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Landschaften beobachten, nutzen und schützen

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Johannes Isselstein of Georg-August-Universität Göttingen, Göttingen (GAUG) with expertise in: Environmental Science and Agronomy. Read publications, and. Gerd Lutze, Alfred Schultz, Karl-Otto Wenkel (Hrsg.)Landschaften beobachten, nutzen und schützen Leibniz-Zentrum fü.

Rahmenbedingungen zeigen sich d abei signifikante Veränderungen bei der Nutzung der A g-. Der ökonomische Zw ang zur Reduzierung der. Beschäftigten in den Landwirtschaftsbetrieben auf ein Minimum und der Wegfall der Tierpr o-.

L UTZE et al. Gegenwärtig ist die Zahl der hauptsächlich angebauten Fruchtarten stark. Die Hackfrüchte sind fast ganz aus der. Betrug er noch ca. Während die Kar toffeln in den er Jahren noch ei nen An ba u-. Die beschlossenen Neuregelungen bei der Zuckerrübensu b-. Der Einbau von Triticale in die Fruchtfolgen ist im Unters u-.

Der Anbauanteil von Triticale beträgt. Die Dynamik des Anbauanteils von Raps in der Fruchtfolge. Aufgrund des Fehlens von b e-. Die Maisanbaufläche hat aufgrund des verstärkten Kö rnermaisanbaus hingegen wieder zug e-. Während die Stilllegung vor bede utungslos. Bed ingt durch d ie in d en letzten Jahren geänderten Fö r-. Eine ausführliche A nalyse der Veränderungen in der Anbaustruktur der letzten 3 0 Jahre. Deshalb wurden fü r das.

Untersuchungsgebiet Ziethener Moränenlandschaft Karten mit folgendem Inhalt erstellt:. V erfügbarkeit wichtiger Wetter- und Klimadaten, w ie z. T emperatur, Niederschlag u nd. Für eine historische Analyse in der Ziethener Moränenlandschaft wurden für.

Um zu kunftsorientierte Abschätzungen und regional i-. Grundlage für diese statistisch abgeleiteten. Für interaktive räumliche Analysen sowie Sim ulations- und Szenariorechnungen, bei denen. Moränenlandschaft wurde deshalb auf das am Institut für Landschaftssystemanalyse des. Dabei wurde für die gesamte Ziethener Mor ä-. Die drei tragenden Säulen des Landschaftshaushaltes sind der Wasserhaushalt, der Energi e-. Zum Energiehaushalt zählen unter anderem der Strahlun g s-.

Bodenwasserhaushalt und atmosphärisch er Feucht e-. Zum Stoffhaushalt dagegen gehören unter anderem der. Stickstoff- , der Kohlen stoff- , der Kalium- und der Phosphorhaushalt sowie die Nettoprimä r-. All diese einzelnen Teile. Im Ein ze l-. Bodenart, vom Bodenbedeckungsgrad durch verschiedene Pflanzen, vom physiologischen.

Während für die Niederschlagshöhen Messwerte aus einem Niede r-. Hier wird die für Ostdeutschland angepasste und ausreichend überprüfte Formel nach. K G PET Die Konstante K berücksichtigt dabei den Einfluss der durch die maritime Standortlage b e-. Starkniederschlagsereignisse, wesentlich kleinräumigere Verteilun gsmuster ab, die selbst in. Da für die Betrac htung langer. Zeitreihen ab er auf d ie meteorologischen Daten aus d em Messnetz des Deutschen W et te r-.

Für eine allgemeine gebietsbezogene. Au ssage wird auf die jährliche KWB, d. Zeitraum - in Abb. Betrachtet man den linearen Trend über den. V ergleicht man die vergangene Zeitperiode bis mit. Jährliche klimatische W asserbilanz auf den A grarflächen der Ziethener Moränenlandschaft im.

Zeitraum — Betrachtet m an die meteorologischen Somm er- und Winterhalbjahre, die sich von Mai bis. Sommerhalbjahr um 80 mm zurückgeht. Abnahme mit 57 mm im vierten Quartal. Im zweiten und dritten Quartal ist die KWB jahre s-.

Die über den 75jährigen Zeitraum. Während des Biomasse- und Ertragsbildung sprozesses spielt die W asserversorgung der. Pflanzenbestände d ie entscheidende Rolle. Für die Berücksichtigung des Wasserversorgu ng s-. Bei ganzjährig wachsenden Fruchta r-. Deshalb ist in diesen Fällen die Jahresbezogenheit den V egetationszei t-. Berechnungen für die Agrarflächen der Ziethener Moränenlandschaft zeigen, dass dadurch.

Verg leicht man für die Ziethener Moränenlandschaft die. Für alle Fruchtarten bedeutet das eine signifikante Zunahme der Trockenstressbela s-. Grundlage für die regionale Abschätzung des Naturalertrages bild et ein dreistufiger statischer. Schätzalgorithmus, der sich aus einer standorttypabhängigen Matrix zum Naturalertrag, einem.

Korrekturalgorithmus nach Standortmerkm alen s owie einem züchtungs- u nd technologieb e-. Diese drei Stufen sin d additiv miteinander verknüpft. Die Naturalertragsmatrix basiert auf sehr umf angreichen statistischen Auswertungen von. Daten repräsentativer landwirtschaftlicher Betriebe Referenzbetriebe in verschiedenen. Dabei können für 56 Standorttypen der. Naturalerträge f ür 16 landwirtschaftliche Fruchtarten bzw. Grünlandnutzungen intensiv, extensiv bestimmt werden.

Die dabei zur Anwe n-. Die Berechnung der KWB , die nicht au fgrund. Für Winterweizen ist der Algorithmus für die fruchtartabhängigen Zu- und. Der nur schw er quantifizierbare ertragsw irksame Fortschritt durch d ie Züchtu ng neuer.

So rten und die Anwendung neuer Anbautechnologien und Managementstrategien wird in. Der für das Land Brandenburg ermittelte durchschnittliche jährliche Ertragszuw achs. Der hier dargestellte dreistufige statische Algorithmus für die Abschätzung des Naturalertr a-. Das Schema der I m-. Schema für die Implementierung des Algorithmus zur Ertragsschätzung auf Praxisschlägen im.

Bei einem auf der gesam ten lan dwirtschaftlichen Anbaufläche der Ziethener Moränenlan d-. Naturalerträge als auch die potenziellen A nbauflächen sind beispielhaft für W interweizen,. Silomais, Zuckerrüben und Winterraps die V erteilmuster in den Abb. Räumliche V erteilung des geschätzten Naturalertrages für W interweizen und der potenziellen.

Winterweizenanbaufläche auf den Ackerstandorten der Ziethener Moränenlandschaft. Die in den Abb. Bei der Naturalertragskarte für Zuckerr ü-. Dies kommt auch in Tab. Bei Winterweizen und Winterraps ist sie. Ein V ergleich mit den aktuellen. Fruchtartanbauplänen der verg angenen Jahrzehnte zeigt, dass die leichtesten Standorte im. Nordwesten der Ziethener Moränenlandschaft und nahe Senftenhütte reine Winterroggen-. Standorte sind, und dort auch der Winterweizen nicht mehr ö konomisch vertretbar angebaut.

Räumliche V erteilung des geschätzten Naturalertrages für Silomais und der potenziellen. Maisanbaufläche auf den Acke rstandorten der Ziethener Moränenlandschaft.

Räumliche V erteilun g des geschätzten Naturalertrages für Zuckerrüben und der p otenziellen. Zuckerrübenanbaufläche auf den Ackerstandorten der Ziethener Moränenlandschaft. Potenzielle Anbaufläche sowie standortbedingte Schwankungen des Naturalertrages der Zieth e-. Naturalertrag [ dt ha -1 ]. Räumliche V erteilung des geschätzten Naturalertrages für W interraps und der potenziellen.

Rapsanbaufläche auf den Acke rstandorten der Ziethener Moränenland schaft. Da es für die Praxis aber realitätsfremd wäre, von einem Anbau nur einer Fruchtart auf allen. GE und 1 dt Kartoffeln 0. Für das Anbaujahr ergibt sich auf der Grundlage des konkreten Fruchtartenanbaus in. Standort- und fruchtartbedingt schwanken dabei die Erträge zwischen 14,3 GE ha -1 und. Für die Anbaubedingungen in b e-. Für eine Überprüfung des oben beschriebenen Algorithmus zur Absch ätzung des Naturalertr a-.

Praxiserträge von 11 unterschiedlichen Fruchtarten aus den geführte n Ackerschlagkarteien zur. Um diesen 14jährigen Zeitraum auch in seinem Trend zu erfassen, wurden die Jah-. Jahre vom Anfang, aus der Mitte und vom Ende des Zeitra umes,. Jahren, in denen insgesam t die Erträge von Ackerschlägen Berücksichtigung fanden,. Die dabei in der Praxis auf tretenden hauptsächlich standortabhängigen. Zu beobachten ist, dass die Ertrag s-. In den feuchten bzw. Histogramm zur Häufigkeitsv erteilung der für die konkreten Anbaubedingungen in Führt man diesen V ergleich fruchtartbezogen durch, erkennt man in der Übereinstimmungsg ü-.

