bauern urbar gemachte Ackerland in Viehweide, entvölkert und ruiniert ganze Länder. Und auch das nicht ohne Gegengewicht. Womit er sich natürlich die Mühe erspart, über die Entstehung z.

Es handelt sich also immer noch um die Erklärung der Herrschafts- und Knechtschaftsverhältnisse. Wie die Menschen ursprünglich aus dem Tierreich - im engern Sinne - heraustreten, so treten sie in die Geschichte ein: Es herrscht eine gewisse Gleichheit der Lebenslage und für die Familienhäupter auch eine Art Gleichheit der gesellschaftlichen Stellung - wenigstens eine Abwesenheit von Gesellschaftsklassen, die noch in den naturwüchsigen, ackerbautreibenden Gemeinwesen der spätern Kulturvölker fortdauert.

Dergleichen Beamtungen finden sich in den urwüchsigen Gemeinwesen zu jeder Zeit, so in den ältesten deutschen Markgenossenschaften und noch heute in Indien. Sie sind selbstredend mit einer gewissen Machtvollkommenheit ausgerüstet und die Anfänge der Staatsgewalt. Diese Organe, die schon als Vertreter der gemeinsamen Interessen der ganzen Gruppe, jedem einzelnen Gemeinwesen gegenüber eine besondre, unter Umständen sogar gegensätzliche Stellung haben, verselbständigen sich bald noch mehr, teils durch die, in einer Welt, wo alles naturwüchsig hergeht, fast selbstverständlich eintretende Erblichkeit der Amtsführung, teils durch ihre, mit der Vermehrung der Konflikte mit andern Gruppen wachsende Unentbehrlichkeit.

Wie diese Verselbständigung der gesellschaftlichen Funktion gegenüber der Gesellschaft mit der Zeit sich bis zur Herrschaft über die Gesellschaft steigern konnte, wie der ursprüngliche Diener, wo die Gelegenheit günstig, sich allmählich in den Herrn verwandelte, wie je nach den Umständen dieser Herr als orientalischer Despot oder Satrap, als griechischer Stammesfürst, als keltischer Clanchef usw.

Neben dieser Klassenbildung ging aber noch eine andre. Die naturwüchsige Arbeitsteilung innerhalb der ackerbauenden Familie erlaubte auf einer gewissen Stufe des Wohlstands die Einfügung einer oder mehrerer fremden Arbeitskräfte. Dies war besonders der Fall in Ländern, wo der alte Gemeinbesitz am Boden bereits zerfallen oder doch wenigstens die alte gemeinsame Bebauung der Einzelbebauung der Bodenanteile durch die entsprechenden Familien gewichen war.

Aber das eigne Gemeinwesen und der Verband, dem es angehörte, lieferte keine disponiblen, überschüssigen Arbeitskräfte. Der Krieg dagegen lieferte sie, und der Krieg war so alt wie die gleichzeitige Existenz mehrerer Gemeinschaftsgruppen nebeneinander. Die Sklaverei war erfunden. Ohne die Grundlage des Griechentums und des Römerreichs aber auch kein modernes Europa.

In diesem Sinne sind wir berechtigt zu sagen: Ohne antike Sklaverei kein moderner Sozialismus. Wir erfahren damit aber kein Wort darüber, wie diese Einrichtungen entstanden sind, warum sie bestanden und welche Rolle sie in der Geschichte gespielt haben. Nur wo sie sich auflösten, sind die Völker aus sich selbst weiter vorangeschritten, und ihr nächster ökonomischer Fortschritt bestand in der Steigerung und Fortbildung der Produktion vermittelst der Sklavenarbeit.

Die einfachste, naturwüchsigste Form dieser Arbeitsteilung war eben die Sklaverei. Bei den geschichtlichen Voraussetzungen der alten, speziell der griechischen Welt konnte der Fortschritt zu einer auf Klassengegensätzen gegründeten Gesellschaft sich nur vollziehn in der Form der Sklaverei. Denn mit demselben Recht könnten wir sagen, die Lohnarbeit sei nur zu erklären als eine gemilderte Form der Menschenfresserei, der jetzt überall festgestellten, ursprünglichen Form der Verwendung der besiegten Feinde.

Hiernach ist es klar, welche Rolle die Gewalt in der Geschichte gegenüber der ökonomischen Entwicklung spielt. Zweitens, nachdem sich die politische Gewalt gegenüber der Gesellschaft verselbständigt, aus der Dienerin in die Herrin verwandelt hat, kann sie in zweierlei Richtung wirken.

