Personalbericht und Nachhaltigkeit

Entwicklungsland

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Allgemeiner Sprachgebrauch Grundlegende Anmerkungen. Für den Begriff „Entwicklungsland“ gibt es eine Vielzahl Synonyme, wie „Dritte Welt“ oder „Vierte Welt“, „Globaler Süden“ oder „Trikont“. In den modernen Industriestaaten wird Armut häufig ausschließlich quantitativ auf Wohlstand und Lebensstandard bezogen, obwohl sie sich tatsächlich nicht auf .

Inhaltsverzeichnis

Dabei wirken sie gut vernetzt tief in ihre Regionen hinein. Für diese Verfügbarkeit steht auch das flächendeckende, in nahezu jeden Winkel des Landes reichende Filialnetz. Die Primärbanken sind vor Ort erreichbar, wenn der Kunde sie braucht. Sie stehen ihm direkt und persönlich zur Seite.

Das gilt längst nicht nur in wirtschaftlicher Hinsicht. Die hohe Zahl an Genossenschaftsmitgliedern in Deutschland verdeutlicht: Das Modell der kooperativen Selbsthilfe und Selbstverantwortung vereint die Menschen, fördert individuelles Engagement und ermöglicht soziale, kulturelle und ökonomische Partizipation und Mitgestaltung. Der genossenschaftliche Grundgedanke ist es, Werte für Mitglieder zu schaffen, Vereine und Stiftungen umfassend zu unterstützen sowie mittelständische, regionale Unternehmen zu finanzieren.

Das gesamte aufgebrachte Stiftungsengagement der genossenschaftlichen Kreditinstitute beläuft sich auf rund Millionen Euro. Rund 30 Millionen Euro davon bringen sie für Gemeinschafts- und Bürgerstiftungen auf. Mit der Gründung und Unterstützung von Stiftungen schaffen die Kreditgenossenschaften verlässliche und nachhaltige Förderstrukturen.

Dieses Engagement passt zweifellos zu ihrem Selbstverständnis. Knapp die Hälfte aller Volksbanken und Raiffeisenbanken fördern Engagementprojekte ihrer Mitarbeiter während der Arbeitszeit.

Ein wesentlicher Treiber der Kreditnachfrage waren die erneuerbaren Energien. Genossenschaftsbanken leisten so einen Beitrag zur lokalen Beschäftigung und sozialen Integration und setzen sich für die besonderen Anliegen ihrer jeweiligen Region ein.

Sie sind Arbeitgeber in der Region für die Region und bieten somit auch in ländlichen Gebieten vielen Menschen eine berufliche Perspektive. Die Genossenschaftliche FinanzGruppe Volksbanken Raiffeisenbanken war im Jahr wirtschaftlich erneut insgesamt erfolgreich und nahm damit unverändert ihre sowohl stabile als auch stabilisierende Rolle in der deutschen Finanzwirtschaft wahr. Diese positive Wirkung erreicht sie dank ihres nachhaltig tragfähigen Geschäftsmodells. Beide gemeinsam, jede in ihrem Funktions- und Aufgabenbereich, gewährleisten den Institutsschutz und bilden das Rückgrat des genossenschaftlichen Risikomanagements.

Die Ratings der genossenschaftlichen FinanzGruppe waren unverändert stabil. Die Solidität dieser Ratingeinschätzungen zeigt sich in der Ratingherleitung der Agenturen.

Die Ratings basieren jeweils allein auf der wirtschaftlichen Stärke der genossenschaftlichen FinanzGruppe: Die Kapitalmarktratings entsprechen den Individualratings. Die Ratingagenturen begründen ihre positive Einschätzung mit dem nachhaltig erfolgreichen, auf das Retailgeschäft ausgerichteten Geschäftsmodell.

Das Funding ist aus dem Geschäftsmodell heraus durch die Retaileinlagen strukturell gesichert. Die Liquidität ist durch einen umfangreichen und diversifizierten Bestand an marktgängigen Wertpapieren in Verbindung mit dem Liquiditätsausgleich in der genossenschaftlichen FinanzGruppe gewährleistet.

Die Kapitalausstattung wird als überdurchschnittlich stark gewertet. Die Agenturen heben die Fähigkeit und Neigung der genossenschaftlichen FinanzGruppe hervor, Kapital aus eigener Kraft durch Gewinnthesaurierung zu bilden.

Die granulare Kreditstruktur und der Anteil an Hypothekarkrediten aus dem Retailgeschäft prägen die insgesamt hohe Qualität des Kundenkreditgeschäfts. Die dargestellte Beschreibung zum Risikomanagement orientiert sich an der Struktur und Funktionsweise des institutsbezogenen Sicherungssystems der genossenschaftlichen FinanzGruppe als primäre Ebene und bezieht als sekundäres Element das Risikomanagement auf Ebene der einbezogenen Institute und Institutsgruppen mit ein.

Die Risikoberichterstattung umfasst grundsätzlich alle Gesellschaften aus dem Konsolidierungskreis. Der Konsolidierungskreis des Konsolidierten Jahresabschlusses ist insoweit umfassender im Vergleich zum aufsichtsrechtlichen Konsolidierungskreis und ist nicht auf die rechtlichen Mitglieder des Haftungsverbunds begrenzt. Das Risikomanagement auf Ebene des institutssichernden Systems hinsichtlich der Steuerung im engeren Sinne bezieht sich dabei primär auf die Prävention von Schieflagen einzelner Institute.

Die Mitgliedschaft ist ein typisches Merkmal des Geschäftsmodells der Genossenschaftsbanken, das sich gut für die Kommunikation genossenschaftlicher Werte und Besonderheiten eignet.

Sie bietet den Genossenschaftsbanken die Chance, sich von den Wettbewerbern anderer Bankengruppen abzugrenzen. Eine gelungene Differenzierung von den Wettbewerbern drückt sich in der Regel in einer hohen Kundengewinnung aus.