Während die mittlere Abweichung zwischen. Berücksichtigt man die Über- und Unterschätzung des Ertrages auf den. Die tendenziell zu beobachtende Überschätzung des Ertrages hat mehrere Ursachen. Eine zweite Ursache kann auch ein g egenwärtig im Modell nicht berüc k-. Ertragstrend auf Landes- und Gemarkungsebene zu sehen.

Der im Modell berücksichtigte. Ertragstrend, der sich auf d ie Landesstatistik des Landes Brandenburg bezieht, liegt in der Re-. W ährend die im Modell verwendeten Ertragstrends für Winterweizen, Winterroggen,. Wintergerste und Zuckerrüben entsprechend 1,21 dt ha -1 , 0, 81 dt ha -1 , 0,82 dt ha -1 und. Da die beschriebene Methodik zur regionalen Abschätzung der Ertragsleistung über die. Fruchtartanbauverhältnisse in der V ergangenheit, auch g eeignet, Auswirkungen von in der.

Zukunft zu erwartenden Klimaän derungen auf die regionale Ertragsleistung abzuschätzen. Basierend auf realen Wetterdaten werden für d ie einzelnen in der Ziethener Moränenlan d-. Diese 10jährigen Reihen bi l-. Klimaniveau im Jahr Analog wird vorgegangen bei der Bestimm ung des mittleren.

Dabei wird auf die für. Zum einen wird für das Klimaniveau von keine. Änderung des CO 2 -Gehalts der Atmosphäre b erücksichtigt, d. Um dabei den Klimaänderungseinfluss. Agromanagement der er Jahre angenommen, bei Beibehaltung des Sortenspektrums auf. Bei der ertragswirksamen Berücksicht i-. Ausgehend von einer d abei f ür alle vier Fruchtarten.

CO 2 -Einflusses auf die Ertragsbildung. Zusätzlich werden für den Fall ohne Berücksicht i gung. Klimabedingte Ertragsauswirkungen vs. Schwankung um d as. Die Schw ankungen um das jeweilige Ertragsm ittel.

Dieser Fakt weist auf eine Zunahme ertragswirksamer Ex-. Ertragsverluste etwas geringer aus. Besonder s deutlich wird dies bei den Wintergetreidearten,.

Um die rein klimabedingte V eränderung der GE-Leistung der landwirtschaftlich genutzten. Flächen in der Ziethener Mo ränenlandschaft im Jahr gegenüber abzuschätzen,.

Für den Zeitraum hingegen wurden die Klimaszenarien von. Setzt man für diesen V ergleich anstelle des Fruchtartanbaus von 4 den Fruchtartanbau. Agrarflächen der Ziethener Moränenlandschaft im V ergleich zu im 10jährigen Mittel.

V ergleicht man bei gleichbleibe n-. Wird der über einen linearen fruchtartabhängigen Trend berücksichtigte Züchtungs- un d. Managementfortschritt bei der Abschätzung der Produktivität der Agrarflächen in der Zieth e-. Bis wurden dabei d ie realen Daten zugrunde gelegt und ab.

Witterungsschw ankungen beeinflu sst Abb. Legt man über den gesamten Zeitraum von. Produktivitätsentwicklung der landwirtschaftlich genutzten Flächen in der Ziethener Moräne n-. Interessant ist auch, das Ertragsverhalten einzelner Fruchtarten in der Ziethener Moränenlan d-. Klimaniveau von zu vergleichen. Dafür werden zum einen die Erträge der Jahre Jahr und trockenes Jahr verglichen. Die Daten für das Wetter der letzten beiden Jahre. Für das heutige Klimaniveau ergibt sich dabei, dass im Verg leich zum Feuchtjahr im Tr o-.

Auf d em Klimaniveau von ist der trockenjahrbedingte E r-. Bei Raps hingegen gibt es keine n ennenswerte Veränderung bei den. Dabei profitieren die Wintergetreidearten von d en. Feldfutter unter den zunehmenden V orsommertrockenheiten und den geringeren Sommerni e-. Biomasse ist ein signifikanter Bestandteil z. Sie hat aber auch durch die nach der Ernte auf dem Standort. Grundlage für die regionale Abschätzung der zur E rnte vorhandenen Gesamtbiomasse ist ein. Ernte sind dem zum Erntezeitpunkt existenten Verhältnis zwischen oberirdischer P flanzentr o-.

Das V erhältnis I W. Triticale, 0,26 für Lupine und 0,64 für Luzerne. Jahr und zu m anderen die hektarbezogene Gesamtbiomasse zur Ernte mit entspr echenden. Dabei repräsentieren die Minimalwerte die Gesamtbiomasse zur Ernte auf den schlechten. Aus dem V ergleich der Lage des zeitlichen V erlaufs. Die Jahre , und , in denen ein deutlicher Mangel bei der V ersorgung der.

Pflanzenbestände mit Wasser auftrat, weisen zur Ernte auch eine geringe Gesamtbionasse auf. Ga nz d eutlich wird das im Jahr Betrachtet man d en 15jährigen Zeitraum von bis. Dieser Trend beträgt auf die gesamte Agrarfläche der. Ziethener Moränenlandschaft bezogen 2. Trend einem jährlichen Zuwachs bei der Gesamtbiomasse zum Zeitpunkt der Ernte von.

Gesamtbiomasse zum Zeitpunkt der Ernte bezogen auf die gesamte Agrarfläche der Ziethener. Moränenlandschaft oben und bezogen auf einen Hektar Agrarfläche mit Minimum, Maxim um und. Mittelwert unten im 15jährigen V erlauf über den Zeitraum von bis Betrachtet man den Stickstof fhaushalt bzw. Landschaftsausschnittes, spielt die Stickstoffmenge, die dem Boden durch den Pflanzenb e-.

Für die Festlegung der Stickstoffdüngung der Nachfrucht sind die auf den Agrarfl ä-. Der pflanzenbedingte Stickstoffentzug ist durch die auf der Photosynthese basierenden Ass i-. Zusätzlich ist d er. Stickstoffentzug auch abhängig von der angebauten Fruchtart. Daher wird die Stickstoffau f-. Pflanzenbestand während eines Anbaujahres entzogen wird, E ist der Ertrag dt ha -1 bei er n-. Pflanzenbestände aufgenommenen Stickstoffm enge abzuschätzen, wird auch hier beispielhaft.

Pflanzliche Stickstoff aufnahme bezogen auf die gesamte Agrarfläche der Ziethener Moräne n-. Im linearen Trend über den 15jährigen Zeitraum von bis 20 04 lässt sich analog zur G e-.

Dieser Trend beträgt auf die gesamte Agrarfläche der Ziethener Moränenlan d-. Hektarbezogen entspricht dieser Trend einem jährlichen. Zuwachs beim pflanzlichen S tickstoffentzug von 2,48 kg N ha -1 a Da der Stickstof fentzug durch die Pflanzen eng mit dem Ertrag und der gebildeten G e-. Ein Bevölkerungsmaximum trat in den 70er und 80er Jahren des In den 90er Jahren setzte eine massive, wirtschaftlich bedingte Abwanderung aus den Städten und auch aus den Dörfern ein.

In einigen Dörfern, wie z. Ausnahmen bilden die Gemeinden Althüttendorf, Brodowin und Chorin, die auch in jüngster Zeit ein Siedlungswachstum vorwiegend auf Kosten Eberswaldes verzeichnen konnten. Da vorrangig junge Menschen abwandern, wird sich diese, noch anhaltende Veränderung in der Bevölkerungsstruktur nachhaltig negativ auswirken. Genese und Nutzungsgeschichte der Agrarlandschaft Chorin 41 Abb.

Bevölkerungsentwicklung ausgewählter Städte und Dörfer. Angermünde und Eberswalde; Dörfer: Jahrhundert prägten die Siedlungsstrukturen auch die Grundmuster der Kulturlandschaft. Mit der Separation vollzog sich in der ersten Hälfte des Es wurde damit eine über Jahre bestehende dörfliche Ordnung, zu deren Grundlagen die Dreifelderwirtschaft gehörte, aufgehoben und das Land privatisiert.

So ist auch der zögerliche Abschluss der Separation z. Kiesel Im Zuge der Separation veränderte sich das gesamte Dorfsystem, d. Die Zusammenlegung des betrieblichen Ackerlandes verbunden mit dem Übergang von der Gewannflur zur Blockflur änderte somit die vorherrschende Flureinteilung und Wegführung und damit auch das Landschaftsbild erheblich. In den Folgejahren war eine deutliche Zunahme der Feldwege zu verzeichnen.

Mit den neuen Feldwegen entstanden auch neue Begleitstrukturen, wie Hecken, Gebüsche und Feldgehölze. Zusammenfassend waren mit der Separation nachhaltige Veränderungen in der Landschaft verbunden, wie: Jahrhundert bestehenden Gemeinden bzw.

Die Ortschaften haben den relativ geschlossenen, dörflichen Charakter trotz teilweise drastischer Veränderungen der ökonomischen Struktur und Beschäftigungsverhältnisse beibehalten. Karten aus dem Bei der Verkehrsentwicklung ist in der gegenwärtigen Periode eine Stagnation zu beobachten und seit dem Jahr auf der B 2 sogar ein Rückgang. Die aus wirtschaftlicher Sicht als Verbesserung der Infrastruktur gewerteten Landschaftsveränderungen bewirkten aus landschaftsökologischer Sicht eine neue Qualität von Barriereund Zerschneidungseffekten.