In diesem Fall besteht kein Streit zwischen beiden, die ökonomische Entwicklung wird beschleunigt. Jede Eroberung durch ein roheres Volk stört selbstredend die ökonomische Entwicklung und vernichtet zahlreiche Produktivkräfte.

Wo aber - abgesehn von Eroberungsfällen - die innere Staatsgewalt eines Landes in Gegensatz tritt zu seiner ökonomischen Entwicklung, wie das bisher auf gewisser Stufe fast für jede politische Gewalt eingetreten ist, da hat der Kampf jedesmal geendigt mit dem Sturz der politischen Gewalt. Ausnahmslos und unerbittlich hat die ökonomische Entwicklung sich Bahn gebrochen - das letzte schlagendste Beispiel davon haben wir schon erwähnt: Hinge, nach Herrn Dührings Lehre, die Wirtschaftslage und mit ihr die ökonomische Verfassung eines bestimmten Landes einfach von der politischen Gewalt ab, so ist gar nicht abzusehn, warum denn es Friedrich Wilhelm IV.

Und das angesichts des hohen moralischen und geistigen Aufschwungs, der die Folge jeder siegreichen Revolution war! Und diese matte, saft- und kraftlose Predigerdenkweise macht den Anspruch, sich der revolutionärsten Partei aufzudrängen, die die Geschichte kennt? Ein aus reinen Vergnügungen bestehendes Spielen, ohne weitern ernsten Zweck führt bald zur Blasiertheit oder, was dasselbe ist, zum Verbrauch aller Empfindungsfähigkeit.

Wirkliche Arbeit in irgendeiner Form ist also das soziale Naturgesetz gesunder Gestalten Wären die Triebe und Bedürfnisse ohne ein Gegengewicht, so würden sie kaum ein kinderhaftes Dasein, geschweige eine geschichtlich gesteigerte Lebensentwicklung mit sich bringen.

Nachdem der Grund also gelegt, kann Herr Dühring weiterbauen. In Anwendung der mathematischen Methode gibt er uns zuerst, nach Vorgang des alten Euklid, eine Reihe von Definitionen. Dies ist doppelt unrichtig. Erstens war der Reichtum der alten Stamm- und Dorfgemeinden keineswegs eine Herrschaft über Menschen. Um den Reichtum vom ökonomischen Gebiet aufs moralische hinüberzuzerren.

Die Herrschaft über die Dinge ist ganz gut, aber die Herrschaft über die Menschen ist vom Übel; und da Herr Dühring sich selbst verboten hat, die Herrschaft über die Menschen aus der Herrschaft über die Dinge zu erklären, so kann er wieder einen kühnen Griff tun und sie kurzerhand erklären aus der beliebten Gewalt.

Und hiermit haben wir denn glücklich den Reichtum unter die beiden wesentlichen Gesichtspunkte der Produktion und Verteilung gebracht: Reichtum als Herrschaft über Dinge: Produktionsreichtum, gute Seite; als Herrschaft über Menschen: Auf die heutigen Verhältnisse angewandt, lautet dies: Zu solchem Unsinn führt es, wenn man über Ökonomie schreibt, ohne auch nur den Zusammenhang von Produktion und Verteilung begriffen zu haben.

Oder vielmehr, um Herrn Dühring kein Unrecht zu tun und den Widersinn seiner Definition mög- lichst in seinen eignen Worten wiederzugeben: Denn Seite 19 sagt er:. Wenn Hegel nicht längst verstorben wäre, er würde sich erhängen. Diesen Wert, der soviel verschiedne Werte ist als er Preise hat, hätte er mit aller Theologik nicht fertiggebracht. Damit wissen wir aber noch immer nicht, was der Wert ist und noch weniger, wonach er sich bestimmt.

Erstens kommt es drauf an, in welches Ding die Kraft hineingelegt wird, und zweitens, wie sie hineingelegt wird. Wir würden dann etwa wie folgt verfahren müssen, um zu einem Hemde zu kommen: Erstlich überwinden wir den Widerstand des Baumwollsamens gegen das Gesätwerden und das Wachsen, dann den der reifen Baumwolle gegen das Gepflückt-, Verpackt- und Verschicktwerden, dann den gegen das Ausgepackt-, das Gekratzt- und Gesponnenwerden, ferner den Widerstand des Garns gegen das Gewebtwerden, den des Gewebes gegen das Gebleicht- und Genähtwerden und endlich den des fertigen Hemdes gegen das Angezogenwerden.