Die Kundenbindung wird durch einen Index gemessen, der Aussagen zur Kundenzufriedenheit, Weiterempfehlungsbereitschaft sowie Fortführung der Kundenbeziehung enthält. Eine intensive Kundenbindung führt zu betriebswirtschaftlich messbaren Vorteilen wie Ertragssteigerungen der Genossenschaftsbanken und Sicherung der Marktanteile. Die Differenzierung von Wettbewerbern erfordert, ein angemessenes Qualitätsmanagement zu implementieren, das Standards zu Bearbeitungszeiten definiert und Mitarbeiterfeedback fördert.

Das Geschäftsmodell der Genossenschaftsbanken stellt auch in der digitalen Welt den Menschen mit seinen Zielen und Wünschen in den Mittelpunkt. Der persönliche Kontakt bleibt dabei nach wie vor zentraler Bestandteil der Kundenbeziehung.

Hinzu kommen Aspekte wie qualitativ hochwertige Beratung und die Entscheidungsmöglichkeit für Kunden, wie sie mit ihrer Bank kommunizieren möchten. Die genossenschaftliche FinanzGruppe schafft hierfür effiziente Zugangswege und ermöglicht es ihren Mitgliedern, alle Informationen und Services auf allen relevanten Kanälen zu nutzen — seien sie nun stationär oder digital. Mithilfe der Digitalisierung, die zunehmend das Verhalten der Mitglieder bestimmt, kann zusätzlich die Kostensituation der Banken verbessert werden.

Mithilfe einer stärkeren Vermarktung neuer digitaler Bezahlmöglichkeiten wie paydirekt, den Ausbau der paydirekt-Händlerbasis und der Implementierung eines Onlineanfrageprozeses für Finanzierungs-, Leasing- und Geldanlagevorhaben werden Kundenbedürfnisse berücksichtigt und Neukunden gewonnen. Hierzu werden technikaffine, junge Mitglieder aktiv auf die digitalen Angebote angesprochen.

Die Genossenschaftsbanken sind sich der Auswirkungen des demografischen Wandels bewusst. Für die Konsumausgaben wird weiterhin eine starke Unterstützung durch die weiter positive Beschäftigungs- und Lohnentwicklung erwartet. Es scheint realistisch, dass sich dadurch auch eine höhere Nachfrage nach Bankprodukten und -dienstleistungen entwickeln wird. Auch vor dem Hintergrund des aktuellen Niedrigzinsniveaus können sich durch einen nachhaltigen Anstieg der Zinsen weitere wesentliche Chancen ergeben.

Juli ausdrücklich als institutssicherndes System genannt. Damit unterlag die Sicherungseinrichtung seit dem 1. Juli daher keiner gesetzlichen Entschädigungseinrichtung angehören. Zentrale und unveränderte Aufgabe der Sicherungseinrichtung ist die Sicherstellung der Bonität der Mitgliedsinstitute durch die Abwendung drohender oder die Behebung bestehender wirtschaftlicher Schwierigkeiten bei den angeschlossenen Instituten sowie die Verhütung von Beeinträchtigungen des Vertrauens in die genossenschaftlichen Institute.

Dezember waren dies Vorjahr: Zur Abwicklung von potenziellen, noch nie eingetretenen und auch derzeit nicht erkennbaren Entschädigungsverfahren hat die BVR-ISG zudem einen externen Dienstleister beauftragt. Im Unterschied zu Bankengruppen mit einer hierarchisch an der Spitze stehenden Obergesellschaft weist die genossenschaftliche FinanzGruppe eine dezentrale Struktur auf.

Die Entscheidungskompetenzen befinden sich in der Verantwortung der einzelnen Institute. Der Fokus des Risikomanagements in diesem System liegt insofern primär nicht auf der isolierten Analyse von Risikoarten, sondern sehr wesentlich auf der Analyse der Risikoträger, also der Institute.

Dieses methodische Grundverständnis stellt sicher, dass bei Feststellung einer geordneten Vermögensund Risikolage und angemessener Ertragsverhältnisse eines jeden einzelnen Instituts somit auch das Gesamtsystem — also die gesamte genossenschaftliche FinanzGruppe — als Einheit wirtschaftlich geordnet ist.

Die Sicherungseinrichtung des BVR verfügt über verlässliche Systeme zur Risikoidentifikation und -einstufung sowie zur Risikoüberwachung all ihrer Mitglieder und des institutsbezogenen Sicherungssystems insgesamt. Basis der Risikoeinstufung bildet das seit praktizierte Klassifizierungssystem der Sicherungseinrichtung des BVR.

Es handelt sich dabei um ein jahresabschlussbasiertes Ratingverfahren mit dem Ziel, einen vollständigen und transparenten Überblick zur Vermögens-, Ertrags- und Risikolage aller Mitglieder und somit der Sicherungseinrichtung des BVR zu erlangen.

Die Einstufung der Bank nach dem Klassifizierungsverfahren bildet zum einen die Grundlage für die Erhebung risikoadjustierter Garantiefondsbeiträge der Sicherungseinrichtung und ist zum anderen Ausgangspunkt für das Präventionsmanagement.

Die aus der Klassifizierung gewonnenen Erkenntnisse werden um weitere Analysen ergänzt, insbesondere aus der Auswertung der Daten des sogenannten jährlichen Betriebsvergleichs. Er wird vor allem aus Zahlen des Rechnungs- und Meldewesens der Institute gespeist. Die Daten des jährlichen Betriebsvergleichs bilden die Grundlage für Analysen zur Feststellung und Untersuchung besonderer Auffälligkeiten anhand von Risikokennzahlen. Hierin werden auch die nicht klassifizierten Mitgliedsbanken einbezogen.