Der hoch frequente Verkehr auf der Autobahn gibt "bodengebundenen" Tieren kaum eine Chance die Trassen zu queren und die Landwirtschaftsbetriebe der Ziethener Moränenlandschaft können nicht mehr gefahrlos mit Weidetieren die B passieren. Möglicherweise sind diese Effekte die gravierendsten Landschaftsveränderungen in den 90er Jahren des Schlussbetrachtungen Die Analyse der Genese der Agrarlandschaft Chorin offenbart sehr deutlich, dass die naturräumlichen und insbesondere die geomorphologischen Komponenten einen prägenden Einfluss auf Landschaftsnutzung und -entwicklung ausüben.

Analog gilt dies für die Potenziale von Lebensräumen wildlebender Tier- und Pflanzenarten und für die Ausprägung der Landschaftsdiversität insgesamt. Der zeitlich weitgespannte Rückblick deckt auf, dass sich in historischer Zeit umfangreichere Veränderungen bzw. Viele Veränderungen wurden in "guter Absicht" vorgenommen, um die jeweiligen bzw. Wie sich anthropogen bedingte Veränderungen auf den ökologischen Zustand der Landschaften bzw.

Die entscheidende Frage ist jedoch, ob die Gesellschaft in der Lage ist, Eingriffe mit negativen Folgen zu erkennen, vernünftig darauf zu reagieren und Fehler unter Aspekten der Nachhaltigkeit zu korrigieren.

Ungeachtet der mannigfachen anthropogenen Einflüsse präsentiert sich die Agrarlandschaft Chorin heute dem Betrachter als eine reich strukturierte Glaziallandschaft von hohem ästhetischen Wert. Für die freundliche Unterstützung bei den Recherchen zu historischen und aktuellen Ereignissen danken wir Herrn J. Beuster Landwirtschaftsbetrieb Klein Ziethen e. Hamann Althüttendorf , Herrn P. Klamann Landwirtschaftsbetrieb Klein Ziethen e. Seltmann Landesbetrieb für Datenverarbeitung und Statistik, Potsdam.

Kittelberger und Herrn Prof. Kenneweg für die Aufbereitung und Digitalisierung der historischen Karten. Die Entwicklung der wichtigsten Bodennutzungsformen in Abhängigkeit der gesellschaftlichen und sozioökonomischen Faktoren am Beispiel des Biosphärenreservates Schorfheide-Chorin. Beiträge für Forstwirtschaft und Landschaftsökologie 32, S. Um Eberswalde, Chorin und den Werbellin-See.

Zur gesellschaftlichen Einflussnahme auf den Landschaftswandel in Mitteleuropa in Vergangenheit und Gegenwart. Leipzig, Band , Heft 4, S. Diplomarbeit, Universität Bielefeld, S. Steine, die das Eis uns brachte. Untersuchungen zur Morphodynamik der Vereisungen Norddeutschlands unter Berücksichtigung benachbarter Gebiete. Berlin Brandenburg , S. Städtebuch Brandenburg und Berlin. Kohlhammer, Stuttgart, Berlin, Köln, S.

Wirtschaftsgeschichte und pflanzensoziologische Untersuchungen als Grundlage für den Waldbau im ostdeutschen Kieferngebiet. Zeitschrift für Forst- und Jagdwesen 78, S. Die natürliche Bestockung und die Waldentwicklung auf verschiedenen märkischen Standorten. Zeitschrift für Forst- und Jagdwesen 65, S. Slawische und frühdeutsche Besiedlung um Chorin. Bevölkerung ausgewählter Gemeinden zu Stichtagen.

Die Agrarlandschaft Chorin - Landschaftsentwicklung und aktuelle landschaftsbezogene Forschungen. Archiv für Naturschutz und Landschaftsforschung 33, S. Ackerhohlformen und Flurgehölze als charakteristische Ausstattungselemente von Jungmoränenlandschaften — dargestellt am Beispiel der Ziethener Moränenlandschaft.

Die Geschichte der französisch-reformierten Provinzgemeinden. Consistorium der französischen Kirche, Berlin. Brandenburg und Berlin im physisch-geographischen Überblick. Geographische Rundschau 45, S. Wirtschaftliche Entwicklung und ökologische Belastbarkeit im Berggebiet. Handbuch der naturräumlichen Gliederung Deutschlands. Beiträge zur Vegetationsentwicklung auf dem Mönchsheider Sander bei Chorin. Archiv für Forstwesen 15, S.

Beiträge zum geologischen Modell einer Blockpackung. Projektierung Bad Freienwalde, ca. Untersuchungen zur Entwicklung der Waldverbreitung in den Bezirken des ehemaligen Landes Brandenburg — Beitrag zur historischen Landschaftsanalyse für aktuelle Fragen des Naturschutzes: Geschichte des Kreises Angermünde.

Landesanstalt, Band 18, Berlin. Geognostisch und agronomisch bearbeitet und erläutert. Führer zur Geologie von Berlin und Brandenburg. Bad Freienwalde - Parsteiner See. Rückschauende Landnutzungskartierung mit Hilfe von Archivluftbildern im Kreis Eberswalde unter besonderer Berücksichtigung der Nutzflächen-, Flurelemente- und Feldgehölzstruktur.

Bürgerbuch der Stadt Angermünde Vergleichende Untersuchungen an isländischen Gletschern. Es ist damit durch subkontinentale Klimabedingungen geprägt. This transition climate is located between the Baltic-Sea climate in the north and the East-German-Midland climate in the south The climate of the agro-landscape Chorin is affected by subcontinental climate conditions.

With a mean annual temperature of 8. In the agro-landscape Chorin there a decreased gradient in the direction from west to east for precipitation and in the direction from south to north for temperature can be obtained. For the agro-landscape Chorin a temperature increase by about 2 K and a precipitation decrease of up to mm a-1 are forecasted because of the possible climate change during the next 50 years. Das Klima trägt nach der geogenetischen Landschaftsbildung hauptsächlich zur Oberflächengestaltung einer Landschaft bei.

Seit der Exis3 Korrespondierender Autor: Region nimmt dabei der Einfluss einer anthropogenen Landnutzung bzw. Die Klimatypen hängen dabei im Wesentlichen ab von der Lage zum Meer, von der Höhe über dem Meeresspiegel sowie von eventuell vorhandenen Luv- und Leeeinflüssen.

Das Wetter ist dagegen der aktuelle, kurzfristige Zustand der an einem geografischen Ort wirksamen Kombination der Klimaelemente und der sich dabei abspielenden Vorgänge in der Atmosphäre, die in der Regel durch bestimmte Temperatur- und Niederschlagsverhältnisse, aber auch durch die Form von Abweichungen zum langjährigen Durchschnitt dem Klima charakterisiert werden.

Es hat damit weder ausgesprochen atlantischen noch kontinentalen Klimacharakter, sondern ist hauptsächlich geprägt durch subkontinentale Klimabedingungen. Bedingt durch eine niedrige durchschnittliche jährliche Niederschlagssumme 2.

Die durchschnittliche jährliche Niederschlagssumme liegt gegenwärtig bei weniger als mm. Der niederschlagärmste Monat ist dabei der Februar und der niederschlagreichste der Juni.

In dieser räumlichen Verteilung spiegelt sich der Einfluss der Reliefverhältnisse auf das lokale Klima deutlich wieder. Auch wenn die Endmoränenrücken nicht viel mehr als m herausragen, haben sie doch einen signifikanten Einfluss auf das lokale Niederschlagsgeschehen in der Agrarlandschaft Chorin. Nimmt man dafür die Vegetation, die in ihrer Ausprägung sehr stark von der Wasserversorgung abhängt, als Zeiger, erkennt man im Vergleich der Niederschlagskarte Abb.

Im Jahr durchgeführte Niederschlagsmessungen an acht über die gesamte Ziethener Moränenlandschaft verteilte Niederschlagsmessstellen zeigen für den halbjährigen Messzeitraum Räumliche Verteilung des mittleren Jahresniederschlags [mm] in der Agrarlandschaft Chorin als 1x1-km-Raster Grundlage: Auch bei der Temperatur ist in der Agrar- 52 W.

Dieser Wert liegt damit deutlich über dem der globalen Temperaturzunahme von 0,6 K in den letzten Jahren. Klimadiagramm der Wetterstation Angermünde 35jähriges Mittel — Jahresniederschlag Die jährliche Niederschlagssumme in Angermünde beträgt im Mittel der letzten 35 Jahre mm und weist Schwankungen zwischen mm und mm auf. Die mittlere Niederschlagsverteilung im Jahr geht aus Abb.

Im Februar fallen mit 27,8 mm die wenigsten und im Juni mit 59,7 mm die meisten Niederschläge. Die Monate Juni, Juli und August sind die drei zusammenhängenden Monate mit der besten Niederschlagsversorgung, zusammen mm. Die durchschnittliche monatliche Niederschlagsmenge zeigt dann im Oktober ein lokales Minimum, bevor sie im Winter wieder deutlich ansteigt. Die im Mittel auftretenden 35 Sommertage sind ein Indiz für den subkontinentalen Klimaeinfluss, dem die Ziethener Moränenlandschaft unterliegt, genau wie die im Mittel auftretenden 25 Eistage.