Wozu all diese kindische Verkehrung und Verkehrtheit? Zwischen den Menschen und die Natur tritt eine hemmende Macht, und diese ist wiederum der Mensch. Der einzig und isoliert Gedachte steht der Natur frei gegenüber Höchst mannigfaltig sind die besondern Gestaltungen dieser künstlich gesteigerten Geltung der Dinge, die natürlich in einer entsprechenden Niederdrückung der Geltung der Arbeit ihr begleitendes Gegenstück hat Es ist daher eine Illusion, den Wert von vornherein als ein Äquivalent im eigentlichen Sinne des Wortes, d.

Diese wechselt mit der sozialen Verfassung, während der eigentliche ökonomische Wert nur ein der Natur gegenüber bemessener Produktionswert sein kann und sich daher nur mit den reinen Produktionshindernissen natürlicher und technischer Art ändern wird. Mit andern Worten, der heute geltende Wert ist ein Monopolpreis. Wenn nun, nach dieser Werttheorie, alle Waren einen solchen Monopolpreis haben, so sind nur zwei Fälle möglich.

Wie bestimmen sich die Preise der Lebensmittel? Geht in eine belagerte Stadt, wo die Zufuhr abgeschnitten ist, und erkundigt euch! Wie wirkt die Konkurrenz auf die Feststellung der Marktpreise?

Fragt das Monopol, es wird euch Rede stehn! Übrigens ist auch bei diesen Monopolen der Mann mit dem Degen in der Hand, der hinter ihnen stehn soll, nicht zu entdecken. Die Holländer haben mit ihrer Monopolisierung des ostindischen Handels ihr Monopol und ihren Handel zugrunde gerichtet. Sie hat sich dies Vergnügen in wenigen Jahren an die sechzig Millionen Rubel kosten lassen, und der Rubel steht jetzt unter zwei, statt über drei Mark.

Und wo ist der Degen, der auf dem Weltmarkt das Kommando führt? Weiter gibt es noch eine Hauptform, in der der Verteilungswert die Aneignung von Leistungen andrer ohne Gegenleistung vermittelt: Doch nicht ganz alles. Die letztere führt sich auf die Existenzzeit zurück, deren Selbst unterhaltung wiederum die Überwindung einer gewissen Summe von Ernährungs- und Lebensschwierigkeiten darstellt.

Das Gleichartige, wie es sich in jedem Wertausdruck und daher auch in den durch Verteilung ohne Gegenleistung angeeigneten Wertbestandteilen angezeigt und vertreten findet, besteht in dem Aufwand an Menschenkraft, die sich Was sollen wir nun hierzu sagen?

Wenn alle Warenwerte gemessen werden an dem in den Waren verkörperten Aufwand von Menschenkraft - wo bleibt da der Verteilungswert, der Preisaufschlag, die Bezollung? Wobei wir leider nicht erfahren, wie in einem unproduzierten Ding ein Kraftaufwand sich verkörpern soll. Herr Dühring sagt also, abgesehn von der Bodenrente und den paar Monopolpreisen, dasselbe, nur liederlicher und konfuser, was die verschriene Ricardo-Marxsche Werttheorie längst weit bestimmter und klarer gesagt hat?

Er sagt es, und er sagt im selben Atem das Gegenteil. Marx, von den Untersuchungen Ricardos ausgehend, sagt: Der Warenwert wird bestimmt durch die in den Waren verkörperte gesellschaftlich notwendige, allgemein menschliche Arbeit, die wieder nach ihrer Zeitdauer gemessen wird.

Vernachlässigen wir die auf purer Originalitätssucht beruhende Verwechslung der Arbeitszeit, auf die es hier allein ankommt, mit der Existenzzeit, die bisher noch nie Werte geschaffen oder gemessen hat. Der Wert einer Ware wird bestimmt durch die in ihr verkörperte Arbeitszeit, und der Wert dieser Arbeitszeit durch die zur Erhaltung des Arbeiters für diese Zeit erforderlichen Lebensmittel.

Hiermit sind wir endlich angekommen bei dem, was Herr Dühring eigentlich sagen will. Der Wert einer Ware bestimmt sich, nach vulgärökonomischer Redeweise, durch die Herstellungskosten;. Die Bestimmung des Warenwertes durch den Arbeitslohn, die bei Adam Smith noch häufig mit der Bestimmung des Werts durch die Arbeitszeit durcheinanderläuft, ist seit Ricardo aus der wissenschaftlichen Ökonomie verbannt und treibt heutzutage ihr Wesen nur noch in der Vulgärökonomie.

Soviel an dieser Vulgärökonomie, genausoviel ist an seinem Sozialismus. Beide stehn und fallen miteinander. Es ist doch klar: Der Wert, den ein Arbeiter in einem Arbeitstage von zwölf Stunden schafft, hat gar nichts gemein mit dem Wert der Lebensmittel, die er in diesem Arbeitstage und der dazu gehörenden Ruhepause verzehrt.