Für die Risikotragfähigkeit der Sicherungseinrichtung werden auf Basis verschiedener Stressszenarien mögliche Ausfallwahrscheinlichkeiten ermittelt und durch Monte-Carlo-Simulationen das mögliche Sanierungsvolumen berechnet. Hierfür werden szenariobezogene Klassifizierungen unter verschiedenen Annahmen zum Beispiel Zinsentwicklungen, Verschlechterung der Bonitäten im Kundenkreditgeschäft durchgeführt.

Diese einheitliche Konzeption nutzen die Institute zur Bewältigung ihrer strategischen und operativen Herausforderungen. Dabei stützt sich das Klassifizierungssystem auf quantitative Kennzahlen, für die im Wesentlichen geprüfte Jahresabschlussdaten der Banken und Daten aus ihren Prüfberichten herangezogen werden.

Mit diesen Daten wird die Sicherungseinrichtung durch die — für die jeweiligen Banken zuständigen — regionalen Prüfungsverbände IT-technisch versorgt.

In das Klassifizierungsverfahren werden grundsätzlich alle der Sicherungseinrichtung angeschlossenen Banken einbezogen.

Hiervon ausgenommen sind Verbundinstitute, die von einer externen Ratinggesellschaft bewertet werden. Grundlage des Klassifizierungsverfahrens war die Analyse der Jahresabschlussdaten Die moderat unter dem Vorjahresniveau liegende Klassenverteilung auf Basis der Jahresabschlüsse spiegelt die leicht schwächere Ergebnisrechnung der Banken wider.

Die Primärbanken konnten trotz des anhaltenden Margendrucks ihr Zinsergebnis durch Volumenausweitungen nahezu konstant halten.

Das Provisionsergebnis konnte leicht gesteigert werden. Das Bewertungsergebnis aus Wertpapieren hingegen ist im Vergleich zum Vorjahr rückläufig. Für die übrigen Mitgliedsinstitute wurde der Beitragssatz auf 0,88 Promille der Bemessungsgrundlage beziehungsweise das 2,2-Fache des Grundbeitragssatzes festgesetzt, jeweils unter Berücksichtigung der individuellen Abschläge beziehungsweise Zuschläge aus der Klassifizierung.

In das Präventionsmanagement werden nach wie vor alle Banken spätestens dann aufgenommen, wenn auf der Basis ihres Jahresabschlusses ein Klassifizierungsergebnis von B— oder schlechter ausgewiesen wird. Jedoch sind in den vergangenen Jahren immer stärker andere Kennzahlen und Daten hinzugezogen worden, um bei den Instituten Auffälligkeiten in der Früherkennung zu identifizieren; hierzu zählen im Berichtsjahr insbesondere die auch der Sicherungseinrichtung vollumfänglich vorliegenden Informationen über die Banken aus der sogenannten Niedrigzinsumfrage der Deutschen Bundesbank sowie dem erweiterten gesetzlichen Meldewesen der Banken, auf das auch die Sicherungseinrichtung zugreift.

Die der Prävention vorgeschaltete Phase des Monitorings auffälliger Institute leistet einen kontinuierlich wichtiger werdenden Beitrag zur frühzeitigen Analyse von Instituten. Somit verstärkt sich die nachhaltige Tendenz zur Verschiebung der Arbeitsschwerpunkte der Sicherungseinrichtung weg von der Sanierung hin zum — um das Monitoring erweiterten — systematisch ganzheitlichen Präventionsmanagement.

Es befinden sich signifikant mehr Institute in der Präventions- als in der Stützungsphase der Sanierung. Zur Ergänzung der Phase der statutarisch verankerten Prävention hat die Sicherungseinrichtung inzwischen seit einigen Jahren das Monitoringverfahren vorgelagert. Unabhängig von den Ergebnissen der Klassifizierung werden hier auch weitere, der Sicherungseinrichtung zugängliche Informationsquellen genutzt, anhand derer die Institute auf Auffälligkeiten analysiert werden, die in einem frühen Stadium auf ungewöhnliche Entwicklungen hindeuten.

Die in diesem Handbuch dokumentierten Grundsätze bilden für die betroffenen Banken eine Leitlinie bei der Sanierung und zeigen auf, wie die Wiederherstellung ihrer Grundrentabilität konzeptionell erreicht werden kann. Ziel ist es, diese Sanierungsphase spätestens nach fünf Jahren zu erreichen. Daneben wendet sich das Handbuch der Sicherungseinrichtung explizit auch an Präventionsbanken sowie grundsätzlich ebenfalls an Institute mit partiellem oder ganzheitlichem selbst identifiziertem Neuausrichtungsbedarf.

Die positive Entwicklung der Sicherungseinrichtung im Sanierungsbereich hat sich auch im Berichtsjahr weiter fortgesetzt. Die abzuschirmenden Sanierungsvolumina lagen in Summe nicht nur signifikant unter der erwarteten Höhe, sondern netto erneut auch unterhalb der Rückführungen aus Besserungsschein- und sonstigen Freistellungsverpflichtungen.

Dies führte insgesamt wiederholt dazu, dass die Substanz des genossenschaftlichen Institutssicherungssystems mit der Sicherungseinrichtung und der BVR-ISG im Jahr weiter gestärkt und der Bestand an Garantiefonds- und gesetzlichen Mitteln weiter ausgebaut werden konnte.

Wirtschaftlich erwartet die Sicherungseinrichtung für das Jahr eine weiterhin positive Entwicklung. Materiell bedrohliche, aus dem statutarisch definierten Auftrag resultierende Szenarien für die Stabilität der Sicherungseinrichtung sind derzeit nicht erkennbar. Für ist — auch vor dem Hintergrund einer robusten Lage der Binnenwirtschaft — kein Anstieg der Stützungsleistungen zu erwarten. Bereits in der Sitzung am Für die übrigen Mitgliedsinstitute wurde der Beitrag auf 0, Promille der Bemessungsgrundlage beziehungsweise das 2,Fache des Grundbeitragssatzes 0,4 Promille festgesetzt.