März und endet am April bis zum Verwendet man die letzten 35 Jahre zur Mittelbildung, ergibt sich eine Verlängerung der Vegetationsperiode in Angermünde um zwei Tage auf Tage, sie beginnt am März und endet am 8. Von besonderer Bedeutung dabei ist aber, dass der Vegetationsbeginn im März um 4 Tage früher liegt.

Die Hauptwachstumsperiode ist ebenfalls zwei Tage länger und dauert jetzt im Mittel Tage, beginnt am April und endet am Diese Verschiebungen sind ein deutlicher Beweis für die sich schon über längere Zeit erstreckende Erwärmung. Sehr deutlich unterstrichen werden diese Aussagen zum Temperaturanstieg auch durch Abb. Für diesen jährigen Zeitabschnitt ergibt sich im linearen Trend für die drei Sommermonate ein signifikanter Temperaturanstieg von 3,6 K.

In den drei Wintermonaten Dezember, Januar und Februar werden dagegen im Mittel nur um die 50 Sonnenscheinstunden erreicht.

Über diese Jahre lässt sich im linearen Trend ein ganz leichter, aber nicht signifikanter Anstieg bei der KWB erkennen. Im Sommerhalbjahr Mai bis Oktober ist sie dagegen mit —,9 mm ,0 mm bis 62,4 mm stark negativ und ein Beweis für das häufige Auftreten von Wassermangelstresssituationen.

Für die Ziethener Moränenlandschaft sind häufig auftretende Kahlfröste im Winter und Frühsommertrockenheiten verbunden mit niederschlagsarmen Perioden in den Monaten April bis Juni und hohen Temperaturen typisch. Charakteristisch für das Gebiet ist aber auch eine Spätfrostgefahr bis in den Mai, die im Mittel der letzten 35 Jahre bei 0,6 Tagen liegt. Der zu erwartende Anstieg bei der Jahresmitteltemperatur wird zwischen 1,9 K und 2,1 K liegen.

Das Tagesmaximum wird geringfügig weniger ansteigen als das Tagesmittel, das Tagesminimum dafür etwas stärker. Die Jahresamplitude höchstes minus niedrigstes Monatsmittel nimmt etwas zu, was eine Verschiebung zu etwas mehr Kontinentalität bedeutet. Da mit zu erwartenden geringeren Niederschlägen und ansteigenden Temperaturen auch die Verdunstung ansteigen wird, ist die Agrarlandschaft Chorin hinsichtlich der Wasserverfügbarkeit besonders gefährdet.

Verstärkt wird dieser Effekt noch dadurch, dass sich die Niederschlagsverteilung im Jahresgang ungünstiger gestalten wird, d. Dabei ist besonders in den Sommermonaten Juni, Juli und August mit einem Niederschlagsdefizit von 45 mm zu rechnen. Aber auch in den Wintermonaten Dezember, Januar und Februar ist laut obiger Szenariorechnungen mit einem durchschnittlich um 23 mm geringeren Niederschlag zu rechnen.

Die für die bevorstehenden 45 Jahre bis abgeschätzten Klimaänderungen ergeben bei der jährlichen KWB im Klima und Wetter in der Agrarlandschaft Chorin 57 linearen Trend eine Abnahme um mm, was sich auch negativ auf die Grundwasserneubildung auswirken wird.

Diese Messstation wurde vom Biosphärenreservat Schorfheide Chorin finanziert. Für den 15jährigen Zeitraum von bis sind in Abb. Unter Berücksichtigung des Extremjahres ergibt sich für den 15jährigen Zeitraum im Trend faktisch kein Temperaturanstieg, lediglich 0, K a Beim Jahresniederschlag liegen die Jahre , , , und deutlich unter dem 15jährigen Mittelwert von ,6 mm.

Es gibt aber auch Jahre mit sehr hohen Jahresniederschlägen wie z. Über die Periode von bis lässt sich im Trend eine Zunahme des Jahresniederschlages von 2,2 mm a-1 feststellen Abb.

In diesen Jahren lag auch die Globalstrahlungssumme über dem Durchschnitt. Eine Ausnahme ist hier das Jahr Geringe Strahlung und geringe Temperatur bedingen eine geringe Verdunstung, so dass die Klimatische Wasserbilanz als Differenz zwi- 58 W.

Trotz der 5 Jahre innerhalb der Zeitspanne von bis , in denen eine positive Klimatische Wasserbilanz auftritt, ist im Mittel über den gesamten 15jährigen Zeitraum die Klimatische Wasserbilanz mit im Mittel ,8 mm a-1 deutlich negativ. Daraus lassen sich, wenn der Trend weiterhin anhält, auch erste Probleme bei der Grundwasserneubildung und bei der Wasserbilanz der zahlreichen Kleingewässer Sölle in der Agrarlandschaft Chorin ableiten.

Ökologie und Vegetation der Wälder Nordostdeutschlands. Kessel, Oberwinter, S. Studie zur klimatischen Entwicklung im Land Brandenburg bis und deren Auswirkungen auf den Wasserhaushalt, die Forst- und Landwirtschaft sowie die Ableitung erster Perspektiven. Westermann-Lexikon Ökologie und Umwelt. Georg Westermann Verlag, Braunschweig, S. Klimawandel und Getreideanbau — Worauf muss sich die praktische Landwirtschaft einstellen? Modelle auf dem Prüfstand - Wie genau sind agrarökologische Simulationsmodelle?

Zeitschrift für Agrarinformatik 2, S. Die seitherige dominante land- und forstwirtschaftliche Nutzung dieser Gemarkung wird in die folgenden Epochen gegliedert: Reform- und Meliorationsprojekte in Klein Ziethen im Industriezeitalter.

Abstract The district of Klein Ziethen, located on the northern fringe of the Chorin agrarian landscape und comprising currently hectares, was settled, according to the "ius teutonicum", probably in the outgoing 13th century. Its dominant agricultural and forestry land use ever since is classified into the following epochs: Also since Klein Ziethen is still an agrarian community.

Dieser Abriss geht auf eine vergleichende Analyse des Landschaftswandels in dieser und einer zweiten uckermärkischen Dorfgemarkung seit dem hochmittelalterlichen Landesausbau 4 Korrespondierender Autor: Die Materialsammlung für die beiden Fallstudien umfasste einerseits ein mehrjähriges Literatur-, Quellen- und Kartenstudium in Brandenburg und Berlin und andererseits narrative Interviews mit einzelnen Zeitzeugen Ortsbürgermeistern, Altbauern, ehemaligen LPG-Vorsitzenden und mehrere Flurbegehungen "vor Ort".

Trotz dieses — in der historisch-genetischen Kulturlandschaftsforschung heutzutage üblichen — Mehrmethodenansatzes muss die Datenlage im Überblick über rd. Den Exkurs gliedert eine Periodisierung, die der abgehandelten kleinräumigen und mehrhundertjährigen Landschaftsnutzung Rechnung trägt.

Die gewählten Epochen waren unterschiedlich lang und unterschiedlich bedeutsam, letzteres zumindest aus retrospektiver Sicht. Ungewiss ist vor allem viererlei: Lokator und die ersten Siedler entweder der deutsch-rechtlichen Umlegung eines nahe gelegenen slawischen Altdorfes oder der deutschrechtlichen Gründung aus wilder Wurzel waren; wie im Gründungszeitraum die Landrodung, -aufteilung, -zuteilung u.

Die aufgeworfenen Fragen seien versuchsweise beantwortet: Aber siehe den nächsten Punkt. Philipp zumal der Landesausbau im damaligen brandenburgisch-pommerschen Grenzgebiet schon Mitte des Folglich ist anzunehmen, dass es zu jener Zeit in Klein Ziethen doch eine, und zwar noch nicht zu deutschem Recht umgelegte, slawische Kleinsiedlung mit anderem Namen gegeben hat, die in den wenigen überlieferten Quellen unerwähnt geblieben und bald — wohl noch vor — umgelegt und umbenannt worden ist.

Ohne slawische Siedlung und Landnutzung wäre die spätere Gemarkung Klein Ziethen unverzüglich in die koloniale Besiedlung einbezogen und dann nicht auch "Ziethen" genannt worden. Über die regionale, ethnische und soziale Herkunft der ersten Einwohner kann auch nur spekuliert werden. Solchen wahrscheinlich ursprünglich aus dem altdeutschen Siedlungsraum stammenden Zuwanderern können sich einheimische oder ebenfalls zugewanderte slawische Bauern zugesellt haben, gab es damals doch erst geringe nationale Unterschiede und Vorurteile.

Freijahren mit Feudalabgaben und diensten belastet war. Der Lokator dürfte für seine Aufgabenerfüllung mit dem Schulzengut und weiteren erblichen Vorrechten und Einkünften in Klein Ziethen beliehen worden sein. Nach der Zuteilung begannen die maximal zehn Neusiedler und ihre Arbeitskräfte das private Ackerland der wahrscheinlich 22 ausgemessenen Hufen und das gemeinschaftliche Weideland Allmende zu nutzen, gekennzeichnet u. Insgesamt wurde im Laufe wohl mehrerer Jahrzehnte ein vorwiegend naturnaher Waldlandschaftsausschnitt in einen bäuerlich geprägten Kulturlandschaftsausschnitt umgewandelt.