In diesen Lebensmitteln mag eine drei-, vier-, siebenstündige Arbeitszeit verkörpert sein, je nach dem Entwicklungsgrad der Ergiebigkeit der Arbeit. Um noch deutlicher zu sprechen: Ein Arbeiter auf dem Lande, gleichviel unter welchen gesellschaftlichen Verhältnissen, produziert eine Getreidesumme meinetwegen von zwanzig Hektoliter Weizen im Jahr. Er verbraucht während dieser Zeit eine Summe von Werten, die sich in einer Summe von fünfzehn Hektoliter Weizen ausdrückt. Dann haben die zwanzig Hektoliter Weizen denselben Wert wie die fünfzehn, und das auf demselben Markt und unter sonst sich vollständig gleichbleibenden Umständen, mit andern Worten, 20 sind gleich Und das nennt sich Ökonomie!

In der bisherigen Geschichte war dieser Fonds das Besitztum einer bevorzugten Klasse, der mit diesem Besitztum auch die politische Herrschaft und die geistige Führung zufielen.

Von zwei Dingen eins. Entweder bestimmt sich der Wert der Waren durch die Unterhaltskosten der zu ihrer Herstellung nötigen Arbeit, d.

Gesetzt, die Unterhaltungskosten eines Arbeiters seien in einer gegebnen Gesellschaft durch die Summe von drei Mark ausgedrückt.

Dann hat das Tagesprodukt des Arbeiters nach der obigen vulgärökonomischen Theorie den Wert von drei Mark. Nehmen wir nun an, der Kapitalist, der diesen Arbeiter beschäftigt, schlage auf dies Produkt einen Profit, eine Bezollung von einer Mark und verkaufe es für vier Mark. Dasselbe tun die andern Kapitalisten. Alsdann aber kann der Arbeiter seinen täglichen Unterhalt nicht mehr mit drei Mark bestreiten, sondern braucht dazu ebenfalls vier Mark. Was die Kapitalisten in der Gestalt von Profit der Arbeiterklasse entziehn, müssen sie ihr in der Gestalt von Lohn wiedergeben.

Wir sind genau so weit wie am Anfang; wenn der Arbeitslohn den Wert bestimmt, ist keine Ausbeutung des Arbeiters durch den Kapitalisten möglich. Es ist aber auch die Bildung eines Überschusses von Produkten unmöglich, denn die Arbeiter verzehren nach unsrer Voraussetzung genausoviel Wert, wie sie erzeugen. Und da die Kapitalisten keinen Wert erzeugen, ist sogar nicht einmal abzusehn, wovon sie leben wollen. Und nun möge der Leser sich von den fünf Sorten Wert, mit denen Herr Dühring uns aufwartet, selber diejenige aussuchen, die ihm am besten gefällt: Die Auswahl ist reichlich, die Konfusion vollkommen, und es bleibt uns nur noch übrig, mit Herrn Dühring auszurufen:.

In völliger Unklarheit verbleibt hierbei die Vorstellung von der Art, wie man den unterschiedlichen Wert der sogenannten qualifizierten Arbeit denken solle Allerdings kann auch nach unserer Theorie nur die verwendete Arbeitszeit die natürlichen Selbstkosten und mithin den absoluten Wert der wirtschaftlichen Dinge messen; aber hierbei wird die Arbeitszeit eines jeden von vornherein völlig gleichzuachten sein, und man wird nur zuzusehn haben, wo bei qualifiziertern Leistungen zu der individuellen Arbeitszeit des einzelnen noch diejenige andrer Personen Ob es ein Produktionswerkzeug der Hand oder die Hand, ja der Kopf selbst ist, was nicht ohne andrer Leute Arbeitszeit die besondre Eigenschaft und Leistungsfähigkeit erhalten konnte, darauf kommt für die strenge Gültigkeit der Theorie nicht das mindeste an.

Herr Marx wird aber in seinen Auslassungen über den Wert das im Hintergrund spukende Gespenst einer qualifizier- ten Arbeitszeit nicht los. Marx untersucht, wodurch der Wert der Waren bestimmt wird, und antwortet: Durch die in ihnen enthaltene menschliche Arbeit. Eine Ware mag das Produkt der kompliziertesten Arbeit sein, ihr Wert setzt sie dem Produkt einfacher Arbeit gleich und stellt daher selbst nur ein bestimmtes Quantum einfacher Arbeit dar. Es handelt sich hier bei Marx zunächst nur um die Bestimmung des Werts von Waren, also von Gegenständen, die innerhalb einer aus Privatproduzenten bestehenden Gesellschaft, von diesen Privatproduzenten für Privatrechnung produziert und gegeneinander ausgetauscht werden.