Zudem sind im Rahmen der indirekten und sektoralen Aufsicht der EZB neue Herausforderungen zu erwarten insbesondere verstärkte Reporting-Anforderungen. Mit dem Rahmenkonzept zur Ergebnis- und Risikosteuerung in Verbindung mit den Fachkonzepten für VR-Control verfügen die genossenschaftlichen Primärinstitute über ein Verfahren zur einheitlichen Messung der Marktpreis- und Kreditrisiken über alle Geschäfte eines Instituts.

Im Einklang mit der individuellen Geschäfts- und Risikostrategie und den aufsichtsrechtlichen Anforderungen wie unter anderem den Mindestanforderungen an das Risikomanagement MaRisk entscheiden die Kreditgenossenschaften eigenverantwortlich über den Einsatz der verfügbaren Methoden.

Die Markpreisrisiken werden mithilfe historischer Simulationen berechnet. Für die Kreditrisiken des Eigengeschäfts steht den Instituten ein integrierter Messansatz zur Verfü- gung. Die Risikotreiber der Wertpapiere werden über die Simulation von Spread-, Migrations- und Ausfallrisiken im Wertpapierportfolio umfassend berücksichtigt.

Die Risiken aus Wertpapieren der Verbundemittenten werden dabei über vereinfachte Spreadshifts ermittelt. Im Ergebnis erhält die Bank neben einem erwarteten Portfoliowert auch einen entsprechenden Risikowert in Form eines unerwarteten Verlusts.

Darüber hinaus kann für die periodische Steuerungsperspektive ein erwartetes sowie ein unerwartetes Bewertungsergebnis errechnet werden. Ebenso ist die Kalkulation von Stressszenarien möglich. Die Bankenaufsicht hat ein verstärktes Interesse an der bankinternen Ermittlung der Gesamtbankrisikotragfähigkeit. Mit den MaRisk geht sie dabei dezidiert auf die Ermittlung des Risikodeckungspotenzials und der Risikoprofile in den unterschiedlichen Ansätzen der Banken ein.

Im Rahmen der Risikotragfähigkeitsrechnung führen die genossenschaftlichen Institute zahlreiche Stresstests durch. Die genossenschaftlichen Institute sind als rechtlich selbstständige Unternehmen für ihr Kapitalmanagement verantwortlich.

Die Risikotragfähigkeit wird daher in den genossenschaftlichen Instituten im Einklang mit ihrer Geschäftsstrategie und nach den Erfordernissen der MaRisk gesteuert. Aus der Sicherungseinrichtung heraus wird der einheitliche Einsatz von Instrumenten zur Messung und Steuerung des Risikokapitals unterstützt. Grundlage für das Risikokapitalmanagement bildet die Risikotragfähigkeitsrechnung der Institute.

Wesentliche Risiken stellen das Zinsänderungsrisiko und das Kreditrisiko dar. Ersteres wird in der Regel durch die Simulation von Zinsszenarien auf den geplanten Zinsüberschuss einer Bank berechnet, während im Kreditrisiko Portfoliomodelle zum Einsatz kommen.

Laut Analyse für das Jahr ist die Risikotragfähigkeit der sogenannten Säule 2 in ihrer Auslastung — selbst bei den konservativen Ansätzen der Banken — gegeben. Die Sicherungseinrichtung analysiert einmal jährlich die Risikotragfähigkeit und stellt die wesentlichen Ergebnisse zusammen. Diese werden dann den Banken als Information zur Verfügung gestellt. Diese Zuschläge sollen die Eigenkapitalunterlegung des SäuleKapitals der einzelnen Bank vervollständigen.

Mit der Erstellung des Konsolidierten Jahresabschlusses liefert die genossenschaftliche FinanzGruppe einen umfassenden Überblick über ihre Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

Hierbei werden unter anderem das Eigenkapital sowie die Kernkapitalquote und die Gesamtkapitalquote auf Gruppenebene dargestellt. Mit Erlaubnis der BaFin vom 2. Diese Ausnahme vom Beteiligungsabzug ist unter anderem davon abhängig, dass eine Mehrfachbelegung der Eigenmittel unter den Mitgliedern des institutsbezogenen Sicherungssystems ausgeschlossen ist.

Die aufsichtsrechtliche Gesamtkapitalquote der genossenschaftlichen FinanzGruppe beträgt per Dezember 16,1 Prozent per Insgesamt haben sich die regulatorischen Eigenmittel um 4,5 Milliarden Euro auf 92,1 Milliarden Euro erhöht. Die Erhöhung ist im Wesentlichen in der Thesaurierung von erwirtschafteten Gewinnen zu sehen.

Die Kernkapitalquote zeigt sich mit 13,1 Prozent per Das Kapital der genossenschaftlichen FinanzGruppe wird im Wesentlichen durch die Primärinstitute gehalten. Die Angaben zu den aufsichtsrechtlichen Kapitalquoten beziehen sich auf den Meldestichtag Dezember und beinhalten nicht die Gewinnthesaurierung aus dem Jahresabschluss Aus der Gewinnthesaurierung wird eine weitere Stärkung der Kapitalbasis erwartet.

Der Gesamtrisikobetrag per Dezember beträgt ,5 Milliarden Euro per Der Anstieg um 3 Prozent ist durch das Wachstum des Kundenkreditgeschäfts geprägt. Auf Einzelinstitutsebene analysiert die Sicherungseinrichtung die aufsichtsrechtlichen Eigenmittelquoten der Mitgliedsbanken. Die folgende Grafik zeigt die Verteilung der Gesamtkapitalquote in der genossenschaftlichen FinanzGruppe zum Meldestichtag Dezember sowie zum Sie verdeutlicht die weiterhin solide Eigenmittelausstattung der einzelnen Banken.