Auch die zwölf Kossäten Kleinbauern, Tagelöhner und der Krug waren gegenüber dem feudalen Dorfherrn abgabenpflichtig. Die Kossätenzahl spricht für ein mehr kleinteiliges Landnutzungsmuster als in der ersten Epoche.

Jahrzehnte später sah es anscheinend ungünstiger aus: Und verkaufte die vermutlich in wirtschaftliche Schwierigkeiten geratene Dorfherrnfamilie rd. Der Restanteil — damals sechs Hufen und vier Kossätenhöfe, von denen zwei wüst lagen — verblieb noch lange im Eigentum von ebenfalls auswärtigen Familienangehörigen.

Wie schon hier, wurde auch in Klein Ziethen kein eigener Wirtschaftshof Zweigbetrieb aufgebaut, war doch die Blütezeit der zisterziensischen Grangienwirtschaft mit der in den Ordensstatuten vorgeschriebenen Eigenbewirtschaftung der Güter längst vorbei.

Überall betrieb das im Niedergang begriffene Kloster nun die übliche Rentengrundherrschaft mit festgelegten Abgaben und 64 H. Philipp Diensten der abhängigen Bauern und Kossäten. Dennoch kann nicht ausgeschlossen werden, dass die fortschrittliche Klosterwirtschaft — auch bereits in den vorausgegangenen Jahrhunderten — in Klein Ziethen die Melioration von Sumpf- und Sandflächen, den Getreide-, Gemüse-, Obst- und Weinbau u.

Diese mögliche Einflussbeziehung endete spätestens , als das Kloster im Zuge der Reformation in der Kurmark Brandenburg säkularisiert, d. Erbregister aufstellen, das u. Gerste , Vorrang hatte. Mit Weizen, Erbsen und Lein wurden nur kleine Flächen bestellt. Die Heugewinnung reichte in Normaljahren für 50 Stück Rindvieh. Von den sieben Bauern waren zwei Vierhüfner und die übrigen Dreihüfner, so dass sie über ansehnliche Betriebsflächen verfügten.

Die weiterhin zwei Pfarrhufen bewirtschaftete der Pfarrer nicht selbst, sondern einer der fünf Amtsbauern als Pächter. Die meisten Kossäten hatten Morgen Ackerland in den Beiländern; nur zwei Kossätenhöfe und ein Kossätenacker lagen wüst. Jahrhunderts Die direkten und indirekten Kriegseinwirkungen erreichten ihren traurigen Höhepunkt.

Im Frühherbst dieses Jahres verwüsteten und brannten kaiserliche Truppen u. Zumindest und war der Ort eine Totalwüstung, lebten dort nur zwei Personen, waren erst vier Höfe bebaut, und — vor der systematischen Wiederbesiedlung s. Die weitgehende Zerstörung des Dorfes und Einstellung der Landnutzung in den vorherigen rd. Offenbar wurde die bisherige Ortslage und -form beibehalten und demgegenüber die Flur — möglicherweise nur das Land von fünf früheren Dreihüfnern — total oder partiell umgelegt.

Dabei sind die meisten Kolonisten trotz ihrer protestantischen Ethik und der staatlichen Förderung angeblich nur langsam vorangekommen. Auch durch diesen Neuerungsschub erhielt die Gemarkung allmählich ein "neues Gesicht". Das für den Wiederaufbau benötigte viele Holz dürfte im angrenzenden Grumsiner und Schmargendorfer Forst eingeschlagen worden sein.

Bis dahin und noch zeitweilig im Philipp und wohl auch von Ziegen — nach sich bei gleichzeitigem Rückgang der Schweinemast. Nach der Ablösung der Weideberechtigungen konnte gegen eine kleine Abgabe eine Zeitlang weiterhin Waldgras geworben werden a. Im Zuge des Wiederaufbaus wurde auf einer Anhöhe nördlich des Dorfes eine hölzerne Bockwindmühle sog.

Paltrockmühle errichtet, die abbrannte. Mit dem Übergang zur Blockflur wurde die seit über Jahren vorherrschende Flureinteilung und Wegführung und dadurch auch das Landschaftsbild stark verändert. Dazu gehört, dass die aufgeteilte Allmende der Kernberge, die mit degradiertem Wald, besser Gebüsch bestanden war, von ihren neuen Eigentümern gerodet und dann intensiver als Acker- und Grünland genutzt wurde.

Jene landwirtschaftlichen Nutzflächen geringer Ertragsfähigkeit und starker Erosionsgefährdung forstete man um und kleckerweise nach dem Zweiten Weltkrieg wieder auf, und zwar vor allem mit Kiefern und Birken. Dass die Separation das Abgehen vom Dorfsystem, d.

In den Torfwiesen einer Senke westlich des Weges nach Luisenfelde wurde zwischen ungefähr und durch 13 Klein Ziethener Betriebe Torf gestochen. Um wurde in dem tief eingeschnittenen Hauptgraben Seebruch-Rosinsee eine Rohrleitung rd. Als diese Leitung das Seebruch nicht mehr ausreichend entwässerte, wurde durch das Meliorationsbauamt Berlin- Charlottenburg ein entsprechendes Projekt geplant und von den von der Wiedervernässung betroffenen Landei- Nutzungsgeschichte der Gemarkung Klein Ziethen 67 gentümern der "Wasser- und Bodenverband Seebruch in Klein Ziethen, Kreis Angermünde" Verbandsgebiet: Mitte der er Jahre wurde die neuerliche?

Letztere gründeten dazu eine Wassergenossenschaft. Ihrem Mangel an Betriebsmitteln konnte jahrelang nur notdürftig abgeholfen werden. Durch die staatlichen Jahresanbaupläne und Neulandgewinnungsauflagen änderte sich auch das Flurbild beträchtlich. Das Ziethener Seebruch wurde in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts erneut mehrfach melioriert: Im Rahmen des Flurmeliorationsprojektes, das zwischen dem Dorf und den Kernbergen durchgeführt wurde, wurden insgesamt 19 ha gedränt, 24 kleine Sölle und sonstige "Löcher" mit Erde verfüllt, über Bäume gefällt usw.

Die gesamte Vorteilsfläche belief sich auf ca. Die letzten "freien" Bauern schlossen sich im sog. Geschichte der Familie Benoit von bis Statistisch-Topographische Beschreibung der Kurmark Brandenburg.

Historisches Ortslexikon für Brandenburg. Geschichte einer kurmärkischen Landschaft vom Landschaftsveränderungen in uckermärkischen Dorfgemarkungen seit dem Hochmittelalter. Lokale Landschaftsaneignung durch Einwohner Klein Ziethens Hans-Jürgen Philipp 5 Zusammenfassung Die beschriebene Explorations- oder Pilotstudie, wohl die erste ihrer Art in Brandenburg, basiert auf dem geografischen Aktionsraum-, soziologischen Alltagswelt- und psychologischen Aneignungskonzept. In 36 randomly selected adult Klein Zietheners were interviewed by means of a semi-standardized questionnaire and asked about their use, knowledge and valuation of the landscape features within a sector of their activity space and everyday world, namely within the so-called unsettled part of the local community area.

Grosso modo conform with the main hypothesis, the majority of the respondents expressed an intensive use at least of the Feldmark in the years before and also since re-unification in , a considerable knowledge according to self-appraisal, and a favorable, especially aesthetic valuation of the attractive environs.

Trotz dieses Übergewichtes ist der Aktionsraum von dortigen Landbewohnern, soweit bekannt, erst einmal erforscht worden. Aktionsraumforschung scheint im städtischen Raum Brandenburgs sogar bis heute unterblieben zu sein, nicht so in Berlin. Das Aktionsraumkonzept ist insbesondere von der sog. Münchener Schule der Sozialgeografie in den er und er Jahren entwickelt und populär gemacht worden.

Solche Raumausschnitte werden von den betreffenden Individuen und Gruppen bewusst und unbewusst bevorzugt genutzt, gesteuert einerseits von Kenntnissen, Einstellungen, Bedürfnissen und Zielen und andererseits von zeitlichen, finanziellen, normativen und weiteren Handlungsbegrenzungen "constraints". Zu letzteren zählt auch die räumliche Wahrnehmung, die von persönlichen Präferenzen und kulturellen Werten mit- beeinflusst wird. Aus der objektiven Raumstruktur wird nur ein Teil wahrgenommen erste Selektion ; aus diesem 'Wahrnehmungsraum' mental map wird in einer zweiten Selektionsstufe der tatsächlich genutzte Aktionsraum ausgewählt An der sinnlichen Raumwahrnehmung im Zuge der Nutzung und an weiteren Informationsquellen knüpfen Deutungen und Bewertungen an, also ein " In einem ähnlichen Sinne wird der ökopsychologische Aneignungsbegriff benutzt, verstanden als " Menschen eignen sich Räume u.