Dieser Wert, in dieser bestimmten geschichtlichen Fassung, erweist sich als geschaffen und gemessen durch die in den einzelnen Waren verkörperte menschliche Arbeit, und diese menschliche Arbeit erweist sich weiterhin als Verausgabung einfacher Arbeitskraft.

Das Produkt der Stunde zusammen- gesetzter Arbeit ist eine Ware von höherm, doppeltem oder dreifachem Wert, verglichen mit dem Produkt der Stunde einfacher Arbeit. Diese einfache, in der heutigen kapitalistischen Gesellschaft sich täglich vor unsern Augen vollziehende Tatsache ist es, die Marx hier konstatiert.

Befinden wir uns hier denn noch in der Gesellschaft der Fabrikanten? Mit den natürlichen Selbstkosten und dem absoluten Wert hat uns Herr Dühring einen Sprung machen lassen, einen wahren Salto mortale aus der gegenwärtigen schlechten Welt der Ausbeuter in seine eigne Wirtschaftskommune der Zukunft, in die reine Himmelsluft der Gleichheit und Gerechtigkeit, und wir müssen uns also diese neue Welt, wenn auch vorzeitig, hier schon ein wenig ansehn. Und wenn Herr Dühring, nicht zufrieden damit, dies dennoch zu tun, jene Sätze für die Grundsätze ausgibt, nach denen Marx die Verteilung der Lebensmittel in der sozialistisch organisierten Gesellschaft geregelt wissen wolle, so ist das eine Schamlosigkeit der Unterschiebung, die nur in der Revolverliteratur ihresgleichen findet.

Doch besehn wir uns die Gleichwertigkeitslehre etwas näher. Alle Arbeitszeit ist vollkommen gleichwertig, die des Karrenschiebers und die des Architekten. Also hat die Arbeitszeit, und damit die Arbeit selbst, einen Wert. Die Arbeit aber ist die Erzeugerin aller Werte. Sie allein ist es, die den vorgefundnen Naturprodukten einen Wert im ökonomischen Sinne gibt. Der Wert selbst ist nichts andres, als der Ausdruck der in einem Ding vergegenständlichten, gesellschaftlich notwendigen menschlichen Arbeit.

Die Arbeit kann also keinen Wert haben. Ebensogut wie von einem Wert der Arbeit sprechen und ihn bestimmen wollen, ebensogut könnte man vom Wert des Werts sprechen oder das Gewicht, nicht eines schweren Körpers, sondern der Schwere selbst bestimmen wollen. Indem er über den Wert der Arbeitszeit, d. Mit ihr fallen alle Versuche, die sich aus dem naturwüchsigen Arbeitersozialismus auf Herrn Dühring vererbt haben, die künftige Verteilung der Existenzmittel als eine Art höhern Arbeitslohns zu regulieren.

Ein schöner Sozialismus, der die Karrenschieber von Profession verewigt! Was bleibt also von der ganzen Gleichwertigkeit aller und jeder Arbeit? Nichts als die pure renommistische Phrase, die keine andre ökonomische Unterlage hat, als die Unfähigkeit des Herrn Dühring, zu unterscheiden zwischen Bestimmung des Werts durch die Arbeit und Bestimmung des Werts durch den Arbeitslohn - nichts als der Ukas, das Grundgesetz der neuen Wirtschaftskommune: Der Arbeitslohn für gleiche Arbeitszeit soll gleich sein!

Da hatten die alten französischen Arbeiterkommunisten und Weitling doch weit bessere Gründe für ihre Lohngleichheit. Wie löst sich nun die ganze wichtige Frage von der höhern Löhnung der zusammengesetzten Arbeit? Der Arbeiter selbst hat keinen Mehranspruch. Das Kapital soll sich aus dem Gelde erzeugen; es soll eine historische Phase bilden, die mit dem Jahrhundert, nämlich mit den für diese Zeit vorausgesetzten Anfängen zu einem Weltmarkt, beginnt.

Offenbar geht nun bei einer solchen Begriffsfassung die Schärfe der volkswirtschaftlichen Analyse verloren. Leichtfertigkeiten, die für tiefe logische Wahrheiten ausgegeben werden Also nach Marx soll sich das Kapital im Anfang des Jahrhunderts aus dem Geld erzeugen.

Es ist das, als ob man sagen wollte, das Metallgeld habe sich vor stark dreitausend Jahren aus dem Vieh erzeugt, weil früher unter anderm auch Vieh Geldfunktionen vertrat. Nur Herr Dühring ist einer so rohen und schiefen Ausdrucksweise fähig.