Mit einem bilanziellen Eigenkapital in Höhe von 98,6 Milliarden Euro per In den letzten Jahren konnte die Kapitalausstattung kontinuierlich aus eigener Kraft durch Gewinnthesaurierung weiter ausgebaut werden. Diese Entwicklung belegt das tragfähige Geschäftsmodell der genossenschaftlichen FinanzGruppe mit breiter Risiko- und Ertragsdiversifizierung.

Auch die auf Ebene des institutsbezogenen Sicherungssystems per Dezember ermittelte risikounabhängige Verschuldungsquote Leverage Ratio dokumentiert mit einem Wert von 6,3 Prozent per Aufgrund des hohen Volumens der Genossenschaftsbanken im Kundenkreditgeschäft ist das Kreditrisiko die wichtigste Risikokategorie. Mittels umfangreicher, qualitativ hochwertiger Verfahren zur Risikomessung steuern die Genossenschaftsbanken ihre Kreditrisiken effizient und nachhaltig.

Zur Bonitätseinschätzung der einzelnen Kreditnehmer stehen den Genossenschaftsbanken bedarfsorientierte Ratingverfahren zur Verfügung, die die aufsichtsrechtlichen Normen erfüllen. Im Mittelpunkt der strategischen Ausrichtung der genossenschaftlichen FinanzGruppe stehen das ertragsorientierte Eingehen von Risiken unter Berücksichtigung des Eigenkapitals sowie eine vorsichtige Kreditpolitik. Die Kreditvergabe der Genossenschaftsbanken bewegt sich in konservativem Rahmen.

Dabei spielen die Kundenkenntnis und die Tragbarkeit der Verpflichtungen für die Kreditnehmer eine zentrale Rolle. Das Kundenkreditgeschäft der genossenschaftlichen FinanzGruppe ist insgesamt durch eine granulare Kreditstruktur und einen hohen Anteil an Hypothekenkrediten gekennzeichnet. Die Granularität und die weitgehende regionale Diversifizierung der Geschäftstätigkeit der genossenschaftlichen FinanzGruppe begrenzen Risikokonzentrationen. Im Geschäftsjahr konnte die genossenschaftliche FinanzGruppe erneut einen deutlichen Zuwachs im Kreditgeschäft verzeichnen.

Die Forderungen an Kunden erhöhten sich gegenüber deutlich um 4,6 Prozent. Ein wesentlicher Wachstumstreiber waren erneut die langfristigen Baufinanzierungen. Die Kreditvergabe der Genossenschaftsbanken in der Wohnungsbaufinanzierung profitierte von dem günstigen gesamtwirtschaftlichen Umfeld. Das Niedrigzinsniveau, die gute Beschäftigungssituation und steigende Einkommen der privaten Haushalte führten insgesamt zu einer hohen Nachfrage nach Immobilienkrediten.

Allerdings setzte sich der Anstieg der Wohnimmobilienpreise in Deutschland weiterhin fort. Auf Bundesebene war dieser Anstieg der sechste in Folge. Besonders hoch waren die Zuwächse in den Ballungszentren, Übertreibungen in der Breite oder gar eine Immobilienpreisblase auf Bundesebene sind jedoch derzeit nicht zu erkennen.

Somit können die Genossenschaftsbanken ihre relevanten Märkte räumlich zutreffend bestimmen und die aufsichtsrechtlichen Anforderungen besser erfüllen. Das Wachstum im Firmenkundengeschäft wurde überwiegend durch die Kreditvergabe an das Dienstleistungsgewerbe, die Land- und Forstwirtschaft sowie Unternehmen aus dem Bereich Energie und Bergbau getragen.

Aufgrund ihrer regionalen Verankerung nehmen die Kreditgenossenschaften eine starke Marktposition im Wirtschaftsbereich Erneuerbare Energien ein und begleiten finanziell Unternehmensvorhaben sowohl zur Erhöhung der Energieeffizienz als auch zur regenerativen Energieerzeugung.

Ursächlich hierfür war im Wesentlichen eine höhere Risikovorsorgebildung für Engagements im Altbestand der Schiffs- und Offshorefinanzierung vor dem Hintergrund des in vielen Segmenten der Schifffahrt anhaltenden Abschwungs und der ölpreisbedingt schwierigen Rahmenbedingungen an den Offshoremärkten.

Trotz der belastenden Effekte blieb der Risikovorsorgeaufwand mit einer Quote von 0,07 Prozent des Volumens an Kunden- und Bankforderungen von insgesamt In der Zusammenfassung betreiben die Genossenschaftsbanken ihr Kreditgeschäft in geordneten Verhältnissen.

Zinsänderungsrisiken haben einen wesentlichen Einfluss auf die Ertragslage der Banken. Aufgrund des niedrigen Zinsniveaus im Jahr fiel das positive Zinsergebnis der genossenschaftlichen FinanzGruppe um 6,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Aufgrund anhaltender Niedrigzinsen und steigenden Wettbewerbs um Einlagen rechnen die Kreditinstitute künftig mit niedrigeren Zinsmargen. Zudem bestehen Risiken bei einer Zinswende auf den Finanzmärkten, da sich die Refinanzierungskosten der in der jetzigen Niedrigzinsphase vergebenen Kredite im Falle eines Zinsanstiegs erhöhen werden. Das Zinsänderungsrisiko spielt neben den Kreditrisiken eine wichtige Rolle in den meisten Genossenschaftsbanken.

Diesem Sachverhalt trägt die Aufsicht durch entsprechende Regulierungsaktivitäten Rechnung. Beiden Papieren ist gemein, dass sie die Abbildung der Zinsänderungsrisiken im Anlagebuch zwar weiterhin in Säule 2 sehen, jedoch ein verstärktes Augenmerk auf die Qualität und Konsistenz der Zinsänderungsrisikosteuerung in den Instituten legen. Für den Fall, dass die interne Steuerung den Anforderungen der Aufsicht nicht genügt, beschreiben die neuen Basler Standards ein Standardmodell, dessen Anwendung der Aufseher fordern kann.