Diese Bedeutung liegt dem Begriff 'Landschaftsaneignung' im obigen Titel zugrunde. Soviel in nuce zu Ansätzen der Geografie, Soziologie und Psychologie des Alltags, die in den letzten Jahrzehnten en vogue gewesen sind.

Als Aktionsraum -ausschnitt der Landbewohner kommt in Deutschland traditionell das Gesamtgebiet Gemarkung, Katasterbezirk ihrer Wohngemeinde mit üblicherweise mehreren hundert bis wenigen tausend Hektar Fläche in Betracht, das entspricht der mesochorischen Landschaftsebene.

Angesichts des heutzutage üblichen Verkehrsmittelbesitzes und Reiseverhaltens von Landhaushalten bzw. Landbewohnern dürfte dieses Gebiet die Fläche des Aktionsraums zumindest der meisten Erwachsenen de facto eher unter- als überschreiten. Dennoch wurde die Untersuchung in Klein Ziethen und Schönwerder dezisionistisch auf einen Gemarkungsausschnitt, die sog.

Die Raumstruktur des Klein Ziethener Auswahlgebiets, ein wichtiger Einflussfaktor des aktionsräumlichen und alltagsweltlichen Handelns, ist vor allem gekennzeichnet durch x ein als Dauergrünland Weiden und Wiesen genutztes ausgedehntes und mächtiges Niedermoor, das Ziethener Seebruch, und mehrere kleine Niedermoore; 72 H.

Philipp x x x x x x x x x x mehrere offene und verrohrte Vorfluter und Binnengräben, die insbesondere das Seebruch und die Klusheide entwässern; den Serwester See und den Rosinsee am südlichen bzw.

Insgesamt zeichnet sich die Gemarkung Klein Ziethen durch eine reichhaltige Naturraumausstattung, eine beträchtliche Artenvielfalt, eine jahrhundertelang weitgehend nachhaltige Landnutzung und ein reizvolles Landschaftsbild aus, was ja ihre Einbeziehung in das Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin veranlasst hat weit überwiegend in dessen Schutzzone III, die sog.

In Bezug auf den gewählten Aktionsraumausschnitt sollte insgesamt die Frage erforscht werden, 1. Die zugrunde liegende Leithypothese lautete: Die Einwohner der traditionellen Agrargemeinde Klein Ziethen vgl. Philipp zeichnen sich - insbesondere nach langer lokaler Wohndauer, Berufstätigkeit und Besitzbindung - durch eine intensive Nutzung, beträchtliche Kenntnis und hohe Wertschätzung und damit durch eine günstig zu beurteilende Landschaftsaneignung auf dieser mesochorischen Ebene aus.

Lokale Landschaftsaneignung 2 73 Untersuchungsmethodik Aus Kostengründen konnte nur eine kleine Stichprobe der damals erwachsenen Einwohner mit Erstwohnsitz im Dorf sog. Gemeindehauptort Klein Ziethen in die Untersuchung einbezogen werden. Gestützt auf das Einwohnerbuch der Gemeindeverwaltung und eine Zufallszahlentafel wurden 50 Personen ausgewählt und davon 36 mit Hilfe eines umfangreichen teilstandardisierten Erhebungsinstrumentes vom Verfasser einzeln mündlich befragt Interviewdauer: Zur Datenanalyse wurden einerseits Codes und Typen entwickelt und andererseits statistische Verfahren Kontingenztabellen-, Korrelations- und Faktorenanalyse angewandt.

Die geringe Anzahl der Erhebungs- und Untersuchungseinheiten limitierte von vornherein die Verallgemeinerungsfähigkeit der Ergebnisse. Die Zusammensetzung der Befragten - auf dem Stand von Herbst - sei anhand von soziodemographischen und -ökonomischen Merkmalen beschrieben.

Nachstehend können aus Platzgründen nur wenige Ergebnisse vorgestellt werden vgl. Vier Fünftel der Befragten offenbarten damit sozusagen schlagartig die Zugehörigkeit der lokalen unbebauten Gemarkung zu ihrem Aktionsraum. Der dortige häufigere Aufenthalt war der lokalen Gemarkungsnutzung entweder vorausgegangen "ich bin dort aufgewachsen", "weil ich dort wesentlich länger gelebt habe" usw.

Wer täglich zur Arbeit pendelte nach Angermünde, Britz, Eberswalde usw. Erfragt wurde zum einen die absolute Häufigkeit der lokalen Feldmark- und Waldaufenthalte in den letzten ein, zwei Jahren vor der Befragung und zum anderen die relative Häufigkeit dieser Aufenthalte, verglichen mit der Ära "vor ", also noch zu DDR-Zeiten. Den beiden Summenspalten zufolge suchte rezent jeder zweite berücksichtigte Befragte mindestens ein- oder zweimal pro Woche und damit häufig die Feldmark und nur ein Befragter - ein leidenschaftlicher Jäger - häufig den Wald auf.

Die Befragten mit selteneren Feldmark- und Waldaufenthalten stehen im numerischen Verhältnis von 1: Häufige Feldmarkaufenthalte sind vor allem mit dem Bedürfnis nach Bewegung, Entspannung und Erho- Lokale Landschaftsaneignung 75 lung, mit landwirtschaftlichem Beruf und Interesse sowie mit landschaftlichen Reizen begründet worden, seltene Feldmark- wie auch Waldaufenthalte demgegenüber u. Dass Feld und Wald auch weiterhin Bestandteil des Aktionsraums waren, legen folgende Begründungen nahe: Relativ häufig angeführte Verzichtsgründe sind die Entfernung zu den lokalen Waldstücken und die Bevorzugung auswärtiger Wälder.

Die Zusammenhänge zwischen den rezenten Nutzungsfrequenzen und den in Abschn. Die Männer nutzten deutlich häufiger die Feldmark und auch etwas häufiger den Wald als die Frauen; ähnlich handelten die Befragten mit kürzerer gegenüber denjenigen mit längerer lokaler Wohndauer.

Häufigkeit der Feldmark- und der Waldaufenthalte der Befragten vor und nach Dies wurde vor allem mit dreierlei begründet: Die wohl wichtigsten hier interessierenden Konsequenzen sind die Abnahme der Nutzungsintensität insgesamt und der Wechsel von landwirtschaftlich zu nicht-landwirtschaftlich dominierten Nutzungsmustern siehe auch unten gewesen.

Die beiden Teiltabellen für die Feldmark- und die Waldaufenthalte lassen tendenziell erkennen, dass diejenigen Befragten, die nach nur selten in Feld und Wald gewesen sind, dort zuvor häufiger waren, und umgekehrt.

Auch dieser Befund spricht dafür, dass die zur Gemarkung gehörenden Waldstücke auf den Kernbergen und im Grumsiner Forst nur bei wenigen erwachsenen Klein Ziethenern zum Aktionsraum gehören. Erwähnung verdient, dass sich rd. Mit Hilfe eines 13 Antwortvorgaben umfassenden sog. Das Spazierengehen und Wandern ragt als häufigster wie auch als zweithäufigster Zweck sowohl der heutigen Feldmark- als auch der heutigen Waldaufenthalte heraus. Bei den hauptsächlichen Spaziergängern und Wanderern in Feld und Wald handelt es sich weitgehend um dieselben Personen.

Eine dem Spazierengehen ähnliche Freizeitaktivität ist das Ausgehen mit und Ausfahren von kleinen Kindern, das vier Frauen und nur ein Mann nannten. Die relativ schwache Besetzung der Vorgabe "zu land- oder forstwirtschaftlichen Arbeiten" spiegelt den landwirtschaftlichen Beschäftigungsabbau nach und die geringe Waldpflege wider.

Ersichtlich ist auf vier Vorgaben keine einzige Nennung entfallen, was die nachrangige Bedeutung jener Aktivitäten anzeigt. Als sonstige primäre und sekundäre Zwecke der Feldmark- und Waldnutzung wurden u. Der Besetzung der vorletzten Tabellenzeile zufolge verfolgen relativ viele Klein Ziethener insbesondere bei ihrer Waldnutzung nur einen einzigen Zweck monofunktionale Nutzung.

Eher sekundäre Zwecke stellen das Pilzsammeln, die Wildbeobachtung sowie das Ausgehen mit und Ausfahren von Kindern dar. Als Fazit drängt sich auf, dass heutzutage nur noch eine Minderheit die unbebaute Gemarkung hauptsächlich zu beruflichen Zwecken nutzt; dieser Aktionsraumausschnitt dient stattdessen vorrangig der Freizeitgestaltung und Naherholung, dem in den letzten Jahren durch die Anlage von Freizeit- und Erholungseinrichtungen am Schmargendorfer Weg und auf dem Drebitzberg Rechnung getragen worden ist.

Häufigster und zweithäufigster Zweck der heutigen Feldmark- und Waldaufenthalte der Befragten. Philipp x x x von den Tageszeiten am meisten den Nachmittag, von den Sozialsituationen die Begleitung durch mehrere Personen, vorzugsweise durch Verwandte, sowie die Fortbewegung per pedes. Diese Befunde hängen gewiss zusammen mit a der langjährigen Vertrautheit und dem damit verbunden nachlassenden Interesse der meisten Befragten mit bzw. Erkennbar dauern die Feldmarkaufenthalte durchschnittlich länger als die Waldaufenthalte.