Historisch tritt das Kapital dem Grundeigentum überall zunächst in der Form von Geld gegenüber, als Geldvermögen, Kaufmannskapital und Wucherkapital Dieselbe Geschichte spielt täglich vor unsren Augen.

Jedes neue Kapital betritt in erster Instanz die Bühne, d. Unfähig, sie zu bestreiten, verdreht sie Herr Dühring: Das Kapital soll sich aus dem Geld erzeugen! Der einfache Warenbesitzer verkauft, um zu kaufen; er verkauft, was er nicht braucht, und kauft mit dem erhandelten Gelde das, was er braucht.

Der angehende Kapitalist kauft von vornherein das, was er nicht selbst braucht; er kauft, um zu verkaufen, und zwar um teurer zu verkaufen, um den ursprünglich in das Kaufgeschäft geworfnen Geldwert zurückzuerhalten, vermehrt durch einen Zuwachs an Geld, und diesen Zuwachs nennt Marx Mehrwert. Woher stammt dieser Mehrwert? Denn in beiden Fällen gleichen sich die Gewinne und Verluste jedes einzelnen gegenseitig aus, da jeder abwechselnd Käufer und Verkäufer ist.

Er kann auch nicht aus Prellerei stammen, denn die Prellerei kann zwar den einen auf Kosten des andern bereichern, nicht aber die von beiden besessene Gesamtsumme, also auch nicht die Summe der zirkulierenden Werte überhaupt vermehren. Wir sind also so weit wie am Anfang: Sie verbreitet helles Tageslicht über ökonomische Gebiete, wo früher Sozialisten nicht minder als bürgerliche Ökonomen in tiefster Finsternis herumtappten. Von ihr datiert, um sie gruppiert sich der wissenschaftliche Sozialismus.

Diese Lösung ist folgende. Und der Geldbesitzer findet auf dem Markt eine solche spezifische Ware vor - das Arbeitsvermögen oder die Arbeitskraft. Hervorhebungen von Engels Wenn, wie wir sahen, die Arbeit als solche keinen Wert haben kann, so ist das keineswegs der Fall mit der Arbeits kraft. Nehmen wir an, diese Lebensmittel repräsentieren, Tag für Tag, eine sechsstündige Arbeitszeit. Unser angehender Kapitalist, der zum Betrieb seines Geschäfts Arbeitskraft einkauft, d.

Sobald der Arbeiter nun sechs Stunden im Dienst des angehenden Kapitalisten gearbeitet hat, hat er diesem vollen Ersatz geleistet für seine Auslage, für den gezahlten Tageswert der Arbeitskraft. Damit aber wäre das Geld nicht in Kapital verwandelt, es hätte keinen Mehrwert erzeugt.

Der Käufer der Arbeitskraft hat daher auch eine ganz andre Ansicht von der Natur des von ihm abgeschlossenen Geschäfts. Der Geldbesitzer hat den Tageswert der Arbeitskraft gezahlt, ihm gehört daher auch ihr Gebrauch während des Tages, die tagelange Arbeit. Der Arbeiter lostet also dem Geldbesitzer nach unserer Annahme täglich das Wertprodukt von sechs Arbeitsstunden, aber er liefert ihm täglich das Wertprodukt von zwölf Arbeitsstunden.

Differenz zugunsten des Geldbesitzers - sechs Stunden unbezahlte Mehrarbeit, ein unbezahltes Mehrprodukt, in dem die Arbeit von sechs Stunden verkörpert ist. Das Kunststück ist gemacht. Mehrwert ist erzeugt, Geld ist in Kapital verwandelt. Und zwar tritt dieser freie Arbeiter uns in der Geschichte zuerst massenhaft gegenüber am Ende des fünfzehnten und Anfang des sechzehnten Jahrhunderts infolge der Auflösung der feudalen Produktionsweise.

Und was sagt Herr Dühring? So orakelhaft und loddrig dies auch wieder ausgedrückt ist, so ist doch soviel sicher: Mehrwert oder wenigstens Mehrprodukt bildet. Sie ist also geschichtlich entstanden, und Herr Dühring wiederholt uns auf Seite nur, was wir schon zehnmal gehört haben, wenn er ihre Entstehung erklärt vermittelst des altbekannten Abenteuers von den beiden Männern, von denen am Anfang der Geschichte der eine sein Produktionsmittel in Kapital verhandelt, indem er den andern vergewaltigt.