Die Sicherungseinrichtung überwacht die Angemessenheit der Zinsänderungsrisiken der Mitgliedsinstitute, insbesondere durch Simulationsrechungen des Zinsergebnisses. Die genossenschaftliche FinanzGruppe zeichnet sich seit Jahren durch eine als verlässlich und krisenresistent anzusehende Liquiditätsstruktur aus. Grundlage hierfür ist die stabile und eher kleinteilige Geschäftsstruktur der Banken, die sich diversifizierend und im Ergebnis risikomindernd auswirkt, sowie vor allem die traditionell geprägte Finanzierung der Institute über Kundeneinlagen.

Die Kundschaft honoriert damit die Wirksamkeit der Institutssicherung, die die Sicherungseinrichtung des BVR insbesondere zum Zweck des Einlagenschutzes betreibt und die über den gesetzlich geforderten Einlagenschutz hinausgeht.

Die genossenschaftliche Zentralbank bündelt die Liquiditätsüberschüsse der Einzelinstitute und sorgt innerhalb des Netzwerkes der Primärbanken und Verbundunternehmen für einen Liquiditätsausgleich. Die eingerichteten Systeme und internen Verfahren der Genossenschaftsbanken dienen der Reduktion von operationellen Risiken, die zu Verlusten infolge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren und Systemen, Menschen oder infolge externer Ereignisse führen können.

Dazu zählen Arbeitsanweisungen, Funktionstrennungen, die Verwendung von einheitlichen und rechtlich geprüften Vertragsvordrucken sowie der Einsatz von Sicherheits-, Compliance-, Datenschutz- und Geldwäschebeauftragten.

Für den Ausfall technischer Einrichtungen und unvorhergesehene Personalausfälle besteht eine Notfallplanung. Anhand von Leitfäden können die Institute ein systematisches Risk Assessment nach Marktstandards durchführen.

Schadenfälle werden in einer Datenbank erfasst. Die Messung operationeller Risiken erfolgt vor dem Hintergrund des jeweiligen Geschäftsmodells des Instituts. Dominierend sind die Quantifizierung in Form eines plausiblen Pauschalbetrags oder auf Basis historischer Schadensdaten teilweise erweitert durch VaR-Ansätze. Die Konjunkturentwicklung entfaltete zu Beginn des Jahres eine anziehende Dynamik.

Nach den Schätzungen des Statistischen Bundesamts betrug das preis-, saison- und kalenderbereinigte Wachstum zu Jahresbeginn 0,6 Prozent im Vergleich zum Vorquartal, nach 0,4 Prozent im vierten Quartal und 0,2 Prozent im dritten. Die Konjunkturindikatoren deuten auch für den weiteren Verlauf des Jahres auf ein robustes Wachstum hin, auch wenn mit leicht geringeren Wachstumsraten in den folgenden Quartalen zu rechnen sein wird.

Damit liegt das Wachstum leicht unter der Zuwachsrate aus von 1,9 Prozent. Grund für die gute Wirtschaftslage ist zum einen eine weiter lebhafte Binnenkonjunktur, die von den steigenden Einkommen der Haushalte und einem robusten Arbeitsmarkt sowie dem Niedrigzinsumfeld profitiert. Es ist davon auszugehen, dass der Konsum weiter steigt, jedoch etwas weniger stark als zuletzt, unter anderem bedingt durch die anziehende Teuerung, die die Kaufkraft der Haushalte einschränkt.

Zudem ist durch einen geringeren Zustrom an Flüchtlingen von nur moderaten Ausgabesteigerungen des Staats auszugehen.

Darüber hinaus ist von einer weiteren Belebung der privaten Wohnungsbauinvestitionen auszugehen. Im Zuge einer hohen gesamtwirtschaftlichen Nachfrage dürften aber auch Unternehmen Anreize haben, ihre Produktionskapazitäten auszuweiten. Trotz der zu erwartenden Belebung bleibt im Vergleich zu vorherigen Konjunkturzyklen die Investitionsausweitung aber eher moderat. Der Arbeitsmarkt wird sich auch weiter robust zeigen. Gleichzeitig erhöhte sich die Anzahl der offenen Stellen.

Der Beschäftigungsaufbau wird auch in diesem Jahr anhalten und könnte die Grenze von 44 Millionen Beschäftigten überschreiten. Die Geldpolitik dürfte ihren extrem expansiven Charakter beibehalten, nachdem die EZB ihr Anleihekaufprogramm bis zum Dezember , wenn auch mit reduziertem Umfang, verlängert hat.

Auch bei den Renditen von Staatsanleihen sind keine signifikanten Änderungen im Jahresverlauf vorauszusehen. Auch wenn die Inflation zu Jahresbeginn deutlich stieg, dürfte im Jahresverlauf die Teuerung aufgrund leicht rückläufiger Raten in der zweiten Jahreshälfte noch deutlich unter 2 Prozent liegen, da die Anstiege zu Jahresbeginn in engem Zusammenhang mit dem Basiseffekt beim Ölpreis standen.

Mittlerweile ist erkennbar, dass sich die Prognosen der letzten Jahre für die Kreditwirtschaft in ihren Kernaussagen kaum verändern. Auch mit Blick auf das laufende Geschäftsjahr werden die belastenden Rahmenbedingungen im anhaltenden Niedrigzinsumfeld bei steigendem regulatorischem Aufwand erhalten bleiben. Somit bleibt auch der Ausblick für das Geschäftsjahr verhalten positiv. Dem weiter wachsenden Ertragsdruck und den hohen Regulierungsanforderungen begegnen die Kreditinstitute auch im laufenden Geschäftsjahr mit intensiven Arbeiten zur Kosteneffizienzsteigerung und zur Überprüfung der Wertschöpfungsketten, wozu sowohl die Prozess- als auch die Produktoptimierung gehört.