Auch dies spricht dafür, dass die Feldmark und mit Einschränkungen die Waldfläche Teil des Aktionsraums fast aller erwachsenen Einwohner Klein Ziethens ist oder - im Falle der dort seit langem ansässigen Alten und Behinderten - in früheren Jahren gewesen ist. Die allgemeine Frage "Gibt es eine Gemarkung, in der Sie sich noch besser auskennen als in der hiesigen? Gehen wir nur auf die letztgenannte Minderheitsgruppe näher ein. Jene vier Personen, darunter drei Frauen und nur ein lokaler Landbesitzer, waren erst im Zeitraum im Erwachsenenalter zugezogen.

Je zwei von ihnen gaben an, in einer anderen Gemarkung öfter gewesen zu sein, z. Lokale Landschaftsaneignung 79 Ebenfalls zwei Fragen im Erhebungsinstrument sollten darüber Auskunft geben, wie die Befragten ihre Kenntnis speziell der unbebauten Gemarkung summarisch selbst einschätzen.

Die erste davon - sie lautete: Was würden Sie sagen: Kennen Sie sich in der unbebauten Gemarkung insgesamt sehr gut, gut oder weniger gut aus? Die sehr günstige Selbsteinschätzung wurde vor allem begründet x x x x mit meist langjähriger lokaler landwirtschaftlicher Tätigkeit "weil ich ab der Bodenreform in der Landwirtschaft gearbeitet und an der Dränage des Seebruches mitgewirkt habe, ich war 30 Jahre in der LPG, davon 25 Jahre als Feldbaumeister"; "ich habe 40 Jahre auf dem Trecker, auf Kränen usw.

Dies sind alles überzeugende sozusagen biographische Begründungen. Sofern sich die Männer lokal tatsächlich besser auskennen als die Frauen, dürfte dies vor allem mit dreierlei zusammenhängen: Philipp Auch die nachgewiesenen Beziehungen des Kenntnisstandes mit dem Lebensalter und der Wohndauer im Ort sind plausibel, bieten sich doch mit wachsendem Alter bzw.

Eine weitere Kreuztabelle mit gesichertem und mittelstarkem Zusammenhang ist nicht in Tab. Nicht die subjektive Bewertung des "Wohnens und Lebens Kenntnisstand Geschlecht Geburtsjahre Wohndauer Landbesitz männl. Eine Bewertung des Kenntnisstandes beinhalten auch die dichotomischen Antwortvorgaben in der benutzten Frageformulierung "Möchten Sie sich in der unbebauten Gemarkung noch besser auskennen oder genügt Ihnen Ihre jetzige Kenntnis?

Damit hängen die nicht ausreichende Sicherheit und die nur mittlere Stärke des angenommenen Zusammenhanges zwischen den beiden Merkmalen zusammen. Bewertungen ihrer Kenntnis der unbebauten Gemarkung durch die Befragten. Das Gros jener neun x x x x x x sind Frauen, gehört der jüngsten Altersgruppe Geburtsjahrgänge wie auch der Gruppe mit der kürzesten lokalen Wohndauer frühestens seit an, hatte eine nicht-landwirtschaftliche Ausbildung absolviert und mindestens zweimal den Wohnort gewechselt, war z.

Der Kenntnisstand von Einzelnen und Gruppen ändert sich u. Die linke Teiltabelle lässt zwar den erwarteten positiven Zusammenhang zwischen der Wohndauer und der Änderungskenntnis erkennen, verwirft aber die zugrunde liegende Hypo- 82 H. Philipp these auf dem gewählten Sicherheitsniveau der Aussage s. Der gesicherte Zusammenhang in der rechten Teiltabelle ist selbstevident, weil das Wissen um Gemarkungsveränderungen Teil der gesamten Gemarkungskenntnis ist. Anzahl der seit der Jugend oder dem Zuzug erlebten Veränderungen in der unbebauten Gemarkung sowie lokale Wohndauer und subjektive Gemarkungskenntnis der Befragten.

Die angeführten Landschaftseingriffe zeugen von einem keineswegs unbeträchtlichen und unbedeutenden Wandel der unbebauten Gemarkung in der Jetztzeit. Die betreffenden 27 Befragten sollten die erlebte n Veränderung en nicht nur beschreiben, sondern auch bewerten.

Hierfür wurden ihnen vom Erhebungsbogen nicht Bewertungskriterien, sondern nur Bewertungsrichtungen " Mit dieser Bewertung der am häufigsten erwähnten Veränderungen im betrachteten Aktionsraumausschnitt sei eigentlich zur Bewertung dieses Ausschnittes durch die befragten Klein Ziethener übergeleitet.

Diese Bewertungen können verschieden ausfallen und deshalb zwischen mehreren Akteuren umstritten sein. Jede solche - bewusste wie auch unbewusste Bewertung z. Wiederholte gleiche Bewertungen verfestigen sich zu Einstellungen, die meist nur längerfristig geändert werden.

Mit Hilfe einer geschlossenen Frage ist die ästhetische Wirkung und Wertschätzung der unbebauten Gemarkung auf die Befragten gemessen worden, d. Kulturschönheit im betrachteten Aktionsraumausschnitt bewerten. Diese Verteilung kovariiert mit der subjektiven Bewertung sowohl der Nutzung als auch der Kenntnis dieses Landschaftsausschnittes wer letzteren als sehr schön empfand, der hielt sich dort eher sehr gern auf und der meinte sich dort auch eher sehr gut auszukennen, was beides plausibel erscheint.

Es bestehen auch keine zweifaktoriellen Zusammenhänge zwischen der ästhetischen Gemarkungsbewertung der Befragten und x x x x x x ihrem Lebensalter und Landbesitz, ihrem Ausbildungsniveau und -sektor landwirtschaftlich vs. Philipp Auf die Unterfrage, was alles in der unbebauten Gemarkung als sehr schön oder schön empfunden wird, nannten die betreffenden 33 Befragten 80 lokale Landschaftsbestandteile.

An der Spitze stehen x x x die beiden Seen mit 20 Nennungen "die schönen Seen - bis jetzt noch Vergleichsweise wenige Befragte schätzten x x die Naturschönheit der Oberflächenform " Drei Befragte fanden reflektiert oder unreflektiert alles schön "so eine Landschaft, in der alles ein bisschen vorhanden ist, findet man selten"; "Bäume, Sträucher, Berge, Seen, Felder alles, was hier rundum ist"; " Unangenehm waren diesen 23 vor allem die erhöht liegende und dadurch von allen Seiten einsehbare frühere Müllkippe am Buchholzer Weg und die noch exponierter liegenden, viel ausgedehnteren und z.

Auch die Nennungen der Lagerhallen am sog. Mietenplatz, der Telefonabhöranlage auf den Kernbergen, von Jaucheabflüssen ins Seebruch usw. Ungünstige Bewertungen erfolgter Landschafts- und Umweltveränderungen implizieren auch Teilantworten wie die folgenden auf die Frage "Welche Veränderungen in der unbebauten Gemarkung wünschen Sie sich für die Zukunft?

Hierin drücken sich restaurative Präferenzen - die Rückgängigmachung erlebter Gemarkungsveränderungen - aus. Bis zum Befragungszeitraum dürften die Umweltmedien im Raum Klein Ziethen nicht unerheblich belastet worden sein, und zwar sowohl mit Nähr- und Schadstoffen aus der Pflanzen- und Tierproduktion durch quecksilberhaltige Beizmittel, häufige Gülleausbringung, fehlerhafte Agrochemikalienausbringung aus der Luft und Spurengase aus der Massentierhaltung noch zu DDR-Zeiten als auch mit Emissionen und Abfällen des Industriesektors, des Kraftfahrzeugverkehrs und der Privathaushalte in der Region.

Infolgedessen konnte man gespannt sein auf die Beantwortung der schwierigen Frage "Wie stark ist Ihres Erachtens die unbebaute Gemarkung mit Schwermetallen und anderen Schadstoffen belastet: Unter Vernachlässigung dieser Meinungslosen überwiegen also die günstigen Werturteile, was augenscheinlich konform geht damit, dass "die Zusammenhänge zwischen 'objektiven Umweltbelastungen' und der subjektiven Wahrnehmung der Umweltprobleme Die elf Befragten, die von sehr und ziemlich starker Schadstoffbelastung überzeugt waren, lasteten sie vor allem dem Agrochemikalieneinsatz und der Tierhaltung an " Der Summenzeile und der Summenspalte zufolge überwiegen die negativen Werturteile, besonders bezüglich der Waldbewirtschaftung.

Die ungünstigen Beurteilungen der Landbewirtschaftung erklären sich z. Philipp schaftung hauptsächlich aus der jahrzehntelangen Vernachlässigung der Waldstücke durch den zuständigen Staatlichen Forstwirtschaftsbetrieb Neuhaus Uckermark. Ersichtlich zollte nur jeweils ein Befragter den Bewirtschaftern ein dickes Lob. Die gleiche Beurteilung der Feld- und Waldbewirtschaftung durch lediglich jeden dritten Befragten und der insgesamt geringe Zusammenhang zwischen den beiden Verteilungen in Tab.