Aber nicht damit zufrieden, der sozialen Funktion, durch welche eine Wertsumme erst zu Kapital wird, einen geschichtlichen Anfang zuzuschreiben, prophezeit Herr Dühring ihr auch ein geschichtliches Ende. Wenn zwei dasselbe tun, so ist es nicht dasselbe. Wenn Marx sagt, das Kapital ist eine historische Phase, so ist das eine wüste Konzeption, ein Bastard historischer und logischer Phantastik, bei dem das Unterscheidungsvermögen samt allem ehrlichen Begriffsgebrauch untergeht.

Wenn Herr Dühring ebenfalls das Kapital als eine historische Phase darstellt, so ist das ein Beweis von Schärfe der volkswirtschaftlichen Analyse und von letzter und strengster Wissenschaftlichkeit im Sinne der exakten Disziplinen. Aber erst wenn das Produkt dieser Mehrarbeit die Form von Mehrwert annimmt, wenn der Eigner der Produktionsmittel den freien Arbeiter - frei von sozialen Fesseln und frei von eignem Besitz - als Gegenstand der Ausbeutung sich gegenüber vorfindet und ihn ausbeutet zum Zweck der Produktion von Waren , erst dann nimmt, nach Marx, das Produktionsmittel den spezifischen Charakter des Kapitals an.

Mit andern Worten, Herr Dühring annektiert die von Marx entdeckte Mehrarbeit, um damit den ihm augenblicklich nicht passenden, ebenfalls von Marx entdeckten Mehrwert totzuschlagen. Kapital und Profit, oder Kapital und Zins, sind in der klassischen Ökonomie ebenso untrennbar, stehn in derselben Wechselbeziehung zueinander wie Ursache und Wirkung, Vater und Sohn, gestern und heute.

Das Wort Kapital in seiner modern-ökonomischen Bedeutung kommt aber erst vor zu der Zeit, wo die Sache selbst auftritt, wo der bewegliche Reichtum mehr und mehr Kapitalfunktion erhält, indem er die Mehrarbeit freier Arbeiter ausbeutet, um Waren zu produzieren, und zwar wird es eingeführt durch die erste historische Kapitalisten-Nation, die Italiener des In der Tat geht es bei Herrn Dühring ganz anders her.

Ebensogut könnte Herr Dühring zuerst unter dem Namen Lokomotive auch Pferde, Ochsen, Esel und Hunde einbegreifen, weil man auch mit diesen Fuhrwerk fortbewegen kann, und den heutigen Ingenieuren vorwerfen, indem sie den Namen Lokomotive auf den modernen Dampfwagen beschränkten, machten sie ihn zu einer historischen Phase, verübten sie wüste Konzeptionen, Bastarde historischer und logischer Phantastik usw.

Das alles aber verschlägt nichts. Herrn Dühring bleibt darum doch der Ruhm, den Angelpunkt entdeckt zu haben, um den sich die ganze bisherige Ökonomie, die ganze Politik und Juristerei, mit einem Wort die ganze bisherige Geschichte bewegt.

In diesem einen Satz liest die ganze Verfassung der bisherigen ökonomischen Welt. Die Ausdehnung des Arbeitstages ist hiernach reiner Ausbeutungsgewinn zugunsten des Kapitalisten.

Nach Herrn Dühring wäre also der Marxsche Mehrwert weiter nichts, als was man in der gemeingültigen Sprache Kapitalgewinn oder Profit nennt. Hören wir Marx selbst. Der Mehrwert spaltet sich daher in verschiedne Teile. Seine Bruchstücke fallen verschiednen Kategorien von Personen zu und erhalten verschiedne, gegeneinander selbständige Formen, wie Profit, Zins, Handelsgewinn, Grundrente usw.

Diese verwandelten Formen des Mehrwerts können erst im Dritten Buch behandelt werden. Man kann sich nicht deutlicher ausdrücken.

Während Herr Dühring diese Freude an sich selbst erlebt, wollen wir zusehn, woher dieser gewaltigere Zorn stammt. Eine Antwort hierauf ist in der Marxschen Doktrin nicht anzutreffen, und zwar aus dem einfachen Grunde, weil in derselben nicht einmal die Aufwerfung der Frage einen Platz finden konnte.

Im Gegenteil hat sich immer das Politischsoziale aus dem Ökonomischen erklärt finden sollen. Wie die Frage hier gestellt wird, konnte also allerdings nicht einmal ihre Aufwerfung bei Marx einen Platz finden. Rationell gestellt, lautet sie: Wie verwandelt sich Mehrwert in seine Unterformen: Profit, Zins, Handelsgewinn, Grundrente usw.? Und diese Frage verspricht Marx allerdings, im dritten Buch zu lösen. Er kann nicht begreifen, wie die konkurrierender Unternehmer das volle Erzeugnis der Arbeit und hiermit das Mehrprodukt dauernd so hoch über den natürlichen Herstellungskosten verwerten können.