Auch die Anzahl betriebswirtschaftlich sinnvoller Fusionen wird hoch bleiben. Vermutlich sinkt auch die Anzahl der Beschäftigten tendenziell weiter. Andererseits werden die Institute unverändert versuchen, durch eine weitere gezielte Ausrichtung auf die Kundenwünsche, beispielsweise durch den Ausbau digitaler Angebote im Rahmen des Omnikanalbankings, im Wettbewerb zu bestehen.

Die Wettbewerbssituation wird sich durch den Versuch von sogenannten Fintechs, Marktanteile aufzubauen, weiter verschärfen. Auch wenn die lange Niedrigzinsphase die Kreditwirtschaft erheblich belastet, so stellt insbesondere ein sehr rascher Zinsanstieg in dieser Situation ein ernst zu nehmendes Bedrohungsszenario dar. Das gilt auch trotz der in den letzten Jahren verbesserten Eigenkapitalausstattung der Banken.

Seit der Finanzmarktkrise steht der Finanzsektor unter erheblichem Anpassungs- und Kostendruck, um die aufsichtsrechtliche Reformagenda mit ihren höheren Eigenkapitalanforderungen und veränderten Regulierungsverfahren umzusetzen.

Des Weiteren zeigt der Ausblick auf die Geschäftsentwicklung der genossenschaftlichen FinanzGruppe, dass das Geschäftsjahr weiterhin durch das anhaltend niedrige absolute Zinsniveau geprägt sein wird. Die moderne Ethnologie zweifelt jedoch an, dass ein solcher zielgerichteter Prozess siehe Evolutionismus existiert. Nicht mehr gebräuchlich sind: Diese Begriffe erschienen zum ersten Mal im UNO-Programm von , sind jedoch stark wertbehaftet und können von den Bewohnern der betroffenen Länder als verletzend empfunden werden.

Sie werden deshalb von UNO und Weltbank nicht mehr verwendet. In einigen Entwicklungsländern selbst werden derartige Begriffe allerdings absichtlich genutzt, um die Missstände im Land hervorzuheben und Euphemismen zu vermeiden. International gibt es keine eindeutige Sprachregelung. Nicht alle UN-Organisationen unterscheiden jedoch zwischen den beiden Gruppen. Im deutschen Sprachgebrauch besteht das Problem der Übersetzbarkeit der Begriffe. Das BMZ verwendet beispielsweise diese Bezeichnung.

Sie gilt als wertfrei bzw. Der Begriff impliziert nicht, dass Entwicklungsländer zwangsläufig auf der südlichen Halbkugel liegen. Die historische Industrialisierung Europas lässt sich nicht mit den Prozessen vergleichen, die heute in den Entwicklungsländern stattfinden. Einige industrialisierte, ehemalige sozialistische Länder Länder des ehemaligen Ostblocks sind bis heute durch ihre industrielle Vergangenheit geprägt, in anderen z.

Tschechien und Slowakei hat ein starker industrieller Wandel stattgefunden u. Modernisierung, Reduktion einiger Industriezweige. Er definierte die Blockfreien Staaten , welche sich nicht durch den Kalten Krieg ideologisch vereinnahmen lassen wollten. Sie finden ihre Verwendung eher in Verbindung mit Vermögen von Einzelpersonen. So findet sich Armut auch in Ländern mit hohem Durchschnittseinkommen beispielsweise in Deutschland oder der Schweiz und Reichtum in Entwicklungsländern zum Beispiel in den ölexportierenden Ländern.

Besser als das Durchschnittseinkommen ist das Mittlere Einkommen geeignet, etwas über die gesellschaftliche Entwicklung auszusagen. Ähnliches gilt für das Mittlere Vermögen. Wichtige Faktoren sind zudem die Einkommensverteilung und die Vermögensverteilung.

Schultz haben entdeckt, dass ein Landwirt, der schreiben und lesen kann, in Entwicklungsländern produktiver ist als ein Analphabet. Andere, wie Mohammed Tamim , sind der Meinung, dass die Entwicklungsländer sich seit der industriellen Revolution im Jahrhundert in einer langen Übergangsphase von traditionellen Lebensarten hin zu einer modernen Lebensart befinden sozialer, wirtschaftlicher und demographischer Kulturübergang und dass Entwicklung allein am Bildungsniveau von der Grundschule bis zur Universität messbar ist.

Wo das Bildungsniveau hoch ist, ist auch das Entwicklungsniveau hoch. Viele Forscher sehen darin eine Kausalität. Auch ein weiterer Zusammenhang — das Bildungsniveau ist umgekehrt proportional zum Bevölkerungswachstum — wird von vielen für kausal gehalten. Darin beschreibt Rostow eine Abfolge von fünf Stufen der ökonomischen Entwicklung. Diese Entwicklung werde von jedem einzelnen Staat durchlaufen; sie zeige trotz gewisser Abweichungen, Unterschiede oder Verzögerungen von Fall zu Fall immer einen grundsätzlich gleichen Verlauf.

Die Phasen drei, vier und fünf setzen ein gewisses Bildungsniveau der Bevölkerung eines Landes voraus. Mit Strukturen sind Basiselemente und Wirkungszusammenhänge gemeint, welche interne Vorgänge und Reaktionsweisen eines Systems prägen.

In der Regel sind für strukturelle Probleme der Entwicklungsländer viele verschiedene Faktoren verantwortlich. Zu den Ursachen dieser strukturellen Probleme und des relativ geringen Entwicklungsniveaus in den betroffenen Ländern existieren eine Vielzahl von Entwicklungstheorien. Die meisten Theorien betonen dabei entweder stärker die endogenen vom betreffenden Land selbst verursachten oder die exogenen extern verursachten Faktoren.