Bewertung der Bewirtschaftung der Felder und Wälder durch die Befragten. Bewirtschaftung der Wälder Bewirtschaftung der Felder sehr gut ziemlich gut weniger gut schlecht keine Meinung Summe sehr gut - - - 1 - 1 ziemlich gut - 6 2 2 - 10 weniger gut - 7 5 2 - 14 schlecht 1 3 5 1 1 11 Summe 1 16 12 6 1 36 Welche "Ecken" der unbebauten Gemarkung werden gern aufgesucht und damit eher positiv bewertet , welche ungern und damit eher negativ bewertet?

Angel- und Bademöglichkeiten bieten. Dort liegt auch die vor allem gemiedene "Ecke", nämlich die Gegend der unansehnlichen früheren Müllkippe. Eher unbeliebt scheinen auch die Klusheide, das Seebruch sowie die zugewachsenen und schlechten Wegstrecken vor allem in der Nordhälfte zu sein.

Die am häufigsten für die Nutzung präferierten und degoutierten Gemarkungsausschnitte sind überwiegend die am häufigsten als sehr schön bzw. Trotz der zahlreichen ungünstigen ästhetischen, ökologischen und ökonomischen Werturteile, die vorstehend referiert sind, gab nur jeder Befragte an, sich "weniger gern" in der unbebauten Gemarkung aufzuhalten. Als Bestätigung der Bedeutung des landschaftsästhetischen Empfindens für die mehrdimensionale Gesamtwertschätzung können auch folgende Befunde interpretiert werden: Wald, Berge, Hügel"; "weil sie sehr abwechslungsreich ist" usw.

Infolgedessen konnte die in Abschn. Für deren vorläufige Bestätigung spricht jedoch in Abschn. Aus der beschriebenen kleinen Studie können methodische und inhaltliche Verbesserungsvorschläge für eine - m. Die benutzten pauschalen oder nur in Bezug auf Feldmark und Wald differenzierenden Fragen sollten abgelöst oder zumindest ergänzt werden durch Fragen in Bezug auf kleinere Raum- und Landschaftsausschnitte, wie einzelne Fluren, Meliorationsgebiete, Biotope und Strukturelemente; solche Fragen geben absehbar genauer und zuverlässiger Auskunft über die Nutzung, Kenntnis und Bewertung.

Auch dürfte sich eine Spezialuntersuchung der interessierenden Wissensformen, -inhalte und -netzwerke der Geschlechts-, Alters-, Berufsgruppen usw. Mittels nicht-teilnehmender strukturierter Beobachtung von mehreren Punkten im Aktionsraum aus könnten wahrscheinlich zutreffendere Aufschlüsse über die Nutzungshäufigkeiten und -zwecke und damit über die räumlichen, zeitlichen und sozialen Nutzungsmuster gewonnen werden als verbal und ex post.

Weniger aufwendig wäre es, wenn die Untersuchungseinheiten über ihre Aktionsraumnutzung längerfristig Tagebuch führten oder vorgegebene Beobachtungsbogen selbst ausfüllten. Durch solche Varianten würde von Querschnitt- "Momentaufnahmen" zu empfehlenswerteren Längsschnittuntersuchungen übergegangen, die Entwicklungs- und Wandlungsprozesse zu analysieren erlauben.

Geeignet erscheinende Verfahren der Längsschnittuntersuchung stellen auch die Panel- und die Folgestudie dar. Local knowledge and local knowing. Materialien zur Umweltforschung, Nr. Die Agrarlandschaft Chorin — Landschaftsentwicklung und aktuelle landschaftsbezogene Forschungen.

Zur Agrarlandschaftskenntnis, -nutzung und -bewertung ostdeutscher Landbewohner — Ergebnisse einer Pilotstudie in Brandenburg. Zeitschrift für Agrargeschichte und Agrarsoziologie 44, S. Brandenburger Landbewohner und Agrarlandschaftsausschnitte. Ergebnisse einer explorativen Studie zur Gemarkungskenntnis, -nutzung und bewertung. Aktionsraumforschung auf phänomenologischer und handlungstheoretischer Grundlage.

Geographische Zeitschrift 86, S. Wahrnehmungs- und Aktionsraummuster im vereinten Berlin. Landschaftsanalyse als Grundlage für die Entwicklung der agrarischen Landnutzung. Methode und Ergebnisse im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin. Naturschutz und Landschaftsplanung 25, S. Die gemessenen Werte zeichnen den Zusammenhang zwischen Witterungsverläufen, Biomasse- bzw. Ertragsentwicklung und Nährstoffentzügen bei zunehmender Schwankungsbreite nach.

Gravierende Veränderungen der Bewirtschaftungsverhältnissen sowie die Umstellungen im Düngungsregime nach spiegeln sich bei wichtigen Zustandsvariablen der Bodenlandschaft wider.

Die Bodenfruchtbarkeit der leichteren Böden in der Ziethener Moränenlandschaft ist durch sinkende P- und pH-Werte nachhaltige gefährdet. Abstract A changing land use mode and changing climate and weather in mind, the course of important soil and site variables was recorded for a ten year period based on a sample approach.

The measured values show the connection between weather, biomass and yield, and nutrient uptake. For the analyzed variables an increasing range is found. Serious changes in mode and intensity of land use are reflected by important state variables of the soil landscape. While the better ground moraine sites D4 and D5 confirm a good buffer and supply ability, the lighter sandy soils show a clear downward trend for P, K, Nmin and pH values.

The soil fertility of the lighter soils of the Ziethen Moraine Landscape is effectively endangered through decreasing P and pH values. Deshalb bildete die Erhebung von Bodenzustands- und Nährstoffinformationen sowie der wichtigsten Witterungsdaten im Rah- 6 Korrespondierender Autor: Die Indikation von Bewirtschaftungseinflüssen über ausgewählte Landschaftszustandsvariablen liefert Informationen zur Einschätzung der Nachhaltigkeit der Bewirtschaftung der Moränenlandschaft.

Allerdings war auch klar, dass die Zielvariablen neben den Bewirtschaftungsflüssen in nicht geringem Umfang von den vorherrschenden Standortparametern und von den Witterungsverläufen modifiziert bzw. Das zu Beginn der 90er Jahre aufgelegte intensive Erhebungsprogramm sollte zunächst Informationen über den Ausgangszustand nach dem Ende der Bewirtschaftungsweise unter DDR-Bedingungen geben und dann auch verfolgen, wie sich die Umstellung auf marktwirtschaftliche Produktionsbedingungen auswirkt, mit der erhebliche Veränderungen in der Landnutzung erwartet wurden.

Der Beitrag behandelt folgende Schwerpunkte: Als wesentliche Komponenten eines langfristig orientierten Landschaftsmonitorings werden in diesem Beitrag der Wandel von Klima und Witterung und seine Auswirkungen für das Untersuchungsgebiet analysiert. Klimawandel und Dynamik der Witterung sind von besonderem interpretatorischen Wert im Kontext von Landnutzungsentwicklungen.

Historische und aktuelle Landnutzungseinflüsse führten zu einer erheblichen anthropogenen Überformung. Im gesamten Gebiet dominiert ein breites Band von Sand-, Tieflehm- und Lehm-Standorten, die durch Moorbildungen im Seebruch und den Senkenbereichen vervollständigt werden.

Bodenzustand und Nährstoffe 91 Tab. Bodeneinheiten der Ziethener Moränenlandschaft. Lehm der Kuppen, Hügel u. Hänge Sand mit abgeschwächt siTieflehm und ckerwasserbestimmt Lehm Braunerde D4a1 — 03 Tieflehm der ebenen bis welligen Platten Tieflehm durchgehend sickerwasserbestimmt Fahlerde D4a2 — 05 Tieflehm der ebenen bis welligen Platten mit vernässten Senken Tieflehm abgeschwächt sickerwasserbestimmt Fahlerde D5a1 — 09 05 Tieflehm u.

Lehm der Lehm und ebenen bis welligen Platten Tieflehm u. Hügel durchgehend sickerwasserbestimmt Fahlerde D5a2 — 05 11 Tieflehm u.

Lehm der Platten u. Hügel mit vernässten Hohlformen Lehm und Tieflehm abgeschwächt sickerwasserbestimmt Parabraunerde D5b1 — 07 09 teilweise staunasser Tieflehm der ebenen u.

Die Vorflut wurde kontinuierlich vertieft, viele wasserführende Hohlformen sind an die Entwässerung angeschlossen und die ehemals vorherrschenden Binneneinzugsgebiete mit der Vorflut verbunden.

Closed On:

Das Wetter ist dagegen der aktuelle, kurzfristige Zustand der an einem geografischen Ort wirksamen Kombination der Klimaelemente und der sich dabei abspielenden Vorgänge in der Atmosphäre, die in der Regel durch bestimmte Temperatur- und Niederschlagsverhältnisse, aber auch durch die Form von Abweichungen zum langjährigen Durchschnitt dem Klima charakterisiert werden. Die Materialsammlung für die beiden Fallstudien umfasste einerseits ein mehrjähriges Literatur-, Quellen- und Kartenstudium in Brandenburg und Berlin und andererseits narrative Interviews mit einzelnen Zeitzeugen Ortsbürgermeistern, Altbauern, ehemaligen LPG-Vorsitzenden und mehrere Flurbegehungen "vor Ort".

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