Das Mehrprodukt als solches hat bei Marx ja gar keine Herstellungskosten , es ist der Teil des Produkts, der dem Kapitalisten nichts kostet. Verwerten denn in der Tat die konkurrierenden Unternehmer nicht täglich das Erzeugnis der Arbeit über den natürlichen Herstellungskosten? Nach Herrn Dühring bestehn die natürlichen Herstellungskosten. Die Frage, die Herr Dühring, wie er glaubte, nur aufzuwerfen braucht, um damit das ganze Marxsche Gebäude umzublasen, wie weiland Josua die Mauern von Jericho, diese Frage existiert also auch für die ökonomische Theorie des Herrn Dühring.

Sehn wir, wie er sie beantwortet. Der Kapitalgewinn ist eine politische und soziale Institution, die mächtiger wirkt als die Konkurrenz. Die Unternehmer handeln in dieser Beziehung als Stand, und jeder einzelne behauptet seine Position.

Leider wissen wir auch jetzt noch immer nicht, wie die konkurrierenden Unternehmer imstande sind, das Erzeugnis der Arbeit dauernd über den natürlichen Herstellungskosten zu verwerten. Auch kann es nichts ausmachen, wenn, wie er sagt, die Unternehmer in dieser Beziehung als Stand handeln, und dabei jeder einzelne seine Position behauptet. Wir sollen ihm doch nicht etwa aufs Wort glauben, eine Anzahl Leute brauche nur als Stand zu handeln, damit jeder einzelne von ihnen seine Position behaupte?

Die Zünftler des Mittelalters, die französischen Adligen handelten bekanntlich sehr entschieden als Stand und sind doch zugrunde gegangen. Nicht einen Schritt näher zum Ziel kommen wir, wenn Herr Dühring uns mitteilt:. Nach der Bodenrente hat sich der Kapitalgewinn als eine zweite Form der Besitzrente ausgebildet. Es bleibt ihm nichts übrig, als kurzweg zu dekretieren: Die Gewalt verteilt - was? Der Gewinn, den die konkurrierenden Unternehmer in die Tasche stecken, ist etwas sehr Handgreifliches und Handfestes.

Die Gewalt kann ihn nehmen, aber nicht erzeugen. Und wenn Herr Dühring uns hartnäckig die Erklärung weigert, wie die Gewalt den Unternehmergewinn nimmt, so hat er gar nur Grabesschweigen als Antwort auf die Frage, woher sie ihn nimmt.

Wo nichts ist, hat der Kaiser, wie jede andre Gewalt, sein Recht verloren. Aus nichts wird nichts, namentlich nicht Profit. Wir mögen die Dühringsche Ökonomie anfassen, wo wir wollen, wir kommen keinen Schritt weiter. Vielleicht gelingt es uns, wenn wir bei seiner Behandlung des Arbeitslohns ansetzen.

Um sich die hier obwaltenden Verhältnisse recht entschieden klarzumachen, denke man sich Grundrente und weiterhin auch Kapitalgewinn zuerst geschichtlich ohne Arbeitslohn, also auf Grundlage der Sklaverei oder Hörigkeit Besitzrente ist aber, wie wir Seite erfahren, ein gemeinsamer Ausdruck für Bodenrente und Kapitalgewinn.

Herr Dühring führt uns von Überraschung zu Überraschung. In den beiden folgenden Kapiteln, die von den Einkünftearten handeln, also von Seite bis , ist von Aufschlag keine Rede mehr. Statt dessen teilt sich der Wert jedes Arbeitserzeugnisses, also jeder Ware, jetzt in folgende zwei Teile: Und dieser Reinertrag hat eine ganz bekannte, durch keine Tätowierung oder Anstreicherkunst zu verdeckende Physiognomie. Und wodurch anders als durch ihre unexakte Fassung unterscheidet sich die Dühringsche Besitzrente vom Marxschen Mehrwert?

Vorindustrielle Zeiten

Carla Schuld und Philipp Epstein 12e wurden darüberhinaus auf Landesebene mit dem 2.

Closed On:

Da sie weiterhin kraft ihrer Sendung und Natur an keine besondere Form menschlicher Kultur und an kein besonderes politisches, wirtschaftliches oder gesellschaftliches System gebunden ist, kann die Kirche kraft dieser ihrer Universalität ein ganz enges Band zwischen den verschiedenen menschlichen Gemeinschaften und Nationen bilden.

Copyright © 2015 socialbookmarkingfacts.info

Powered By http://socialbookmarkingfacts.info/