Ziel der Entwicklungspolitik ist, diese strukturellen Probleme zu beseitigen. Charakteristisch für Entwicklungsländer ist die oft unzureichende Fähigkeit, die eigene Bevölkerung mit lebensnotwendigen Gütern und Dienstleistungen zu versorgen; mit anderen Worten: In diesem Zusammenhang hat beispielsweise die Weltbank nachgewiesen, dass die Mehrheit der lateinamerikanischen Staaten bereits durch geringe Umverteilung des dort vorhandenen Reichtums in der Lage wäre, die Massenarmut zu überwinden.

Hier handelt es sich also nicht um ein Produktionsproblem, sondern um ein politisches Strukturproblem. Strukturelle Probleme müssen aber nicht zwangsläufig politischer Natur sein, sondern können auch in anderen Bereichen bestehen Wirtschaft , Gesellschaft , Umwelt etc.

So führt die Unterversorgung der Bevölkerung zu Armut, Hunger und dadurch zu geringerer Produktivität. Dies hat eine noch schlechtere Versorgungslage zur Folge. Chronische Unterernährung hemmt darüber hinaus vor allem bei Kindern die geistige und körperliche Entwicklung. Dadurch ist ihre Fähigkeit eingeschränkt, durch Kreativität oder Produktivität ihre eigene Situation zu verbessern, also sich zu entwickeln.

Ein anderes strukturelles Problem ist die Diskriminierung von Frauen , was in den letzten Jahren vermehrt als grundlegende Ursache der Probleme der Entwicklungsländer erkannt wurde. Ebenso gravierend kann sich schnelles Bevölkerungswachstum auf bereits vorhandene Entwicklungsprobleme auswirken. Wenn das Wirtschaftswachstum mit dem Bevölkerungswachstum nicht mehr Schritt halten kann, kommt es zum Beispiel in Städten zu Slumbildung und Arbeitslosigkeit sowie im ländlichen Raum zu Ernährungsproblemen und unangemessener Landnutzung einhergehend mit schweren ökologischen Schäden.

Die ölimportierenden Industrieländer waren sowohl Opfer als auch Begünstigte als Lieferanten der zunehmend nachgefragten Investitions- und Konsumgüter. Die ölimportierenden Entwicklungsländer konnten jedoch die entstandenen Verluste nicht durch Gegengeschäfte ausgleichen nimmt man den Kapitalrückfluss von Arbeitsmigranten einmal aus und wurden in ihrer Entwicklung gebremst oder zurückgeworfen.

Allgemein sind Entwicklungsländer durch Erdölkrisen stärker betroffen als Industrieländer und es ist davon auszugehen, dass kommende Energiekrisen weiterhin einen hemmenden Faktor in ihrer Entwicklung darstellen werden.

Unter den Merkmalen versteht man die Symptome der strukturellen Probleme. Es ist umstritten mit welchen gemeinsamen Merkmalen die Entwicklungsländer beschrieben werden können, sollte es solche gemeinsamen Merkmale überhaupt geben.

Auch bei einzelnen Industrieländern können die in der Liste aufgeführten Merkmale beobachtet werden. Deshalb wirft die Klassifizierung von Entwicklungsländern anhand von schematisierten Merkmalen immer wieder Fragen auf, da die verschiedenen Merkmale und ihre relative Bedeutung kontrovers diskutiert werden. Darüber hinaus bestehen zwischen den genannten Punkten Wechselwirkungen. Da die natürlichen Ressourcen der Entwicklungsländer zu ihren wichtigsten Reichtümern und damit zur eigenen Existenzgrundlage zählen, treffen Umweltkrisen die Entwicklungsländer besonders hart.

Aufgrund der globalen Auswirkungen von Umweltkrisen müssen hier aber auch Rolle und Verantwortung der Industrieländer betrachtet werden. Die Debatte um das Kyoto-Protokoll ist ein aktuelles Beispiel dafür. Die derzeitige Entwicklung von Sterbe- und Geburtenrate, die in vielen Entwicklungsländern zu beobachten ist, lässt sich mit der frühen Phase des Modells des demographischen Übergangs vergleichen.

Das bedeutet, dass ihre Bevölkerungsdynamik sich durch eine hohe Geburtenrate und eine hohe, jedoch stark rückläufige Sterberate zum Beispiel durch bessere medizinische Versorgung charakterisieren lässt. Dies führt zu einem starken und oft unkontrollierbaren Bevölkerungswachstum, welches mit einer extremen Verjüngung der Bevölkerungsstruktur einhergeht. Im Vergleich zum Verlauf des demographischen Übergangs in den heutigen Industrieländern, der mit der Industrialisierung einsetzte, dürfte sich die transformative Phase in den Entwicklungsländern durch noch stärker sinkende Sterberaten auszeichnen, da diese auf bereits bekanntes medizinisches Wissen zurückgreifen können.

Pandemien der Moderne z. In solch einem Fall besitzt die Bevölkerungspyramide die Form einer Sanduhr. Besonders betroffen ist davon der wirtschaftlich aktivste Teil der Bevölkerung, sodass wiederum die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Landes gemindert ist. Der gesundheitliche Zustand der Bevölkerung in Entwicklungsländern ist oft problematisch. Wegen mangelnder Hygiene in Slums z. Unter soziokulturellen Merkmalen versteht man das Zusammenwirken von gesellschaftlichen, kulturellen und religiösen Verhaltensweisen.

Geschäftsverlauf

Dies führt zu einem starken und oft unkontrollierbaren Bevölkerungswachstum, welches mit einer extremen Verjüngung der Bevölkerungsstruktur einhergeht.

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Die Tatsache, dass er genug zu essen hat, erscheint ihm selbstverständlich und wird ihn nicht glücklich machen. Aus diesem Grund ist ihnen materieller Besitz wichtig.

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